Der Kaiser-Otto-Preis
Die Landeshauptstadt Magdeburg erinnert mit dem Kaiser-Otto-Preis an die Verdienste Ottos des Großen und würdigt Persönlichkeiten, die sich um den europäischen Einigungsprozess besonders im Hinblick auf die ost- und südosteuropäischen Staaten und die Förderung des europäischen Gedankens verdient gemacht haben.
Mit der Vergabe des Preises will die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts nachdrücklich daran erinnern, welch großen Beitrag das Geschlecht der Ottonen für die frühmittelalterliche deutsche und europäische Geschichte geleistet hat.
Der Kaiser-Otto-Preis ist die höchste und wichtigste Auszeichnung der Landeshauptstadt Magdeburg. Er wurde im Jahr 2005 aus Anlass des 1.200-jährigen Stadtjubiläums zum ersten Mal verliehen.
Seither wird er in der Regel alle zwei Jahre im Rahmen eines Festaktes im Dom zu Magdeburg, der Grablege Ottos des Großen, überreicht. Nationale und internationale Persönlichkeiten, die sich große Verdienste als europäische Brückenbauerinnen und Brückenbauer erwarben und denen die Förderung und Wahrung gemeinsam gelebter europäischer Werte von Frieden, Verständigung und gegenseitigem Respekt Herzensangelegenheiten sind, wurden seither als Laudatorinnen und Laudatoren und als Preisträgerinnen und Preisträger in Magdeburg willkommen geheißen.
Der Preis ist ein Ehrenpreis. Er wird in Form einer Medaille in zeitgenössischer Gestaltung überreicht. Sie zeigt auf der Vorderseite ein Portrait der Preisträgerin oder des Preisträgers und rückseitig das Herrschermonogramm Ottos des Großen. Die Medaille wird von Bernd Göbel, emeritierter Professor für Bildhauerei an der Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design in Halle (Saale) und Medailleur mit internationalem Renommee gestaltet und gefertigt.
Pressemeldungen
Entstehungsgeschichte des Kaiser-Otto-Preises
1996 trugen sich Mitglieder des Stadtrats erstmals mit dem Gedanken einen Preis in Erinnerung an die Verdienste Ottos des Großen für die Stadt Magdeburg zu schaffen. Intensive Vorarbeit und inhaltliche Auseinandersetzung waren nötig, ehe sich der Stadtrat zu Beginn der 2000-er Jahre darauf einigte, den Kaiser-Otto-Preis erstmals im Jahr 2005 zu verleihen – das Jahr, in dem die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, die gleichsam Lieblingspfalz Ottos des Großen war, ihren 1.200 Geburtstag feierte.
Gründung der Kulturstiftung Kaiser Otto
Die Kulturstiftung Kaiser Otto, getragen von der Landeshauptstadt Magdeburg und der Sparkasse MagdeBurg, wurde im Jahr 2003 als Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Stiftungszweck sind die Förderung, der Erhalt und die Entwicklung der kulturellen Vielfalt der Stadt Magdeburg sowie deren dauerhafte Bewerbung als Metropole des Mittelalters. Der Vorstand und das Kuratorium, dem die Oberbürgermeisterin als Vorsitzende vorsteht, sind die Organe der Stiftung. Ein Preiskomitee, das neben den Mitgliedern des Kuratoriums weitere berufene Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zählt, bestimmt darüber, welche Persönlichkeit oder Institution mit dem Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg geehrt werden soll.
Die Kulturstiftung Kaiser Otto
Ausgelobt wird der Kaiser-Otto-Preis von der Kulturstiftung Kaiser Otto, die am 17. April 2003 als gemeinnützige Stiftung privaten Rechts in Magdeburg gegründet wurde. Die Stiftung wird gemeinsam getragen von der Landeshauptstadt Magdeburg und der Sparkasse MagdeBurg.
Den Namen des großen mittelalterlichen Herrschers tragend, der vor über 1.000 Jahren wesentlich die Entwicklung und Geschichte der Stadt Magdeburg, Deutschlands und Europas beeinflusst hat, widmet sich die Kulturstiftung Kaiser Otto dem Erhalt, der Förderung und der Entwicklung des kulturellen Lebens der Landeshauptstadt Magdeburg sowie der Vermittlung ihrer großen Geschichte als europäische Metropole des Mittelalters.
"Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sollte nachdrücklich daran erinnert werden, welch großen Beitrag das Geschlecht der Ottonen aus seinem Kerngebiet zwischen Harz und Elbe für die frühmittelalterliche, deutsche und europäische Geschichte leistete. Die 27. Europaratsausstellung „Otto der Große – Magdeburg und Europa“ im Jahr 2001, zeigte einem großen Publikum, einer bedeutenden Fachöffentlichkeit und vor allem den Magdeburgern selbst, dass der erste römische Kaiser deutscher Nation – Otto I. – unsterblich mit Magdeburg verbunden ist."
Mit diesen Worten unterstrich der damalige Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper die Bedeutung und historische Herleitung der Kaiser-Otto-Stiftung anlässlich ihrer Gründung.
Ein Preiskomitee entscheidet alle zwei Jahre über die Auswahl des Kaiser-Otto-Preisträgers, des Laudators und die Gestaltung des Festaktes der Preisverleihung. Die Mitglieder des Preiskomitees werden vom Kuratorium der Kulturstiftung Kaiser Otto Magdeburg berufen.
Vorstand der Kulturstiftung Kaiser Otto:
- Vorstandsvorsitzende: Regina-Dolores Stieler-Hinz, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Magdeburg und Beigeordnete für Kultur, Schule und Sport
- Helmut Herdt, langjähriger Geschäftsführer der Städtischen Werke Magdeburg
- Prof. Dr. Manuela Schwartz, Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal
Preisträgerinnen und Preisträger
Preisträgerin und Preisträger 2025 - Lisa Batiashvili und Igor Levit
Preisträgerin 2023 - Zuzana Čaputová
Preisträger 2020 - Klaus Iohannis
Preisträgerin 2017 - Federica Mogherini
Preisträgerin 2015 - Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)
Preisträger 2013 - Prof. Dr. h.c. Egon Bahr
Preisträgerin 2011 - Dr. Angela Merkel
Preisträger 2009 - Wladyslaw Bartoszewski
Preisträgerin 2007 - Prof. Dr. Vaira Vike-Freiberga
Preisträger 2005 - Dr. Richard von Weizsäcker
Preiskomitee zur Nominierung des Kaiser-Otto-Preises
Preiskomitee zur Nominierung des Kaiser-Otto-Preises
Preis ehrt Engagement für Europa
Die Nominierung für den Kaiser-Otto-Preis 2027 erfolgte in nichtöffentlicher Sitzung. Insgesamt standen zwölf Personen und Institutionen zur Auswahl. Auch wenn bislang überwiegend politisch engagierte Persönlichkeiten ausgezeichnet wurden, ist der Kreis potenzieller Preisträgerinnen und Preisträger ausdrücklich nicht auf die Politik beschränkt. Zentrale Kriterien zur Nominierung sind vielmehr ein vorbildliches Engagement für Europa, der Einsatz für freiheitlich-demokratische Werte sowie Mut, Entschlossenheit und Bereitschaft, für die europäische Idee einzutreten und auch Widerständen standzuhalten.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Süd- und Südosteuropa – in Anlehnung an Kaiser Otto den Großen, der von Magdeburg aus ein weitreichendes Netzwerk von Partnerschaften in Richtung Osten knüpfte. Der Preis setzt damit zugleich ein bewusstes Zeichen, diesen Teil Europas stärker in den Blick zu rücken.
„Der Entscheidungsprozess ist inzwischen beendet. Das Preiskomitee hat sich schnell geeinigt und auf eine gemeinsame Nominierung verständigt“, sagte Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris als Vorsitzende des Stiftungskuratoriums nach der Sitzung. „Derzeit werden die Vorbereitungen für die Kontaktaufnahme getroffen. Nach Rückmeldung und weiteren internen Abstimmungen werden wir die Persönlichkeit, die wir mit dem Kaiser-Otto-Preis 2027 ehren, öffentlich bekannt geben.“
Neue Mitglieder des Preiskomitees
Die Kulturstiftung Kaiser Otto, getragen von der Landeshauptstadt Magdeburg und der Sparkasse MagdeBurg, beruft im zweijährigen Turnus ein Preiskomitee unter dem Vorsitz der Oberbürgermeisterin Simone Borris. Dieses Gremium entscheidet darüber, wem der Kaiser-Otto-Preis im darauffolgenden Jahr verliehen wird. Gewürdigt werden Persönlichkeiten und Institutionen, die sich im besonderen Maße für den europäischen Zusammenhalt, für Frieden, Vielfalt und Verständigung einsetzen und damit international Respekt und Anerkennung erworben haben. Dieses Preiskomitee kam am 30. April im Alten Rathaus zusammen, um sich über eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu verständigen. Neben dem Stiftungskuratorium und dem Vorstand gehören dem Gremium auch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Gesellschaft, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Politik an. Die Sitzung fand in hybrider Form statt, sodass auch Vertreterinnen und Vertreter des Europäischen Parlaments zugeschaltet waren.
Seit der ersten Verleihung des Kaiser-Otto-Preises im Jahr 2005 wurden bedeutende internationale Persönlichkeiten mit der höchsten und wichtigsten Auszeichnung der Landeshauptstadt Magdeburg geehrt.
Mitglieder des Preiskomitees für den KOP 2027
Das Preiskomitee setzt sich neben den Mitgliedern des Kuratoriums, des Vorstands und der Geschäftsführerin der Kulturstiftung Kaiser Otto aus weiteren berufenen Persönlichkeiten aus Stadt, Land, Bund und EU zusammen.
Zur Nominierung der Kaiser-Otto-Preisträgerin/ des Kaiser-Otto-Preisträgers 2027 wurden in das Preiskomitee berufen:
- Dr. Katarina Barley, MdEP und Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments
- Susanne Bethke, Abteilungsleisterin Kultur, Staatskanzlei/ Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt
- Dr. Jörg Biastoch, geschäftsführender Gesellschafter, Humanas Pflege GmbH & Co. KG
- Krzysztof Blau, Geschäftsführer, Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt
- Julien Chavaz, Generalintendant, Theater Magdeburg
- Dr. Gerhard Feige, Bischof, Bistum Magdeburg
- Dr. Andreas Hartung, Vorstand, Wohnungsbaugenossenschaft MWG e.G.
- Prof. Dr. Eva Heidbreder, Professorin und Lehrstuhlinhaberin, Fakultät für Humanwissenschaften der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Bereich Politikwissenschaft Schwerpunkt „Regieren im Europäischen Mehrebenensystem“
- Thomas Kluger, Vorstandsvorsitzender, Magdeburgische Gesellschaft von 1990 e.V.
- Alexandra Mehnert, MdEP, Europäisches Parlament
- Marc Melzer, Vorstand, Investitionsbank Sachsen-Anhalt
- Birgit Münster-Rendel, Geschäftsführerin, Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG
- Guido Nienhaus, Geschäftsführer, MDCC Magdeburg.City-Com GmbH
- Thomas Pietsch, Sprecher der Geschäftsführung, Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG
- Marc Rath, Chefredakteur, Volksstimme / Mitteldeutsche Zeitung
- Sabrina Repp, MdEP, Europäisches Parlament
- Dr. Gunnar Schellenberger, Präsident, Europäische Bewegung Sachsen-Anhalt e.V.
- Steffen Schmidt, CFO, GETEC Energie Holding GmbH
- Dr. Dr. h. c. Johann Schneider, Regionalbischof, Bischofssprengel Magdeburg
- Wigbert Schwenke, Vorsitzender des Stadtrates der Landeshauptstadt Magdeburg
- Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, Rektor, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
- Eva Wybrands, Vorsitzende, Verein „Offene Türen e.V.“
- Max Schubert, Mitglied im Landesvorstand, Junge Europäische Föderalist:innen Sachsen-Anhalt e.V.
Mitglieder des Stiftungskuratoriums:
- Vorsitzende: Simone Borris, Oberbürgermeisterin Landeshauptstadt Magdeburg
- stellv. Vorsitzender: Jens Eckhardt, Vorstandsmitglied der Sparkasse MagdeBurg
- Katrin Budde, Abgeordnete im Deutschen Bundestag
- Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales des LSA
- Anne-Marie Keding, Vizepräsidentin des Landtages von Sachsen-Anhalt
- Dr. Rüdiger Koch, ehem. Bürgermeister und Beigeordneter für Kultur, Schule und Sport der Landeshauptstadt Magdeburg
- Prof. Dr. Matthias Puhle, ehem. Beigeordneter für Kultur, Schule und Sport der Landeshauptstadt Magdeburg und früherer Direktor der Magdeburger Museen
- Hardy Puls, Geschäftsführer der Magdeburg Marketing, Kongress und Tourismus GmbH und der Magdeburger Weiße Flotte GmbH
- Dr. Detlef Swieter, Vorstandsvorsitzender der Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalt (ÖSA)
- Dr. Lutz Trümper, ehem. Oberbürgermeister und Ehrenbürger der Landeshauptstadt Magdeburg
- Patricia Werner, Geschäftsführerin der Ostdeutschen Sparkassenstiftung
- Carola Schumann, Vorsitzende des Kulturausschusses der Landeshauptstadt Magdeburg
- Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
Vorstand der Kulturstiftung Kaiser Otto
- Vorstandsvorsitzende: Regina-Dolores Stieler-Hinz, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Magdeburg und Beigeordnete für Kultur, Schule und Sport
- Helmut Herdt, langjähriger Geschäftsführer der Städtischen Werke Magdeburg
- Prof. Dr. Manuela Schwartz, Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal