JUGEND STÄRKEN
Die Koordinierung des Projektes, welches darauf abzielt Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und auf ihrem Weg zu einer eigenständigen Lebensführung zu unterstützen, erfolgt durch die Stabsstelle für Jugendhilfe-, Sozial- und Gesundheitsplanung der Landeshauptstadt Magdeburg. Die Umsetzung wird durch die gemeinnützige Outlaw GmbH geleistet in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Magdeburg.
Ansprechpartner
Outlaw gGmbH - Träger von JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit
Outlaw gGmbH – Träger von JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit
Outlaw ist ein bundesweit etablierter Träger der Kinder- und Jugendhilfe mit den Geschäftsfeldern Hilfen zur Erziehung, Familienanaloge Angebote, Kita und Jugendarbeit | Bildung | Projekte. Innovativ, flexibel und immer vor Ort unterstützt er Kinder, Jugendliche und ihre Familien, fördert Bildung sowie Teilhabe und eröffnet Chancen. Rund 2.200 Kolleginnen und Kollegen setzen sich täglich in regionalen Teams für Kinder, Jugendliche und Familien ein.
Ziel der Outlaw ist die Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung junger Menschen durch die konsequente Umsetzung ihrer Beteiligungs- und Beschwerderechte zu fördern. Zudem wird auf die Entwicklung und Förderung demokratischer Kompetenzen abgezielt, die für das gesellschaftliche Zusammenleben nötig sind. Zentral ist dabei das Verständnis, dass junge Menschen und ihre Familien an Entscheidungen die ihr Leben betreffen beteiligt werden.
Outlaw steht für Demokratie, Vielfalt, Offenheit, Toleranz und Akzeptanz und sieht es als Pflicht und Verantwortung, alle Menschen gleichwürdig auf ihrem Weg zu begleiten, sie zu unterstützen und zu schützen sowie Teilhabe zu ermöglichen.
Weitere Informationen zu unseren Konzepten und Angeboten finden Sie im Internet: www.outlaw-ggmbh.de.
Programminhalt JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit
Programm „JUGEND STÄRKEN: Bücken in die Eigenständigkeit“
Mit dem Programm „JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit“ werden seit 2022 Projekte zur Unterstützung und Förderung junger Menschen durchgeführt, die noch nicht in der Lage sind, ihr Leben eigenständig zu führen und/oder die von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind.
Umgesetzt durch örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe werden Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und auf ihrem Weg zu einer eigenständigen Lebensführung unterstützt.
Vorrangiges Ziel ist es dabei junge Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind, in stabile Wohnverhältnisse zu bringen und sozialpädagogisch zu begleiten. Zu diesem Zweck werden die am Modellprogramm teilnehmenden Kommunen bei der Schaffung entsprechender Strukturen und Angebote unterstützt. Weitere Ziele des Modellprogramms sind die Sicherstellung und der Ausbau einer rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit aller verantwortlichen Akteure, insbesondere aus den Rechtskreisen SGB VIII, SGB II und SGB III.
Im Rahmen der Umsetzung des Magdeburger Projektes „LebensRaum“ wurde eine niedrigschwellige Anlaufstelle in der Raiffeisenstraße 21, im Stadtteil Leipziger Straße, geschaffen, welche einen informellen und offenen Raum bietet, um mit den Pädagoginnen und Pädagogen sowie den Angeboten in Kontakt zu kommen. Mithilfe des begleitenden Streetwork und der weiterführenden Angebote sollen die jungen Menschen in eine eigenständige Lebensführung sowie gesicherte Wohnverhältnisse begleitet werden.
Zielgruppe für JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit
Zielgruppe für JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit
Zur Zielgruppe des Programms gehören Junge Menschen im Alter von 14 bis einschließlich 26 Jahren, die noch nicht in der Lage sind, ihr Leben eigenständig zu führen und/oder die von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind. Zielgruppe in diesem Sinne sind zum einen junge Menschen, die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe erhalten und nach deren Beendigung voraussichtliche weitere sozialpädagogische Unterstützung benötigen, zum anderen junge Menschen, die keine Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe erhalten und sozialpädagogische Unterstützung benötigen.
Dies umfasst insbesondere "Care Leaver" sowie "Systementkoppelte", also junge Menschen, die aus allen institutionellen Kontexten herausgefallen sind.
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Methoden für JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit
Methoden
Zentraler Aufgabenschwerpunkt im Projekt ist die individuelle Einzelfallhilfe für junge Menschen auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Das Case Management beinhaltet eine intensive und langfristig angelegte Begleitung über bestimmte Lebens- und Entwicklungsabschnitte und umfasst den Prozess der Ermittlung von Kompetenz- und Bedarfslagen, die Planung und Koordinierung der erforderlichen Hilfen sowie die Unterstützung hin zu stabilen Wohnverhältnissen. Dabei wird eine Erweiterung der Kompetenzen und Handlungsstrategien der Jugendlichen und jungen Erwachsenen angestrebt. Bereiche wie Lebenssituationseinschätzung, Berufswegplanung, Netzwerk- und Ressourcenanalyse, Perspektivbildung, Bewerbungsanforderungen oder Krisenmanagement werden dabei gezielt thematisiert und entwickelt.
Als Ergänzung hierfür dient die aufsuchende Jugendsozialarbeit dazu Wege in die Unterstützungsangebote zu finden. Junge Menschen werden in ihrer Lebenswelt (z.B. der Jugendhilfeeinrichtung) oder an Orten, an denen sie sich für gewöhnlich aufhalten, von den sozialpädagogischen Fachkräften aufgesucht. Die Ansprache erfolgt somit lebensweltnah und niedrigschwellig und ermöglicht den Kontaktaufbau und die -aufrechterhaltung auf Augenhöhe. Das Projekt wird zur Professionalisierung vor allem dieses methodischen Bausteins zusammen mit dem Streetwork der Landeshauptstadt umgesetzt. Hierbei liegt der Schwerpunkt der sozialen Arbeit in der Verlagerung der Tätigkeiten in die Lebenswelten der zu erreichenden Personengruppen. So werden auch junge Menschen kontaktiert und erreicht, die das etablierte Hilfesystem aus verschiedensten Gründen (noch) nicht nutzen.
In der im Rahmen des Projektes geschaffenen Anlaufstelle in der Raiffeisenstraße 21 (Stadtteil Leipziger Straße) finden die Teilnehmenden zusätzlich einen sicheren, offenen Raum, um mit den Pädagoginnen und Pädagogen und den dortigen Angeboten in Kontakt zu kommen. Untersetzt wird dies durch feste Angebotszeiten sowie offene Beratungs- und Kontaktzeiten. Die Teilnehmenden erfahren hier Unterstützung in Ihrem Alltag: das regelmäßige Angebot gemeinsam zu kochen und zu essen, die Möglichkeit Waschmaschine und Trockner zu nutzen, zu duschen oder einen Computer, Internetzugang und Drucker zur Verfügung zu haben.
In den Räumlichkeiten der Anlaufstelle wird zudem ein weiterer zentraler Punkt des Projektes umgesetzt: der Wohnungsführerschein. In mehreren Modulen erfahren die Teilnehmenden im Einzel- oder Gruppenkontext grundlegende Kenntnisse rund um das Thema Wohnen. Fähigkeiten und Fertigkeiten werden sowohl in theoretischen als auch praktischen Einheiten vermittelt. Der Wohnungsführerschein wird als Intensivkurs mit regelmäßig stattfinden Modulen durchgeführt, steht aber auch als Express-Variante u.a. für Projekttage zur Verfügung. Zentrale Inhalte sind: Wohnungssuche und Bewerbung, Verträge und Finanzen, Heizen, Lüften und Energiesparen, Rechtliches sowie die Erprobung handwerklicher Fähigkeiten.