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Amerikanischer Infanterieoffizier Fred Zilian berichtet über die Umbruchszeit

Während seiner Tätigkeit als amerikanischer Verbindungsoffizier beim Deutschen Heer hatte der damalige Oberstleutnant Fred Zilian das Glück, jenen Prozess hautnah zu erleben, zu beobachten und wissenschaftlich zu untersuchen, der das Ende der NVA und den Beginn des neuen Deutschen Heeres markierte. Seine Überlegungen zu diesem historischen Umbruch trägt der Augenzeuge am Donnerstag, 4. Juni, um 17 Uhr in der Stadtbibliothek vor.
Der Vortrag basiert auf Forschungsarbeiten, die Fred Zilian in den Jahren von 1991 bis 1993 für seine Dissertation und sein später erschienenes Buch „From Confrontation to Cooperation: The Takeover of the National People's (East German) Army by the Bundeswehr“ durchführte. Zuvor war er im Heeresamt in Köln stationiert. Fred Zilian spricht nicht nur fließend Deutsch, sondern hat auch eine sehr persönliche Beziehung zu Deutschland. In seinen Darlegungen geht er im Detail auf die Herausforderungen ein, vor denen das Deutsche Heer stand. Dabei erörtert er die getroffenen Schlüsselentscheidungen, legt seine eigene Einschätzung dar und leitet abschließend einige Prinzipien allgemeiner Art ab, die dieser aus seiner Sicht erfolgreiche Prozess aufgezeigt hat.

Nach 21 Jahren als Infanterieoffizier in der US-Armee unterrichtete Fred Zilian von 1992 bis 2015 als Lehrer Geschichte, Ethik und Deutsch. Von 2016 bis 2022 lehrte er als Dozent für Geschichte und Politik an der Salve Regina University. Fred Zilian ist Autor zahlreicher Artikel, Essays und Buchrezensionen.
Der ehemalige Offizier folgt einer Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen-Anhalt, für die Franziska Schmidtke am Nachmittag durch das Gespräch führt. Alle interessierten Gäste sind herzlich zum Vortrag von Fred Zilian „Das Ende der NVA und der Beginn der Bundeswehr als Armee der Einheit“ eingeladen. Anmeldungen sind über die Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen-Anhalt möglich. Der Eintritt ist frei.

29.05.2026