Inhalt

Lesung und Gespräch mit der ukrainischen Schriftstellerin Natalka Sniadanko

Welche Erfahrungen machten Frauen und Schriftstellerinnen nach dem Ende der Sowjetunion und wie wirken diese bis in die Gegenwart? In ihrem aktuellen Text „Barbie und andere Mythen des osteuropäischen Feminismus“ eröffnet die ukrainische Schriftstellerin Natalka Sniadanko weibliche Sichtweisen in mittelosteuropäischen Staaten nach 1990. Am Dienstag, 2. Juni, ist die Autorin als viel beachtete Stimme der ukrainischen Literatur zur Lesung und zum Gespräch in der Stadtbibliothek zu Gast.
Die von Wolfram Tschiche moderierte Veranstaltung basiert auf dem jüngst erschienenen Sammelband „Durch den Eisernen Vorhang nach Europa. Osteuropa nach 1989“, in dem der Beitrag von Natalka Sniadanko veröffentlicht wurde. Themen des Gesprächs sind darüber hinaus die Situation schreibender Frauen im gegenwärtigen russischen Krieg gegen die Ukraine. Besonderes Augenmerk gilt dabei Schriftstellerinnen, die selbst an der Front kämpfen oder im Krieg ums Leben gekommen sind, darunter Jaryna Tschornohus, Viktoria Amelina und Olena Herasymjuk sowie weitere Autorinnen.
Geboren 1973 in Lviv (Ukraine), lebt und promoviert die freie Autorin, Übersetzerin und Publizistin Natalka Sniadenko gegenwärtig in Leipzig. Seit 2022 ist sie korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Bisher auf Deutsch erschienen von ihr die Romane „Sammlung der Leidenschaften", „Frau Müller hat nicht die Absicht, mehr zu bezahlen“ sowie „Der Erzherzog, der den Schwarzmarkt regierte, Matrosen liebte und mein Großvater wurde“.
Gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt lädt die Stadtbibliothek alle interessierten Gäste zur Lesung und zum Gespräch mit Natalka Sniadanko am Dienstag, 2. Juni, um 19.30 Uhr in die Zentralbibliothek, Breiter Weg 109, ein. Die Veranstaltung ist zugleich Teil des Projekts „Lesezeichen Demokratie“, der landesweiten Initiative, die von der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhaltins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die politische Bildung vor Ort zu stärken und demokratische Werte durch Literatur zugänglich zu machen. Der Eintritt ist frei.

28.05.2026