Inhalt

Besitzverbot für viele Arten

Mit der beginnenden Brut- und Setzzeit des Rehwildes erreichen die Stadtverwaltung vermehrt Anfragen zum Umgang mit verletzten oder hilfebedürftig erscheinenden Wildtieren. Die Landeshauptstadt bittet eindringlich darum, Wildtiere grundsätzlich in der Natur zu belassen.

 

„Für viele Wildtiere besteht nach dem Bundesnaturschutzgesetz ein sogenanntes Besitzverbot“, betont der Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit, Dr. Ingo Gottschalk. „Grundsätzlich ist der Verbleib in der Natur besser als eine Mitnahme, denn eine Gefährdungssituation ist für ungeübte Augen nur sehr schwer zu erkennen. Schlimmstenfalls schadet eine Mitnahme mehr als sie den Tieren nützt.“

 

Gerade bei Rehwild oder Hasen, aber auch bei vielen Vogelarten ist es üblich, dass der Nachwuchs vermeintlich allein zurückgelassen wird. Dies dient dem Schutz der Jungtiere und der Vermeidung des Anlockens von Fressfeinden durch den Eigengeruch. Die Elterntiere kehren fast immer zu den Jungtieren zurück.

 

Ausführliche Informationen bietet zum Beispiel die App „Wildtier SOS“ der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Sie ermöglicht eine schnelle, verständliche und situationsabhängige Einschätzung zur Tierart, der Fundsituation und zum Zustand des Tieres. Auch Stellen, bei denen verletze oder hilfebedürftige Wildtiere im Notfall abgegeben werden können, werden darin genannt. Im Großraum Magdeburg gehören der Tiergarten Bernburg, der Tierpark Köthen, die Klein- und Wildtierhilfe in Ballenstedt und der Tierpark Hexentanzplatz in Thale dazu.

22.05.2026