Lesung und Gespräch mit Eva Thöne: Weibliche Macht neu denken & Lesung und Gespräch über Meine verletzte Generation mit Carla Hinrichs
»Ein kluger, streitbarer Text über den schillernden Feminismus unserer Zeit« (Sophia Fritz)
Immer mehr Frauen arbeiten in Führungspositionen, gestalten Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Und doch fühlen sie sich in den Sphären der Macht und den patriarchalen Rollenbildern häufig fremd. Held, Genie, Visionär? Was, wenn sie das nicht sein wollen? Die Frage, wie weibliche Macht aussehen kann, ist unbeantwortet. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Frauen seit der Antike aus den klassischen Machtbereichen rausgehalten wurden. Eva Thöne beleuchtet die positiven Seiten und Potenziale von Macht und Erfolg – Selbstwirksamkeit, Wandel und Utopie – und fragt, wie ein feministisches, gerechtes und solidarisches Handeln möglich werden kann. Ein brillantes und aufrüttelndes Buch über die große Leerstelle im feministischen Diskurs.
Eintritt: VVK 12 Euro, AK 15 Euro, erm 10 Euro.
Karten gibt es im Literaturhaus Magdeburg:
Eva Thöne
Eva Thöne, geboren 1986, hat Publizistik, Politik- und Filmwissenschaft in Mainz und Tromsø studiert und die Deutsche Journalistenschule absolviert. Sie war freie Mitarbeiterin für »Frankfurter Rundschau«, »Süddeutsche Zeitung«, »taz«, »Die Zeit« und ZDF, bevor sie 2016 Redakteurin bei SPIEGEL ONLINE wurde. Seit 2019 leitet sie das Kulturressort von DER SPIEGEL.
Meine verletzte Generation. Wie der Staat uns alle verrät
»Carla Hinrichs schreibt mit einer Dringlichkeit, die ihren politischen Schmerz in eine poetische Analyse verwandelt.« Samira El Ouassil
Carla Hinrichs schläft noch, als ein Einsatzkommando unter Berufung auf § 129 StGB ihre Wohnung stürmt. Der Vorwurf: Bildung einer kriminellen Vereinigung, der Letzten Generation. Die Jurastudentin aus Bremen, die sich dafür einsetzt, dass Gesetze auch vom Staat eingehalten werden, landet nun selbst dafür vor Gericht. Dieses Buch ist ein erschütterndes Zeugnis davon, wie verletzt unsere Demokratie ist und der dringliche Appell, die eigenen Grundrechte immer wieder aktiv zu nutzen – solange wir sie noch haben.
Hier geht es nicht um die Klimakrise. Hier geht es um die Demokratie und um die Autokratisierung unseres Staates. Und um den Paragraphen 129 StGB. Ein Gesetz, das die Staatsanwaltschaft im Kampf gegen Terror und Mafia bemächtigen soll und das missbraucht wird, um Grundrechte wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit zu unterdrücken. Die Anklage gegen Carla Hinrichs und die Letzte Generation wird dadurch zu einem Präzedenzfall gegen die Zivilgesellschaft. Denn ihr Protest war stets gewaltfrei, doch nun droht ihnen Gefängnis.
Spannend, emotional und aufrüttelnd erzählt Carla Hinrichs hier die Geschichte einer politisch engagierten jungen Frau und einer der kontroversesten Bewegungen der letzten Dekade.
»Aktivist:innen zu kriminalisieren, ist ein Angriff auf unsere Grundrechte.« Amnesty International
Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Moritzhof Magdeburg / Artist e.V. in der Reihe UND NU?!
Eintritt: 0 EUR / 6 EUR / 11 EUR
Tickets über das Literaturhaus:
Carla Hinrichs
Carla Hinrichs, geboren 1997, ist Klimaaktivistin und Autorin. Sie wuchs in Bremen auf, während ihrer Schulzeit war sie politisch aktiv bei Amnesty International. 2015 begann sie ein Jurastudium, das sie bis zum ersten Staatsexamen verfolgte. Aber die Klimakrise kam dazwischen. Ab 2022 engagierte sie sich bei der Letzten Generation, war in Talkshows zu Gast, sprach auf Podien oder kommentierte vor Ort die Proteste.