Eva Wybrands
"Über 800 Jahre haben Menschen aus Ländern des heutigen Osteuropas die Magdeburger Stadtväter - und -mütter als Schöffen um einen Vorschlag für einen gerechten und vernünftigen Lösungsvorschlag ihrer zwischenmenschlichen Konflikte gebeten.
Wer sich um einen Schöffenspruch aus Magdeburg bemühte, wollte eine Lösung, mit der möglichst alle am Streit beteiligten leben konnten. Die Botschaften, die die Stadt für ein friedliches Zusammenleben aussandte, waren so überzeugend, dass sie von mehr als 1.000 Städten adaptiert wurden.
Diese Stadt sendet heute mit der Ernennung des Kaiser Otto Preises wieder Botschaften:
- In einer kritischen Zeit eine Botschaft für ein weltoffenes Europa in Vielfalt und gemeinsamer europäischer Werte.
- Eine Botschaft der Anerkennung von sichtbaren und erlebbaren Vorbildern für ein außergewöhnliches europäisches Engagement.
- Eine Botschaft, die Mut macht, europäische Werte aktiv zu leben und weiterzutragen."
Vita
Eva-Maria Wybrands, wurde 1951 in Niendburg/Weser geboren und studierte Germanistik, Anglistik, Philosophie und Pädagogik in Göttingen sowie Großbrittanien. Von 1970 bis 2002 arbeitete sie als Lehrerin an verschiedenen Gymnasien sowie in der Lehrerfort- und -weiterbildung in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
Von 2002 bis 2006 war sie Mitglied im Landtag von Sachsen-Anhalt und europapolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. Anschließend war Eva Wybrands bis 2016 im Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft für Internationale Kooperation und EU-Fördermittel für Wissenschaft und Forschung tätig.
Seit 1998 ist sie aktives Mitglied in frauenpolitischen Gremien und unter anderem Vorsitzende der Internationalen Kommission „Mass Media and Information Commission “ sowie „Culture, Science and Education“ der Europäischen Frauen Union. Außerdem ist sie seit 1999 Vorsitzende des Vereins „Offene Türen e.V." . sowie Mitinitiatorin und Organisatorin des Projektes „Magdeburger Recht für Schülerinnen und Schüler“ mit Grundschülerinnen und Grundschülern aus Magdeburg und aus Ländern des Magdeburger Stadtrechts.