Dr. Dr. h. c. Johann Schneider
"Der Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg ist ein öffentliches Zeichen von interkultureller und realpolitischer Verständigung in Europa. Er schlägt die Brücke nach Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Wenn man bedenkt, wie oft das schöne Magdeburg mit Gewalt zerstört und die Menschen verletzt wurden, ist der Preis ein sichtbares Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung und ein Protest gegen Gewalt.
Christen, Juden und Muslime bleiben als Anker für ein friedliches Zusammenleben in unserer Gesellschaft unverzichtbar, da sie die Freiheit und Würde jedes Menschen vor Gott bezeugen und dem Hass zwischen Menschen und Gruppen öffentlich widersprechen.
Die Preisverleihung an den Präsidenten Rumäniens, Klaus Johannis, im Jahr 2020 im Dom hat mir gezeigt, dass das Magdeburger Recht, das auch für uns Siebenbürger Sachsen maßgeblich war, als ideeller Rechtsrahmen bis heute wirksam bleibt. Der Preis ist das europäische Gesicht für die Offenheit Magdeburgs."
Vita
Dr. Dr. h. c. Johann Schneider wurde 1963 im siebenbürgischen Mediasch (Rumänien) geboren. Nach der Lehre als Werkzeugmacher studierte er Theologie in Neuendettelsau, Tübingen, München, Erlangen und Rom.
Später war er als Pfarrer und Dozent an der Universität Erlangen, beim Diakonischen Werk der EKD und beim Lutherischen Weltbund tätig. Seit 2007 war Dr. Schneider theologischer Oberkirchenrat im Kirchenamt der EKD in Hannover und hat dort insbesondere im ökumenischen Bereich gearbeitet.
Im November 2011 wurde Dr. Johann Schneider von der Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland zum Regionalbischof des Propstsprengels Halle - Wittenberg gewählt.
2017 wurde ihm auf Vorschlag der Theologischen Fakultät von der Universität „Lucian Blaga“, Sibiu-Hermannstadt (Rumänien) die Ehrendoktorwürde verliehen.
Dr.Schneider ist verheiratet und hat zwei Söhne.