Prof. Dr. Armin Willingmann
"Europa steht unter Druck. Mit seinem völkerrechtswidrigen Überfall auf die Ukraine gefährdet Russland die Sicherheit Europas, seit mehr als vier Jahren tobt ein blutiger Krieg auf dem europäischen Kontinent. Im Westen wiederum ist es die Trump-Administration, die nicht nur die Nato infragestellt. Sie versucht vielmehr, mit Zollpolitik und Unterstützung populistischer Bewegungen Europa wirtschaftlich und politisch zu schwächen.
Die Bedrohungen kommen aber nicht nur von außen, sondern auch von innen. Immer wieder stellen rechtspopulistische Bewegungen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit infrage. Gerade in einer solchen Phase braucht es sichtbare Zeichen für Zusammenhalt und gemeinsame Werte. Der Gedanke eines geeinten Europas ist keine Selbstverständlichkeit.
Der Kaiser-Otto-Preis der Stadt Magdeburg kann eine politische und gesellschaftliche Signalwirkung entfalten. Er würdigt Persönlichkeiten, die sich um die europäische Idee verdient gemacht haben und rückt genau jene Werte in den Mittelpunkt, die Europa zusammenhalten."
Vita
Prof. Dr. Armin Willingmann wurde 1963 in Donslaken/Niederrhein geboren. Er studierte Rechtswissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Geschichte an den Universitäten in Mainz, München (LMU) und Köln und erlangte 1990 sein erstes juristisches Staatsexamen. Anschließend machte er für sein zweites Staatsexamen ein Rechtsreferendariat in Bremen, Rostock und Hamburg. Von 1994 bis 1999 arbeitete er als Rechtsassessor in einer Anwaltskanzlei in Rostock und Berlin sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Rostock. In dieser Zeit promovierte er und war anschließend bis 2003 als Professor für Deutsches, Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht an der Hochschule Harz tätig. Von 2003 bis 2016 war er Rektor an der Hochschule Harz und von 2008 – 2016 auch Präsident der Landesrektorenkonferenz Sachsen-Anhalt.
2016 war er Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt bevor er Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt wurde. Seit 2021 ist er Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt und erster stellvertretender Ministerpräsident.