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Der literarische Mai im Literaturhaus Magdeburg und in der Stadt

Das Literaturhaus ist thematisch sehr weitgefächert aufgestellt und widmet sich dem Thema Fußball, sowie dem eigenen Kreativsein sowie führt eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der RLS Sachsen-Anhalt anlässlich der Bücherverbrennung 1933 durch mit dem Lesen gegen das Vergessen. 

Dienstag, 5. Mai 2026, 18:15 Uhr, Audimax (Haus 15) der Hochschule Magdeburg-Stendal

Lesung und Gespräch mit Christoph Ruf: Die Ultras – eine raumgreifende Fankultur

Von Magdeburg bis Kaiserslautern, von Rostock bis Burghausen – die Ultras sind nicht zu übersehen. Im Stadion schon gar nicht, aber eben auch nicht in den Städten, in denen Tags, Graffities und Millionen von Stickern nicht nur Eingeweihten zeigen, in wessen Revier sie sich gerade aufhalten.

Ultras sehen nicht nur die Kurve, sondern den gesamten öffentlichen Raum als ihr Territorium. Und damit im Zweifelsfall auch als Freiraum, um eine kreative Fankultur zu leben und Botschaften zu transportieren, die im engeren und weiteren Sinne politisch sein können. Immer wieder testet und überschreitet die aktive Fanszene dabei auch Grenzen. Und nicht immer ist das so offensichtlich wie bei den Vorfällen rund um das Derby FCM gegen Dynamo Dresden. In seinem Vortrag referiert der freie Journalist Christoph Ruf, der die Ultraszene grundsätzlich positiv sieht, über das Spannungsverhältnis zwischen Fankultur und öffentlichem Raum. Er liest dabei auch kurze Passagen aus seinen Büchern „Kurvenrebellen, die Ultras“ und „Genug geredet – die Reformunfähigkeit des Fußballs und die Inkonsequenz der Fans“.

Mit anschließender Diskussion

Christoph Ruf ist freier Journalist und Autor und schreibt regelmäßig für die Süddeutsche Zeitung, den Spiegel, Spiegel-Online, die Berliner Zeitung, taz und andere Medien.
Auch Im Bereich der politischen Bildung (Moderationen, Referate, Erstellen von Dokumentationen) ist Christoph Ruf aktiv.
Seine Themenschwerpunkte sind sport- sowie fanpolitische Themen sowie Diskriminierung und Rechtsextremismus.
Unter anderem sind von ihm die Bücher „Bundesliga anders - Der SC Freiburg und die Ära Streich“, „Kurvenrebellen“, „Reisen in die Fußballprovinz“, „In der NPD“, „Was ist links?“ oder „Ohne Fußball wär`n wir gar nicht hier“ erschienen.

In Kooperation mit der Hochschule Magdeburg Stendal und dem Fanprojekt Magdeburg im Rahmen der Ringvorlesung „Ist der Fußball noch zu retten?“ der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Eintritt frei

Kreativangebote

Donnerstag, 7. Mai 2026, ab 16:30 Uhr, Literaturhaus Magdeburg

Bastelnachmittag im Literaturhäuschen: Nimm dir ein Herz!

Das Herz als Symbol der Liebe soll im Mittelpunkt unseres Kreativangebots im Mai stehen. Kleben, schneiden, reißen - am Ende kann jedes Kind mindestens ein Herz mit nach Hause nehmen.

Ein Kreativangebot für Kinder ab 5 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen.

Samstag, 9. Mai 2026, 15:00 Uhr, Literaturhaus Magdeburg

Ü30 basteln | kneten statt klubben: Urbane Spurensuche

Magdeburg ist voller Geschichten – manche springen ins Auge, andere schlummern unentdeckt im Alltäglichen:
in Pflastersteinen, Türrahmen, Gullydeckeln oder Wänden. In diesem offenen Mitmach-Workshop geht es darum, diese verborgenen Spuren sichtbar zu machen.

Mit Knetmasse, Stempelfarbe und neugierigem Blick entstehen unter freiem Himmel ganz persönliche Abdrücke von urbanen Strukturen. Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Fundstücke zu kartieren – und gemeinsam entsteht so eine künstlerische Landkarte Magdeburg-Buckaus, geformt aus den kleinen Dingen, die wir sonst oft übersehen.
Ein Angebot für alle, die ihre Stadt mit neuen Augen sehen möchten:

Ob spontane Flaneure, kreative Nachbarinnen oder kunstinteressierte Tourist*innen – hier darf jede Person mitmachen, beobachten, drucken, entdecken. Und das Beste: Am Ende darf jede Person ein individuelles Kunststück mit nach Hause nehmen.

Wir erheben einen Unkostenbeitrag in Höhe von 10 Euro - eine Limo ist dabei inklusive.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen unter: 0391 4044995 oder info@literaturhaus-magdeburg.de

Lesen gegen das Vergessen

Sonntag, 10. Mai 2026, ab 14:00 Uhr, Hundertwasserhaus (vor dem Fabularium)

Lesen gegen das Vergessen – Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Bücherverbrennung

Am 10. Mai 1933 warfen Studenten, Professoren und Mitglieder nationalsozialistischer Parteiorgane die Werke der von ihnen „verfemten Autoren“ ins Feuer. Geplant und organisiert wurde die Aktion von der NSDAP, der Hitlerjugend, Körperschaften der SA und der Deutschen Studentenschaft.

Dabei wurden nicht nur Bücher der sogenannten schönen Literatur, sondern auch Werke der Kunst-, Politik- und Staatswissenschaft verbrannt. Werke von Autoren und Autorinnen wie beispielsweise Johannes R. Becher, Bertolt Brecht, Arnold und Stefan Zweig oder Kurt Tucholsky wurden an diesem Abend dem Feuer preisgegeben.
Rund 90 Jahre später nehmen die Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen-Anhalt und das Literaturhaus Magdeburg diesen Tag zum Anlass, um an die Taten der Nazis zu erinnern und ein Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus, Intoleranz und jegliche Form von Fremdenfeindlichkeit zu setzen.

Eröffnet wird die Veranstaltung von Sabine Dirlich (Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen-Anhalt) und Sarah Thäger (Literaturhaus Magdeburg), die verschiedene Akteur:innen aus der Stadt dazu eingeladen haben, kurze Texte von Autoren und Autorinnen zu lesen, deren Werke 1933 verbrannt worden sind.

Zu den Lesenden an diesem Tag gehören unter anderem: Marion Bach (Zwickmühle), Antonia Kaloff, Lars Johansen, Maik Hattenhorst (Stadtbibliothek Magdeburg), Wolfram Wahle und Dorle Lange (Fabularium).
Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Ultracello (Matthias Marggraff).

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen-Anhalt und des Literaturhauses Magdeburg.

29.04.2026