Schillers Jungfrau Ein Theaterabend am 25. April 2026 um 19.30 Uhr im Forum Gestaltung
Friedrich Schiller, der selbst nicht unbedingt Sympathie für seine Hauptfiguren aufbringen musste, um ihnen ein Stück zu widmen – beispielhaft sein „Wallenstein“, dessen Protagonist ihm persönlich so fremd war, dass er ihm „kaum eine Neigung abgewinnen kann“ (so geschrieben in einem Brief 1796) – schenkte jedoch der legendären Heiligen Jeanne d’Arc ein Stück, in dem sie zweifelsfrei im Auftrag einer höheren Macht handelt, mit übermenschlichen Kräften Kämpfe gegen erfahrene Soldaten für sich entscheidet und für ihr Land brennt – wenn auch nur im übertragenen Sinne. Denn anders als die historische Johanna, endet die Figur nicht auf dem Scheiterhaufen, sondern „darf“ tapfer als Märtyrerin auf dem Schlachtfeld sterben. Es ist unverkennbar, dass Schiller die Heilige und ihren Mut hochleben lassen will.
„Schillers Jungfrau“ aber versucht zu verstehen, welche Beweggründe, welches Ego tatsächlich hinter einer selbsternannten Gottgesandten stecken könnten, einer „Gauklerin, die die gelernte Rolle der Heldin spielt“, und warum das Streben nach Bedeutung sowohl Figur als auch Künstler betrifft.
Tickets
Tickets gibt es im Forum Gestaltung: 15,00 € | 10,00 € ermäßigt