Geplante Brücke über die Alber-Vater-Straße
Die Ausschreibung für die Planung und den Ersatzneubau der Ringbrücke über die Albert-Vater-Straße wurde in dieser Woche auf der Seite der Deutschen e-Vergabe veröffentlicht. Bis spätestens 2029 soll die neue Brücke in Betrieb genommen werden. Neben der Ringbrücke über die Bundesstraße 1 werden bis 2030 noch drei weitere Ringbrücken erneuert. Anmeldeschluss für die Einreichung der Teilnahme-Anträge ist der 30. April.
„Die beiden Teilbauwerke der Ringbrücke über die Bundesstraße 1 in der Albert-Vater-Straße befinden sich einem sehr schlechten baulichen Zustand“, begründet Oberbürgermeisterin Simone Borris den geplanten Neubau. „Vor allem die ausgeprägten Betonschäden an den Pfeilern und Kragarmen des Überbaus beeinträchtigen die Standsicherheit des Bauwerkes maßgeblich. Die Schäden erforderten 2023 bereits eine kurzfristige bauliche Sicherung mit Fangnetzen zum Schutz des darunter verlaufenden Verkehrs. Weil eine Instandsetzung wirtschaftlich nicht mehr vertretbar ist, muss das Bauwerk abgebrochen und an gleicher Stelle erneuert werden.“
Das Projekt zur Erneuerung der Ringbrücke über die B1 soll auf Basis des kooperativen Mehrparteienvertragsmodells der Integrierten Projektabwicklung (IPA) als Pilotprojekt im sogenannten „Magdeburger Modell“ umgesetzt werden. Um interessierte Unternehmen über das neue Vergabe- und Beschaffungsverfahren zu informieren, fanden im Februar mit einem sogenannten Marktmonolog und einem anschließenden Marktdialog zwei Informationsveranstaltungen der Landeshauptstadt Magdeburg statt.
Bei dem mehrstufigen Vergabeverfahren können nun bis Anfang Juli 2026 alle interessierten Bewerberinnen und Bewerber ein Erstangebot abgeben. Anschließend wird der Bieterkreis auf drei Bietende reduziert, die dann zu einem endgültigen Angebot aufgefordert werden. Ende November 2026 sollen dann die Partner für Planung und Bau vertraglich feststehen, sodass voraussichtlich Mitte des Jahres 2027 der Bau abschnittsweise mit der Erneuerung des östlichen Teilbauwerks beginnen kann.
„Ziel ist es, während der Abbruch- und Bauphase den Verkehr so weit wie möglich aufrecht zu erhalten“, blickt die Oberbürgermeisterin voraus. Daher soll zuerst ein Teilbauwerk der Ringbrücke erneuert werden, damit der Verkehr jeweils einspurig über das andere Teilbauwerk rollen kann. Im Anschluss – voraussichtlich bereits Mitte 2028 – kann das erste neue Teilbauwerk in Betrieb genommen werden, während parallel auf der westlichen Seite der zweite Teil des Ersatzneubaus entsteht.
Bis 2030 sollen neben der neuen Ringbrücke über die Bundesstraße 1 auch die Brücken über die Ernst-Reuter-Allee am Damaschkeplatz, über die Brenneckestraße und über die Wiener Straße erneuert sein. Die Ausschreibungen dafür folgen schrittweise noch in diesem Jahr.
Bis 2035 folgen dann die Erneuerung der Ringbrücken über die Liebknechtstraße und den Fermersleber Weg sowie des Brückenkomplexes über die Halberstädter Straße, die Sudenburger Wuhne und die Gleise der Deutschen Bahn.
Alle Informationen zu den Brücken und der Verkehrssituation des Magdeburger Rings stehen auch unter www.magdeburg.de/ErsatzneubauRingbrücken im Internet zur Verfügung.