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27. Magdeburger Telemann-Festtage mit 10.500 Gästen zu Ende gegangen

Mit dem festlichen Abschlusskonzert mit Amanda Forsythe (Sopran) und dem Boston Early Music Festival Orchestra unter der Leitung von Paul O’Dette und Stephen Stubbs gingen gestern Nachmittag die 27. Magdeburger Telemann-Festtage erfolgreich zu Ende. Unter dem Motto „Musik – Macht – Telemann“ präsentierten etwa 500 Künstlerinnen und Künstler aus mehr als 30 Ländern vom 13. bis zum 22. März ein spannendes und thematisch vielfältiges Programm.

Das zehntägige Festival begrüßte zu mehr als 50 Veranstaltungen ca. 10.500 Gäste aus dem In- und Ausland in Telemanns Geburtsstadt, darunter aus Australien, Belgien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und den USA. Damit wurde eine Auslastung von 87 % erreicht. Auf dem Programm standen neben 21 Hauptveranstaltungen, darunter vier szenische Aufführungen, außerdem Lunch-Konzerte, öffentliche Proben, Schulkonzerte, eine Junior-Masterclass, eine Internationale Wissenschaftliche Konferenz, eine Filmreihe sowie Stadtführungen.

Rückblick auf die Festivaltage

„Eindrucksvoll wurde der fantastische Reichtum der wirkmächtigen Musiksprache Telemanns erlebbar. Herausragende Interpretationen begeisterten das Publikum und machten das Festival zu einem mitreißenden Ereignis“, resümiert Dr. Carsten Lange, Direktor des Zentrums für Telemann-Pflege und -Forschung Magdeburg.

Die hochkarätig besetzten Konzerte versammelten zahlreiche renommierte Ensembles in Magdeburg, darunter Il Gardellino Orchestra (Belgien) unter der Leitung von Peter Van Heygen, L’Apothéose (Spanien), Vox Luminis und das Freiburger Barockorchester unter der Leitung von Lionel Meunier, die Akademie für Alte Musik Berlin unter der Leitung von Francesco Corti, die Kölner Akademie unter der Leitung des Telemann-Preisträgers 2026, Michael Alexander Willens, das Händelfestspielorchester Halle unter der Leitung von Attilio Cremonesi, das Ensemble Polyharmonique
und das Wrocław Baroque Orchestra (Polen) unter der Leitung von Alexander Schneider, die Ensembles des Boston Early Music Festival (USA) unter der Leitung von Paul O’Dette und Stephen Stubbs, das Ensemble 1700 unter der Leitung von Dorothee Oberlinger, das B’Rock Orchestra und Vocal Consort (Belgien) unter der Leitung von Johanna Soller und das Ensemble Le Passion de l’Âme (Schweiz) unter der Leitung von Mereth Lüthi.

Die Schwerpunkte des Festivals

Ein besonderes Augenmerk richtete das Festival in diesem Jahr auf die Vermittlung Alter Musik an die junge Generation. So präsentierten das Boston Early Music Festival sowie Dorothee Oberlinger gemeinsam mit ihrem Ensemble 1700 Auszüge der Serenata „Don Quichotte auf der Hochzeit des Comacho“ von Telemann bzw. aus der Oper „Orlando generoso“ von Agostino Steffani in verschiedenen Partnerschulen.

Dabei erhielten Schülerinnen und Schüler spannende Informationen über historische Hintergründe und musikalische Besonderheiten der vorgestellten Werke.

Bereits im Vorfeld der Magdeburger Telemann-Festtage wurde außerdem wieder das seit 1994 regelmäßig
veranstaltete Musikvermittlungsprojekt „Telemann für Schüler“ gemeinsam mit 22 Grundschulen in Magdeburg und Umgebung durchführt. Unter dem Titel „Von Rittern und Windmühlen“ machte in diesem Jahr das Alte-Musik-Ensemble Marsyas Baroque Grundschülerinnen und Grundschüler in einem Mitmachkonzert mit der Geschichte von Don Quichotte und der Musik des 18. Jahrhunderts vertraut.

Ausblick 

Der 14. Internationale Telemann-Wettbewerb, der im Wechsel mit den Magdeburger Telemann-Festtagen stattfindet, ist für den Zeitraum vom 11. bis zum 21. März 2027 geplant. Er wird in der Kategorie historische Holzblasinstrumente (Blockflöte, Traversflöte, Barockoboe) ausgetragen. Wettbewerbspräsidentin ist Dorothee Oberlinger.

Die 28. Magdeburger Telemann-Festtage finden vom 10. bis zum 19. März 2028 statt und widmen sich insbesondere der frühen Schaffensperiode Telemanns sowie der Musik von Komponisten, die ihn inspirierten.

23.03.2026