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Veranstaltungen im Rahmen der Frauenaktionstage des Literaturhauses

Die Magdeburger Frauenaktionstage machen mit vielfältigen Veranstaltungen im Literaturhaus Station und zeigen die Vielfalt der Entwicklungen der Gleichstellung der Frauen.

Donnerstag, 26. Februar 2026, 17:00 Uhr

Vernissage Girlhood – eine Ausstellung über Einzigartigkeit, Solidarität und Selbstbestimmung

Girlhood zeigt, was junge FLINTA* (Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen) erleben, fühlen und aushalten – und was sie stark macht. In kurzen Comics werden Erfahrungen erzählt, die lustig sein können, wütend machen, Mut schenken oder schmerzhaft ehrlich sind. Jede einzelne Story steht für sich und macht sichtbar, wie unterschiedlich und gleichzeitig verbunden diese Lebensrealitäten sind.

Die Ausstellung versteht sich auch als Werkzeug: Fachkräfte können die Comics nutzen, um Gespräche über Themen wie Körper, Grenzen, Identität oder sexualisierte Gewalt zu öffnen – direkt, kreativ und ohne hohe Hürden. Besucher*innen werden eingeladen, aufmerksam mit sich selbst umzugehen und sich Raum zu nehmen, wenn Inhalte herausfordernd sind.

Girlhood ist geprägt von feministischen Perspektiven und klaren Statements gegen Gewalt, Sexismus und Ungerechtigkeit. Entstanden zwischen 2024 und 2025, gewachsen aus Workshops mit Mädchen* und Fachkräften, aus Social-Media-Erzählungen und zahlreichen persönlichen Erfahrungsberichten, verbindet die Ausstellung Kunst und Haltung. Zwei Ebenen – Comic und Statement – stärken sich dabei gegenseitig und machen die Ausstellung zu einem Ort des Lernens, Fühlens und Empowerments.

Comicausstellung in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V.

Die Ausstellung kann ab dem 26. Februar bis 8. Mai besichtigt werden.
Öffnungszeiten:
Mo-Mi: 10:00 bis 15:00 Uhr
Do: 10:00 bis 18:00 Uhr
Fr: 10:00 bis 13:00 Uhr
Jeden zweiten und vierten Samstag: 14:00 bis 18:00 Uhr

Rebekka Endler: Witches, Bitches, It-Girls

Freitag, 24. April, 19:00 Uhr

Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen

Das Patriarchat ist kein Mythos. Bestsellerautorin Rebekka Endler macht sich in ihrem neuen Buch auf die Suche nach den Ursachen des Patriarchats und geht der Frage nach, welche misogynen Mythen bis heute unser Denken und Handeln bestimmen.

Witches, Bitches, It-Girls ist eine anekdotische Spurensuche, die durch die lange Menschheitsgeschichte führt. Rebekka Endler blickt dabei in den Maschinenraum des Patriarchats, beschäftigt sich mit der Kanonisierung in der Kunst, mit der Epoche der Romantik, mit der sogenannten Normalität und mit feministischen Wellen, mit Cancel-Culture und Transfeindlichkeit – und fragt: Was bringt so viele Frauen heute noch dazu, von einem rettenden Märchenprinzen zu träumen? Warum werben sogenannte Tradwives für ein Leben als Hausfrau und Mutter? Was steckt hinter der Mommy-Blogger-Welle, und welche Funktion haben Frauenbilder wie Witches, Bitches und It-Girls?

Humorvoll, schlagfertig und kämpferisch zeigt Rebekka Endler, wie wir alle das Patriarchat Tag für Tag am Laufen halten – und wie wir es dennoch verändern können, wenn wir das System dahinter verstehen und angreifen.
«Rebekka Endler erzählt […] mit Ironie und Humor von den unhinterfragten Ungerechtigkeiten im Alltag zwischen Frau und Mann.» NDR KULTUR über Das Patriarchat der Dinge

Eintritt: VVK 12 Euro, AK 15 Euro, erm. 10 Euro. Karten gibt es im Literaturhaus Magdeburg. 

In Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V.

Weibliche Macht neu denken mit Eva Thöne

Montag, 18. Mai 2026, 19:00 Uhr

»Ein kluger, streitbarer Text über den schillernden Feminismus unserer Zeit« (Sophia Fritz)

Immer mehr Frauen arbeiten in Führungspositionen, gestalten Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Und doch fühlen sie sich in den Sphären der Macht und den patriarchalen Rollenbildern häufig fremd. Held, Genie, Visionär? Was, wenn sie das nicht sein wollen? Die Frage, wie weibliche Macht aussehen kann, ist unbeantwortet. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Frauen seit der Antike aus den klassischen Machtbereichen rausgehalten wurden. Eva Thöne beleuchtet die positiven Seiten und Potenziale von Macht und Erfolg – Selbstwirksamkeit, Wandel und Utopie – und fragt, wie ein feministisches, gerechtes und solidarisches Handeln möglich werden kann. Ein brillantes und aufrüttelndes Buch über die große Leerstelle im feministischen Diskurs.

Eva Thöne, geboren 1986, hat Publizistik, Politik- und Filmwissenschaft in Mainz und Tromsø studiert und die Deutsche Journalistenschule absolviert. Sie war freie Mitarbeiterin für »Frankfurter Rundschau«, »Süddeutsche Zeitung«, »taz«, »Die Zeit« und ZDF, bevor sie 2016 Redakteurin bei SPIEGEL ONLINE wurde. Seit 2019 leitet sie das Kulturressort von DER SPIEGEL.

Eintritt: VVK 12 Euro, AK 15 Euro, erm. 10 Euro. Karten gibt es im Literaturhaus Magdeburg oder über

In Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V.

24.02.2026