Fairtrade-Schools: So werden Schulen Teil einer bundesweiten Bewegung für eine gerechte Welt
Warum Fairtrade-School werden?
Die Fairtrade-Schools-Kampagne bietet Schulen eine starke Grundlage, um faires und nachhaltiges Handeln im Schulalltag zu verankern. Sie macht globale Zusammenhänge verständlich und zeigt konkret, dass lokales Handeln eine weltweite Wirkung hat. Als Teil der internationalen Bildungskampagne „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) unterstützt die Kampagne Schulen dabei, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Mit dem Titel „Fairtrade-School“ können Schulen ihr Engagement sichtbar machen und zeigen, wie kreativ sie sich an ihrer Schule und darüber hinaus für fairen Handel einsetzen, sei es gegenüber Mitschülerinnen und Mitschülern, Eltern oder der ganzen Schulgemeinschaft. Durch die Vernetzung und den Austausch mit anderen aktiven Fairtrade-Schools profitieren die Teilnehmenden von gemeinsamen Erfahrungen und neuen Impulsen. Zudem besteht die Möglichkeit, an den Fairtrade-Schüler*innenakademien teilzunehmen, bei denen junge Menschen in Workshops und Trainings zu Fairtrade-Botschafter*innen ausgebildet werden. Die Kampagne fördert auch das Zusammenwirken mit lokalen Akteuren, um gemeinsam Aktionen zu gestalten und den fairen Handel vor Ort sichtbar und erlebbar zu machen.
Durch die Teilnahme an der Kampagne fördern Schulen wichtige Zukunftskompetenzen wie Teamarbeit, Lern- und Veränderungsbereitschaft, Kritisches Denken, Kreativität und globales Denken. Schulen setzen sich dadurch aktiv für gerechtere Lebens- und Arbeitsbedingungen im globalen Süden ein und werden zu Lern- und Gestaltungsorten für nachhaltige Entwicklung.
Was bietet die Kampagne?
- kostenfreie Teilnahme für jede Schulform
- praxisnahe Unterrichtsmaterialien und Aktionsideen
- bundesweite Vernetzungstreffen und digitale Austauschformate
- gemeinsame Aktionen, z.B. zur Fairen Woche
- Fairtrade-Schüler*innenakademie mit Workshops und Trainings
Wie wird eine Schule zur Fairtrade-School?
Alle Schulen in Deutschland, ganz unabhängig von ihrer Schulform, können sich um den Titel „Fairtrade-School“ bewerben. Die Teilnahme an der Kampagne ist kostenlos. Voraussetzung für die Auszeichnung ist, dass fünf definierte Kriterien erfüllt werden, die das Engagement für den fairen Handel auf verschiedene Ebenen des schulischen Alltags sichtbar machen.
Alle Schritte sind auf der Website der Fairtrade-School ausführlich beschrieben, inklusive Checklisten, Formulare und Beispiele anderer Schulen.
Die fünf Kriterien zur Auszeichnung
(1) Fairtrade-Schulteam gründen: Schüler*innen, Lehrkräfte, weitere Personen der Schulgemeinschaft
(2) Fairtrade-Kompass erstellen: Ziele und Maßnahmen schriftlich festhalten
(3) Fairtrade-Produkte verwenden: z.B. im Schulkiosk, Lehrerzimmer, Veranstaltungscatering
(4) Fairtrade im Unterricht: regelmäßig in mindestens zwei Jahrgängen Themen wie Fairtrade, globale Gerechtigkeit etc. behandeln
(5) Schulaktionen durchführen: kreative Projekte, Ausstellungen, Fairtrade-Tage
Sind die fünf Kriterien erfüllt, verleiht Fairtrade Deutschland offiziell den Titel „Fairtrade-School“. In Deutschlang gibt es derzeit 1.027 Fairtrade-Schools. In Sachsen-Anhalt gibt es bisher eine Fairtrade-School in Wernigerode, jeweils eine Schule in Magdeburg, Allstedt und Halle sind derzeit im Prozess Fairtrade-School zu werden.
Im September 2025 fand erstmals die Fairtrade-Schüler*innenakademie in Sachsen-Anhalt, im Magdeburger Rathaus, statt.