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Höchste Auszeichnung für bürgerschaftliches Engagement in Magdeburg

Der Adelheid-Preis 2025 wurde heute an die stadtbekannte Initiatorin Waltraut Zachhuber verliehen. Mit dem Adelheid-Preis 2024 wurde der engagierte Jugendrotkreuz-Leiter Michael Meyer ausgezeichnet. In einer gemeinsamen Preisverleihung im Kulturhistorischen Museum wurden die beiden Magdeburger Persönlichkeiten für ihr ehrenamtliches gesellschaftliches Engagement geehrt. Ihr Wirken wurde zudem durch die Laudationen ihrer Wegbegleiter Britta Goehring und Oberkirchenrat i. R. Thomas Begrich gewürdigt.

 

„Michael Meyer widmet sich der Sicherung und Rettung von Menschenleben in unserer Stadt und leitet Kinder und Jugendliche darin an, selbst zu Helden zu werden. Waltraut Zachhuber ist eine Magdeburger Persönlichkeit, die sich auf vielfältige Weise für ein tolerantes Miteinander in Magdeburg einsetzt und das größte Zeichen der Versöhnung – die Neue Synagoge – erst möglich gemacht hat“, fasste Oberbürgermeisterin Simone Borris das gesellschaftliche Wirken der beiden Preisträger zusammen. „Ihr Engagement ist wirklich ein außergewöhnliches Glück für Magdeburg und ich danke ihnen von Herzen für die vielen Momente der Menschlichkeit, die sie unserer Stadtgesellschaft zuteilwerden lassen haben.“

 

Der Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit und Kuratoriumsvorsitzende Dr. Ingo Gottschalk betonte: „Als Stadtverwaltung wollen wir bürgerschaftliches Engagement würdigen und weiter stärken. Der Adelheid-Preis ist daher nicht nur eine Ehrung persönlichen Wirkens, sondern unterstützt mit einem Preisgeld von jeweils 1.000 Euro die sozialen Projekte der Preisträgerinnen und Preisträger. Ich gratuliere Michael Meyer und Waltraut Zachhuber und bedanke mich für ihren vorbildlichen Einsatz für das Allgemeinwohl.“

 

Adelheid-Preisträger 2024: Michael Meyer

Der 35-jährige Magdeburger Michael Meyer ist als Oberbrandmeister bei der Berufsfeuerwehr Magdeburg tätig, doch das Deutsche Rote Kreuz ist wie eine zweite Familie für ihn. Er ist seit über 20 Jahren im Kinder- und Jugendverband Jugendrotkreuz in Magdeburg ehrenamtlich tätig und war zudem vier Jahre Leiter des Jugendrotkreuzes des DRK-Landesverbandes Sachsen-Anhalt. Neben seiner ehrenamtlichen Arbeit als Jugendrotkreuz-Leiter ist er als ausgebildeter Notfalldarsteller und Schminker in Übungen tätig, sichert Veranstaltungen ab, hilft bei Blutspendenaktionen und ist Schiedsrichter bei Wettbewerben in der Ersten Hilfe.

Adelheid-Preisträgerin 2025: Waltraut Zachhuber

Die vielfältig engagierte Magdeburgerin Waltraut Zachhuber setzt sich für ein tolerantes und friedliches Miteinander der Magdeburger Stadtgesellschaft ein. In den vergangenen Jahren hat sie Vorhaben mit großer Wirkungskraft und großem Zuspruch der Magdeburgerinnen und Magdeburger umgesetzt. Dank ihres unermüdlichen Einsatzes als Vorstandsvorsitzende des Fördervereins Neue Synagoge Magdeburg e. V. konnte 2023 ein neues religiöses Zentrum für Jüdinnen und Juden in Magdeburg eröffnet werden. Im Jahr 2007 holte sie mit engagierten Mitstreitern die Aktion „Stolpersteine“ in die Landeshauptstadt und verband das Projekt erfolgreich mit Jugendbildungsarbeit.

 

Hintergrund zum Adelheid-Preis

Mit dem Adelheid-Preis würdigt die Landeshauptstadt Magdeburg jährlich Personen oder Gruppen, die sich durch hervorragendes ehrenamtliches Engagement im sozialen Bereich auszeichnen. Erstmals wurde der Adelheid-Preis durch den früheren Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg, Dr. Lutz Trümper, im Jahr 2012 verliehen.

 

Zum Kuratorium gehören der Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit Dr. Ingo Gottschalk als Vorsitzender, Matthias Boxhorn (Stadtratsfraktion CDU/FDP), Steffi Meyer (Stadtratsfraktion SPD/Tierschutzallianz/Volt), Rebekka Grotjohann (Stadtratsfraktion DIE LINKE), Julia Lehnert (Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen - future! Magdeburg), Steffen Kraus (Stadtratsfraktion AfD), Roland Zander (Stadtratsfraktion Gartenpartei), Evelin Schulz (Stadtratsfraktion Tierschutzpartei), Birgit Bursee (Arbeitsgruppe „Magdeburger Netzwerk bürgerliches Engagement“), Jens Bartel (Sparkasse MagdeBurg), Britta Goehring (Kreisarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege) sowie Nicole Anger (Vorsitzende des Gesundheits- und Sozialausschusses).

 

Namensgeberin für den Adelheid-Preis ist Kaiserin Adelheid (931-999), die zweite Ehefrau Ottos des Großen, die wegen ihres karitativen Wirkens und ihrer Mildtätigkeit bereits zu Lebzeiten vom Volk verehrt wurde. Der Preis ist mit jeweils 1.000 Euro dotiert als finanzielle Unterstützung sozialer Projekte der Preisträgerinnen und Preisträger. Die Bekanntgabe der durch das Kuratorium zur Vergabe des Adelheid-Preises ermittelten Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt jährlich am 16. Dezember anlässlich des Todestages der Kaiserin Adelheid im Jahr 999.

13.02.2026