Gesetzliche Neuregelungen 2026: Das ändert sich für Unternehmen
Energie & Kosten
Gasspeicherumlage entfällt
Ab 2026 wird die Gasspeicherumlage abgeschafft.
Stromkosten werden gedämpft
Ein Bundeszuschuss reduziert die Netzentgelte. Die Stromsteuer bleibt für produzierende Unternehmen dauerhaft niedrig.
CO₂-Preis steigt moderat
Der Preis bewegt sich 2026 in einem Korridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne.
Unternehmens-Tipp: Kalkulieren Sie Ihre Energiekosten für 2026, prüfen Sie Weitergaben an Kunden und bestehende Verträge.
Arbeitsmarkt & Personal
Mindestlohn steigt
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Ab 01.01.2026: 13,90 € pro Stunde
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Ab 01.01.2027: 14,60 € pro Stunde
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Minijob-Grenze steigt auf 603 €
Mindestausbildungsvergütung steigt
Für Ausbildungsstarts 2026 beträgt sie mindestens 724 € im ersten Lehrjahr.
Kurzarbeitergeld
Maximale Bezugsdauer bleibt bei 24 Monaten.
Aktivrente
Beschäftigte nach Erreichen der Regelaltersgrenze können bis zu 2.000 € monatlich steuerfrei hinzuverdienen.
Paketboten-Schutzgesetz entfristet
Auftraggeber in Kurier-, Express- und Paketbranche tragen weiterhin Verantwortung für Sozialversicherungsbeiträge ihrer Subunternehmer.
Unternehmens-Tipp: Prüfen Sie Ihre Lohnstrukturen, Ausbildungsplanung und Verantwortung bei Auftragnehmern.
Steuern & Investitionen
Forschungszulage wird attraktiver
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Bemessungsgrenze steigt auf 12 Mio. €
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Mehr Kosten werden förderfähig
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Verfahren werden vereinfacht
Kfz-Steuerbefreiung für E-Fahrzeuge verlängert
Neuzulassungen bis 31.12.2030 profitieren weiterhin von bis zu zehn Jahren Steuerbefreiung.
Umsatzsteuer in der Gastronomie
Speisen werden dauerhaft mit 7 % besteuert.
Intensivere Bekämpfung von Schwarzarbeit
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll wird gestärkt. Datenaustausch und KI-Analysen werden ausgebaut, Mitwirkungspflichten für risikobehaftete Branchen verschärft.
Unternehmens-Tipp: Prüfen Sie Fördermöglichkeiten, Fuhrparkstrategie und Compliance-Pflichten.
Digitalisierung & Bürokratie
Bürokratiemeldeportal „EinfachMachen“
Unternehmen können seit Dezember bürokratische Hürden melden.
Neue IT-Sicherheitsanforderungen (NIS-2)
Mehr Unternehmen – insbesondere aus Energie, Gesundheit und Infrastruktur – unterliegen künftig strengeren IT-Sicherheitsstandards.
Digitale Gerichtsverfahren
Zahlungsansprüche sollen künftig digital bei Amtsgerichten geltend gemacht werden können.
Unternehmens-Tipp: Prüfen Sie Meldepflichten und Potenzial für digitale Abläufe.
Mobilität & Verkehr
Neue Sicherheitsstandards für Nutzfahrzeuge
Ab 07.01.2026 müssen neue Bus- und Lkw-Typen u. a. mit Ereignisdatenspeicher ausgestattet sein.
Deutschlandticket: 63 €
Für Unternehmen mit Jobticket-Modellen relevant.
Rente & Sozialversicherung (arbeitgeberrelevant)
Beitragsbemessungsgrenzen steigen
Zum 01.01.2026 erhöhen sich die Bemessungsgrenzen in Kranken- und Rentenversicherung.
Aktivrente
Beschäftigte nach Erreichen der Regelaltersgrenze können bis zu 2.000 € monatlich steuerfrei hinzuverdienen.
Betriebliche Altersvorsorge wird gestärkt
Anwartschaften werden leichter übertragbar – insbesondere für KMU relevant.
Für einzelne Branchen
Agrardiesel-Rückerstattung
Land- und Forstwirtschaft erhält ab 01.01.2026 wieder 21,48 Cent/Liter Diesel erstattet.
CBAM (CO₂-Grenzausgleich) vereinfacht
Ab 2026 sind Kleinimporteure (unter 50 Tonnen/Jahr) von der Teilnahme befreit – bürokratischer Aufwand entfällt.
Unser Hinweis
Die Neuregelungen betreffen Unternehmen je nach Branche unterschiedlich. Prüfen Sie die Auswirkungen frühzeitig auf Ihre Kosten, Personalplanung und Compliance-Pflichten.
Bei Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.