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130 Jahre Gruson-Gewächshäuser: Konzerte, Vorträge, Führungen und Ausstellungen

Mit Veranstaltungen im Februar und April feiern die Gruson-Gewächshäuser ihr 130-jähriges Bestehen. Auf die Besucher warten Konzerte, Vorträge, Führungen und Ausstellungen. Eröffnet wurden die Gruson-Gewächshäuser als städtische Einrichtung am 12. April 1896.

Ein Geschenk an die Stadt

Die Gruson-Gewächshäuser sind eine einmalige Kultur- und Bildungseinrichtung in Magdeburg, die sich wieder zunehmender Beliebtheit erfreut. Die Erben des am 30. Januar 1895 verstorbenen Magdeburger Industriellen Hermann Gruson hatten damals dessen Pflanzensammlung der Stadt Magdeburg als Geschenk angeboten. In weniger als 15 Monaten wurden die politische Entscheidung zur Annahme des Geschenks gefällt, ein neuer Standort gesucht, die Finanzierung geklärt, geplant, gebaut und bepflanzt. Am 12. April 1896 wurden die Gruson-Gewächshäuser als städtische Einrichtung am heutigen Standort am Klosterbergegarten eröffnet.

In diesem Jahr feiern die Gruson-Gewächshäuser im Februar und April ihr 130-jähriges Bestehen. Eine Übersicht aller Veranstaltungen in den Gewächshäusern finden Sie hier

Highlights zum Jubiläum

Ab 10. April bis August ist anlässlich des Jubiläums eine Kunstausstellung zu sehen. Außerdem werden historische Innenaufnahmen am jeweiligen authentischen Standort gezeigt, die die Veränderungen der Gewächshausanlage in Laufe ihrer Geschichte erlebbar machen.

Für April sind außerdem Sonderführungen zur Geschichte und zwei Sonntagsmatineen geplant.

Zahlen und Fakten

Der 1821 in Magdeburg geborene Maschinenbauunternehmer und Hobby-Botaniker Hermann Gruson trug von den 1860er Jahren bis zu seinem Tode 1895 eine sehr umfangreiche Sammlung exotischer Pflanzen zusammen, für die er mehrere Gewächshäuser mit dem Schwerpunkt Kakteen errichtete. Ihm zu Ehren erhielt der im Volksmund als „Schwiegermutterstuhl“ bekannte Goldkugelkaktus den wissenschaftlichen Namen Echinocactus grusonii.

Auf Wunsch von Hermann Gruson ging seine einzigartige Pflanzensammlung nach seinem Tod zusammen mit einem Geldbetrag zum Erhalt und weiteren Ausbau der Gewächshäuser in das Eigentum seiner Heimatstadt Magdeburg über.

Seit der Errichtung der Gewächshäuser wurde die Anlage mehrfach erweitert, umgebaut und renoviert. Im Zweiten Weltkrieg waren die Gewächshäuser schwer beschädigt worden. Der Wiederaufbau wurde mit der Einweihung des großen Palmenhauses 1986 vorläufig abgeschlossen. Zwischen 1994 und 2021 wurden die Schauhäuser in mehreren Bauabschnitten saniert.

Zwischen den Gruson-Gewächshäusern und ihrem Förderverein besteht seit 2012 eine Kooperationsvereinbarung. Der Förderverein unterstützt die Gruson-Gewächshäuser.

10.02.2026