Brandmeisteranwärter/-in - Dual
Berufsbild
Beamte und Beamtinnen in der Laufbahngruppe 1, 2. Einstiegsamt des feuerwehrtechnischen Dienstes (vormals mittlerer Dienst) leisten in Not- und Gefahrensituationen Hilfe durch Retten, Löschen, Bergen und Schützen. Dabei sind die klassischen Aufgaben die Bekämpfung von Bränden, die Rettung von Menschen und Tieren aus Notlagen, die technische Hilfeleistung, die Abwehr von Katastrophen und die Durchführung des Rettungsdienstes. Bei Eignung, Neigung und Bedarf ist eine zusätzliche Verwendung im Höhenrettungsdienst oder als Feuerwehrtaucher möglich.
Vorbereitungsdienst
- Der Vorbereitungsdienst dauert insgesamt 36 Monate. Die theoretische Ausbildung erfolgt an der Berufsschule „Conrad Tack“ in Burg. Die Überbetriebliche Ausbildung zur Ergänzung und Vertiefung erfolgt durch das SBH Nordost GmbH in Magdeburg. Der berufspraktische Ausbildungsabschnitt und die Rettungssanitäterausbildung erfolgen bei der Berufsfeuerwehr Magdeburg.
Die Einstellung erfolgt im Beamtenverhältnis auf Widerruf in das 2. Einstiegsamt der Laufbahngruppe 1 des feuerwehrtechnischen Dienstes
Voraussetzungen
In den Vorbereitungsdienst kann eingestellt werden, wer
- Mindestens über den Realschulabschluss verfügt,
- keine abgeschlossene Berufsausbildung hat,
- am Tag der Einstellung (01.10.) mindestens 16 ½ Jahre alt ist und das 37. Lebensjahr noch nicht vollendet hat,
- zum 01.04.2028 das 18.Lebensjahr vollendet hat,
- uneingeschränkt gesundheitlich und persönlich geeignet und teamfähig ist.
Auswahlverfahren
Das Auswahlverfahren erfolgt mit der Zielstellung, hochmotivierte, mit einer guten Allgemeinbildung ausgestattete, körperlich trainierte und handwerklich begabte Menschen einzustellen und auszubilden. Es gliedert sich in nachfolgend aufgeführte Teile:
- Vor der Einstellung wird die Eignung in einem 2-stufigen Auswahlverfahren festgestellt
- Die Bewerber/innen nehmen an einem Sport- und Praxistest teil. Dazu gehören Disziplinen und Übungen die ein weites Leistungsspektrum abbilden, wie z. B. Schwimmen, Tauchen, Sprint, Ausdauer, Kraft- und Koordinationsübungen. Außerdem werden das Verhalten in der Höhe (Besteigen einer 30 m Feuerwehrdrehleiter), das Bewegen unter einer Atemschutzmaske und das Verhalten bei mit dem Berufsbild Feuerwehr einhergehenden praxisnahen Themen (Rettung und Brandbekämpfung) getestet.
- Die Bewerber/innen, die gute Ergebnisse im Sport- und Praxistest erreichen, nehmen an einem schriftlichen Test in Verbindung mit einem Auswahlgespräch teil.
- Abschließend wird unter den Bewerber/innen die das Auswahlverfahren bis zum Vorstellungsgespräch durchlaufen haben, unter Berücksichtigung der Ergebnisse der einzelnen Eignungstests, die Auswahl für die Einstellung getroffen.
- Die ausgewählten Bewerber/innen müssen über die uneingeschränkte gesundheitliche Eignung für die Laufbahn des feuerwehrtechnischen Dienstes verfügen. Deshalb muss sich dieser Bewerberkreis der betriebsärztlichen Untersuchung nach den berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen G 25, 26.3, 41 und 42 sowie der amtsärztlichen Untersuchung unterziehen. Außerdem ist durch ein Führungszeugnis die persönliche Eignung nachzuweisen.