- Hitzebelastung geht einher mit erhöhter Kreislaufbelastung (u. a. Anstieg der Herzfrequenz), erhöhter Schweißabgabe, möglicherweise erhöhter Körpertemperatur sowie geringerer körperlicher Leistungsfähigkeit.
- Unter körperlicher Anstrengung sinkt die Hitzetoleranz, wobei der körperliche Trainingszustand eine Rolle spielt.
- Der Zeitbedarf für eine ausreichende Akklimatisierung (Anpassung der körperlichen und nervösen Funktionen an die neuen Umweltbedingungen) ist von Person zu Person unterschiedlich.
- Die Thermoregulation, das heißt die Wärmeabgabe des Körpers in der Hitze, geschieht durch Schwitzen und die hierbei entstehende Verdunstungskälte.
- Mit dem Schweiß verliert der Körper Flüssigkeit und Salz.
- Bei schwerer Arbeit kann der Wasserverlust teilweise bis zu 10 Liter pro Tag betragen, ausreichend Flüssigkeit und Elektrolyte müssen dann zugeführt werden.
- Als Faustregel bezüglich der zu ersetzenden Flüssigkeitsmenge kann man sich an der Urinausscheidung orientieren. Die Urinausscheidung soll mindestens 1 Liter pro Tag betragen. Die Farbe des Urins ist dabei hell; konzentrierter Urin ist dunkelgelb gefärbt und zeigt bereits einen Wassermangel des Körpers an.
- Pro Liter Schweiß verliert der Körper 1 bis 4 Gramm Kochsalz; die einheimische Nahrung gleicht dies in der Regel aus.
- Die Kleidung sollte luft- und feuchtigkeitsdurchlässig sein.
- Ein erhöhtes Erkrankungsrisiko bei Hitzewellen besteht für Säuglinge, kleine Kinder, Personen mit einer psychischen Krankheit, behinderte Menschen, chronisch kranke Personen, besonders bei Herzkrankheit oder Bluthochdruck, und vor allem für ältere, pflegebedürftige Menschen. Im Alter nimmt das Durstgefühl ab. Auch nimmt die
Fähigkeit zu schwitzen im Alter ab. Grunderkrankungen können zu eingeschränkter Beweglichkeit und mangelnder Wärmeabgabe führen. - Der Mensch fühlt sich bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 30-60% am wohlsten. Zu hohe Luftfeuchte behindert die Verdunstung des Körpers und stört so die Thermoregulation. Die Empfindung unangenehm feuchter Wärme bezeichnet man als Schwüle, bei welcher die Wärmeregulation des Organismus sich nicht mehr
genügend dem Klima anpassen kann. Bei höheren Lufttemperaturen wird die Schwülegrenze schon bei geringeren Luftfeuchten erreicht.
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