OB Simone Borris gibt zum Jahresauftakt Ausblick auf wichtigste Vorhaben
Oberbürgermeisterin Simone Borris hat heute die wichtigsten Projekte der Landeshauptstadt Magdeburg für das Jahr 2026 vorgestellt. Im Rahmen der traditionellen Jahresauftakt-Pressekonferenz im Alten Rathaus erläuterte sie, welche Vorhaben die Stadtverwaltung für die kommenden zwölf Monate plant.
„Die Landeshauptstadt Magdeburg wird in diesem Jahr trotz der angespannten Haushaltssituation rund 90 Mio. Euro investieren“, blickt Oberbürgermeisterin Simone Borris voraus. „Schwerpunkte sind Brücken, Schulgebäude, Feuerwehrstandorte sowie Kulturbauten und Sportstätten. Auch das kulturelle Leben in Magdeburg ist 2026 mit zahlreichen Veranstaltungen gut gefüllt. Die Stadtverwaltung geht mit großem Optimismus, viel Zuversicht und einem vollen Programm in das neue Jahr!“
Magdeburger Ring ab Ende März wieder durchgängig befahrbar
Der Bau der Behelfsbrücken über die Halberstädter Straße beginnt noch in diesem Monat. Ziel ist es, dass der Magdeburger Ring am 31. März wieder durchgängig befahren werden kann. Die Planungen für die Ersatzneubauten der Ringbrücken über die Albert-Vater-Straße, die Ernst-Reuter-Allee, die Brenneckstraße und die Wiener Straße werden in diesem Jahr fortgesetzt oder begonnen.
Letzte Arbeiten im Umfeld des Strombrückenzuges
Voraussichtlich Mitte des Jahres können die letzten Arbeiten am Strombrückenzug beendet werden. Bis dahin werden die Freianlagen fertiggestellt und die Arbeiten der SWM Magdeburg für die Fernwärmeleitung durch die Anna-Ebert-Brücke beendet sein. Im Herbst folgen dann letzte Pflanzarbeiten. Nach der Fertigstellung sind neue Bauprojekte auf ostelbischer Seite geplant.
Ersatzneubau der Schrotebrücke in der Liebermannstraße
Voraussichtlich im Sommer dieses Jahres enden die Arbeiten für den Ersatzneubau der Schrotebrücke in der Liebermannstraße. Die Gründung des Bauwerkes erfolgt als Bohrpfahlgründung mit Pfahlkopfplatte. Der Überbau wird als offener Rahmen in Stahlbetonbauweise erstellt. Das äußere Erscheinungsbild wird der denkmalrechtlichen Genehmigung entsprechen. Die aktuelle Bauauftragssumme beträgt rund 900.000 Euro. Zwei Drittel sind Fördermittel des Bundes und des Landes aus dem Programm „Förderung von Lebendigen Zentren“.
Lärmschutzwand am Magdeburger Ring in Höhe Umfassungsstraße
Spätestens Mitte des Jahres enden die Arbeiten für die Lärmschutzwand an der Ostseite des Magdeburger Rings zwischen Wolmirstedter und Hundisburger Straße auf einer Länge von etwa 230 Metern. Im nördlichen Abschnitt an der Ausfahrt zur Hundisburger Straße werden zudem Grünwandelemente auf einer Länge von rund 16 Metern hergestellt. Die Lärmschutzwand ist Voraussetzung für den späteren Bau eines Wohnquartiers auf einer Brache an der Umfassungsstraße und damit in einem Fördergebiet des Programms „Stadtumbau Ost“.
Zur Entwicklung, Wiedernutzbarmachung und Aufwertung des Quartiers wird über einen B-Plan die nachhaltige städtebauliche Entwicklung in diesem Bereich gewährleistet. Außerdem ist für dieses Jahr der Baustart für die südliche Verlängerung dieser Lärmschutzwand auf einer Länge von 150 Metern bis zur Grundschule „Am Umfassungsweg“ vorgesehen. Die Gestaltung der Lärmschutzwände aus Aluminiumwandelementen und Stahlpfosten orientiert sich an den bereits vorhandenen Lärmschutzwänden am Nordabschnitt des Magdeburger Rings. Für beide Bauabschnitte zusammen werden insgesamt etwa 4,2 Millionen Euro investiert.
Straßen- und Radwegbau
Geplant ist in diesem Jahr unter anderem der grundhafte Ausbau der kompletten Seestraße. Im Südabschnitt ist eine Mischverkehrsfläche mit Betonsteinpflaster vorgesehen, nördlich der Straße An der Kälberweide wird die Fahrbahn asphaltiert. Im Bereich Am Brellin/Struvestraße erfolgt ein grundhafter Ausbau für eine Fuß- und Radwegverbindung bzw. für eine Fahrradstraße. Dieser Bereich wird unter anderem bei Großveranstaltungen in der Avnet- und der Getec-Arena sehr stark von Fahrradfahrern genutzt. Der noch vorhandene, sehr schlechte Zustand wird durch den geplanten grundhaften Ausbau komplett verbessert. Im Kirschweg erfolgt der Lückenschluss des Radweges zwischen Lilienweg und Hermann-Hesse-Straße mit der Anbindung an den Kreuzungsbereich Magdeburger Ring. Ziel ist die Verbesserung der Verkehrssicherheit für den Fuß- und Radverkehr.
Richtfest für neuen IGS-Standort am Universitätsplatz
Für die geplante Integrierte Gesamtschule (IGS) am Universitätsplatz mit Dreifeld-Sporthalle, Mensa und Sportfreiflächen wird im April Richtfest gefeiert. Bis dahin sind die Rohbauarbeiten beendet. Der Baufortschritt ist deutlich zu erkennen, in diesem Jahr erfolgen vor allem Ausbauarbeiten. Der Schulbetrieb soll nach dem Umzug der IGS „Willy Brandt“ im Sommer 2027 aufgenommen werden. Der Neubau hat einen finanziellen Umfang von mehr als 70 Mio. Euro, die ausschließlich von der Landeshauptstadt Magdeburg getragen werden.
Sanierungsbeginn für Förderschule „Hand in Hand“ mit Schulsporthalle
Für Ende dieses Jahres ist der Baubeginn für die Sanierung der Förderschule “Hand in Hand“ und der Schulsporthalle im Gneisenauring geplant. Bis 2029 werden hier etwa 18,7 Mio. Euro investiert. Das Bauvorhaben wird Platz für 168 Schülerinnen und Schüler schaffen, barrierefrei gestaltet und mit einem Bewegungs-Schwimmbecken ausgestattet. Dafür werden der Verbinder aufgestockt und ein Aufzug angebaut. Ebenso wird die Sporthalle saniert und barrierefrei gestaltet.
Sanierung der Grundschule „Westerhüsen“ endet im Frühjahr
Die Sanierung und Erweiterung der Grundschule „Westerhüsen“ endet in wenigen Wochen. Noch im ersten Quartal wird der Komplex den Schülerinnen und Schülern sowie dem Lehrpersonal zur Nutzung übergeben. Durch die denkmalgerechte Sanierung und Erweiterung wird künftig die Zweizügigkeit mit verbessertem Hortbetrieb ermöglicht. Auch die Außenanlagen werden an die Bedürfnisse und Notwendigkeiten für den Grundschulbetrieb angepasst. Das Investitionsvolumen beträgt rund 10,5 Mio. Euro.
Planungen für Teilsanierung der Grundschule „Hegelstraße“ starten
In diesem Jahr starten die Planungen und die Vergabe für die Teilsanierung der Grundschule „Hegelstraße“. Im Rahmen des Förderprogramms „Ganztagsbetreuung II“ sind bis 2029 die Umverlegung der Sanitärbereiche in das Schulgebäude aus dem Sanitärtrakt auf dem Hof, die Verlegung des Mehrzweckraumes/der Mensa aus dem Kellergeschoss in das Erdgeschoss sowie die Sanierung der Sporthalle vorgesehen. 2025 wurde hierzu ein Generalplaner beauftragt. 2026 sind ebenso die Beantragung der Fördermittel und der Baugenehmigung vorgesehen. Die Gesamtkosten betragen voraussichtlich etwa 3,1 Mio. Euro.
Baustart für Hort in Sudenburg
Für den eingeschossigen Hortneubau auf dem Schulhof in der Braunschweiger Straße ist im Februar Baustart. Ziel ist die Fertigstellung im Februar 2027. Hier werden insgesamt etwa 2,2 Mio. Euro investiert.
Erneuerung der Freiflächen an der Grundschule „Am Brückfeld“
Die Außenflächen der Grundschule „Am Brückfeld“ werden in diesem Jahr erneuert.
Sanierung des Sportbodens in der Getec-Arena
Als erster Schritt der vom Stadtrat beschlossenen Sanierung der Getec-Arena wird im Sommer dieses Jahres der Sportboden saniert. Die Umsetzung ist in der Spielzeitpause der SCM-Handballer vorgesehen und Voraussetzung für die in Magdeburg geplanten Spiele der Handball-WM der Herren im Januar 2027. Weitere dringend erforderliche Maßnahmen bis zum Jahr 2030 sind die Sanierung der Dachbinder, die Erneuerung der Medienleitungen, die brandschutztechnische Ertüchtigung, der Ersatz der mobilen Tribünen sowie Arbeiten an den Putzfassaden. Die Gesamtkosten betragen schätzungsweise 13,5 Mio. Euro.
Beauftragung der Planungsleistungen für Leistungssport-Schwimmzentrum
Für den Bau eines Leistungssport-Schwimmzentrums werden im ersten Quartal die Planungsleistungen vergeben. Im Laufe des Jahres folgen dann die Vor- und Entwurfsplanung. Ziel ist die Fertigstellung der neuen Schwimmhalle im Jahr 2029. Für die Planung bis zur sogenannten Leistungsphase 3 liegt ein Fördermittelbescheid vom Land Sachsen-Anhalt über 50 Prozent der Planungskosten vor. Seit November gibt es auch eine Förderzusage vom Bund zur Bauausführung.
Modernisierung der Nebenplätze 3 und 4 an der Avnet-Arena
Im Auftrag der Landeshauptstadt werden in diesem Jahr die Nebenplätze 3 und 4 an der Avnet-Arena umfassend modernisiert.
Fertigstellung des Rahmenplans für den Sportcampus
Noch im Frühjahr wird der Rahmenplan für den „Sportcampus Magdeburg“ fertiggestellt. Zentrales Ziel ist die Entwicklung eines nachhaltig erlebbaren, gestalterisch einheitlich geprägten, modernen Sportcampus-Areals im Bereich der Avnet-Arena. Die Planung wird unter Berücksichtigung der Wünsche vom 1. FCM, SCM, Olympiastützpunkt sowie des Vereins- und Schulsports entwickelt. Auch die Sicherheitsanforderungen von Feuerwehr und Polizei sowie städtebauliche, verkehrs- und freiraumplanerische Belange fließen in den Rahmenplan ein. Nach dessen Fertigstellung wird die Änderung des Bebauungsplanes „Ernst-Grube-Stadion" unter dem neuen Titel „Sportcampus Heinz-Krügel-Platz“ angestrebt. Dieser soll die rechtliche Grundlage für die Umsetzung des Rahmenplans bilden.
Neues Sanitär- und Umkleidegebäude für den MLV Einheit
Ebenfalls unter Federführung der Stadtverwaltung ist in diesem Jahr Baustart für den Neubau eines Sanitär- und Umkleidegebäudes für den Magdeburger Leichtathletik-Verein (MLV) Einheit.
Modernisierung des Stadthallenumfeldes
Die Neugestaltung des Stadthallenareals gehört zu den derzeit wichtigsten Vorhaben der Stadtgestaltung. Ziel ist es, das historische Ensemble aus Stadthalle, Hyparschale und Albinmüller-Turm zu einem modernen, barrierefreien und vielseitig nutzbaren Stadtraum für Kultur, Freizeit und Tourismus weiterzuentwickeln. Im Umfeld dieses Ensembles sind unter anderem weitläufige Promenaden, begrünte Aufenthaltsbereiche, eine moderne Beleuchtung und neue Wegeführungen geplant. In diesem Jahr werden mehrere wesentliche Bauphasen umgesetzt: Neben der bereits laufenden Phase 1 mit dem Neubau des Parkplatzes und der Promenade zwischen Stadthalle und Hyparschale startet bereits in diesem Monat die Phase 2 mit der Herstellung der Event-Plaza, einschließlich Wasserspiele und südliche Promenade. Diese Arbeiten werden voraussichtlich im Oktober enden. Die Phase 3 mit dem Ausbau des Festplatzes und des nördlichen Heinrich-Heine-Platzes beginnt im März und wird voraussichtlich zwölf Monate in Anspruch nehmen. Damit ist 2026 das Kernjahr der baulichen Umsetzung, mit der die Neuordnung des gesamten Areals maßgeblich vorangetrieben wird.
Endspurt bei der Sanierung der Stadthalle
Die denkmalgerechte Sanierung und Modernisierung der Stadthalle wird 2026 weiter fortgesetzt. Hier investiert die Landeshauptstadt Magdeburg mehr als 103 Mio. Euro. Die Rohinstallationen der Haus- und Betriebstechnik wurden weitestgehend 2025 beendet. Die Wiedereröffnung der Stadthalle ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
Neubau eines Basisbaus am Albinmüller-Turm
Der Albinmüller-Turm als eines der wohl bedeutendsten Wahrzeichen Magdeburgs erhält bis zum Sommer dieses Jahres einen neuen Basisbau. Am Fuß des markanten Aussichtsturms entsteht im Auftrag der Stadt ein neues, besucherfreundliches Entree, dass sich optisch am historischen Umfeld orientiert. Der Neubau schafft Raum für ein zentrales Foyer, an welches ein kleines Bistro und ein Mehrzweckraum für Veranstaltungen angeschlossen wird. Zudem werden von außen zugängliche Toiletten in den Neubau integriert. Gleichzeitig wird damit die architektonische Verbindung zur Stadthalle und zum Pferdetor wiederhergestellt. Großzügige Glaselemente werden zudem Transparenz und Offenheit vermitteln. Die Kostenbetragen rund 1,75 Mio. Euro.
Denkmalgerechte Rekonstruktion des Baudenkmals „Pferdetor“
Ebenfalls bis zum Sommer wird das Pferdetor nach denkmalgerecht rekonstruiert. Es gehört zu den markantesten Bauwerken Magdeburgs. Mit seinen sechs hohen Pferdepylonen bildet es den repräsentativen Eingang zum historischen Stadthallenensemble. Errichtet in den 1920er Jahren aus Oldenburger Eisenklinker und glasierten Terrakotta-Elementen, steht das Tor für die kraftvolle Formensprache der expressionistisch-modernen Backsteinarchitektur seiner Zeit. Entworfen vom Architekten und Künstler Professor Albinmüller, ist das Pferdetor ein herausragendes Beispiel der Backsteinarchitektur und ein bedeutendes Zeugnis der Entwicklung der Baukunst nach dem ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik. Seine Gestaltung verbindet dekorative Wirkung mit klarer Struktur und macht das Bauwerk zu einem kulturellen Wahrzeichen von überregionaler Bedeutung. Mit Unterstützung von Fördermitteln wird das Pferdetor mit seinen sechs Pferdeskulpturen nach historischem Vorbild für etwa 1,5 Mio. Euro saniert.
Neue Lehrrettungswache in der Peter-Paul-Straße
Für den Neubau einer Lehrrettungswache mit einer Übungsarena am Standort der Feuerwache Nord in der Peter-Paul-Straße 12 beginnen noch im ersten Quartal die Ausschreibungen der Bauleistungen. Für das zweite Quartal sind bauvorbereitende Maßnahmen geplant. Der Baustart erfolgt voraussichtlich im Oktober. Grund für den geplanten Neubau sind der unzureichende bauliche Zustand und fehlende Erweiterungsmöglichkeiten am jetzigen Standort in der Brandenburger Straße. Die Übungsarena wird nach der Baufertigstellung der Lehrrettungswache im Januar 2029 eine qualifizierte Ausbildungsstätte für den Rettungsdienst.
Neubau für Freiwillige Feuerwehr und Lehrrettungswache Rothensee
Die Landeshauptstadt beabsichtigt in der Windmühlenstraße 29 den Neubau eines Gebäudes für die Freiwillige Feuerwehr Rothensee und einer Lehrrettungswache. Im ersten Quartal werden die Bauantragsunterlagen eingereicht. Für die zweite Jahreshälfte sind erste Vorbereitungsarbeiten geplant. Grund für den Neubau sind der Bauzustand sowie fehlende Erweiterungsmöglichkeiten am derzeitigen Standort in Rothensee. Die Entwurfsplanung wurde im vergangenen Monat vom Stadtrat beschlossen. Das Gesamtvolumen des Vorhabens beträgt rund 16,95 Mio. Euro.
Sanierung und Erweiterung der Freiwilligen Feuerwehr Ottersleben
In diesem Jahr endet der erste Bauabschnitt der Sanierung und Erweiterung der Freiwilligen Feuerwehr Ottersleben. Die Arbeiten für den Erweiterungsneubau einer Fahrzeughalle mit Verbinder zum bisherigen Gebäude werden abgeschlossen. In der neuen Halle werden dann vier Feuerwehrfahrzeuge Platz haben. Im Anschluss startet noch in diesem Jahr der Umbau der alten Feuerwehrhalle in Sozialräume. In diesem zweiten Bauabschnitt werden im Obergeschoss ein Büro und ein WC eingerichtet. Der Zugang zum Schulungsraum wird verlegt, die vorhandenen Treppenhaustüren werden durch Brandschutztüren ersetzt. Insgesamt sind dafür rund 2,3 Mio. Euro eingeplant, darunter 415.000 Euro bereits bewilligte Fördermittel.
Neubauplanung für Freiwillige Feuerwehr Südost
Für die Freiwillige Feuerwehr Südost ist ein Neubau im Schanzenweg vorgesehen. Geplant ist ein modernes Feuerwehrhaus mit Fahrzeughalle, Umkleiden, Büroräumen, Lagerflächen, einer Werkstatt sowie einem Aufenthaltsbereich. 2026 werden die Planungen fortgesetzt. Ziel ist der Baustart im März 2028, damit Ende 2029 die Wache in Betrieb gehen kann.
Neue Rettungswache in Olvenstedt
Im ersten Quartal ist Baustart für den Neubau der Rettungswache Olvenstedt. Derzeit erfolgt die Vergabe. Am Standort des Klinikums sind eine Fahrzeughalle mit sieben Stellplätzen, einschl. Reservestellplätze, sowie der erforderliche Sozialtrakt, Aufenthaltsbereiche, Ruheräume und Bereiche für die Ausbildung vorgesehen. Der Neubau wird notwendig, weil der Bestandsbau nicht mehr den Vorgaben und Anforderungen entspricht und der Platzbedarf gestiegen ist. Die Landeshauptstadt wird insgesamt rund 9,1 Mio. Euro investieren. Die Refinanzierung der Baukosten erfolgt nach einer Abstimmung mit den Kostenträgern über die Abrechnung des Rettungsdienstes der Landeshauptstadt. Die Eröffnung ist für Ende 2027 geplant.
Baustart für intensivpädagogische Wohngruppe
In direkter Nachbarschaft zur geplanten Rettungswache in Olvenstedt beginnt in diesem Jahr der Bau eines eingeschossigen Gebäudes für eine Intensivclearing-Wohngruppe. Basis dafür ist ein im Oktober 2024 gefasster Beschluss des Stadtrates. Im vorderen Bereich werden sich die Verwaltungs- und Personalräume befinden, im hinteren Teil können nach Abschluss der Arbeiten im Jahr 2027 bis zu fünf junge Menschen gleichzeitig untergebracht werden. Die geplanten Therapie- und Aufenthaltsbereiche werden ein wohnliches und geschütztes Umfeld mit ausreichend Platz bieten. Dafür investiert die Landeshauptstadt rund 1,8 Mio. Euro.
Fertigstellung des neuen Kinderschutzzentrums
Für den Neubau des Kinderschutzzentrums strebt das von der Landeshauptstadt beauftragte Unternehmen eine vorfristige Übergabe Ende dieses Jahres an. In der Wilhelm-Kobelt-Straße sind spätestens ab 2027 die Unterbringung eines Kriseninterventionsteams, ein Bereich für die Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen sowie ein „Sleep-In"-Bereich zur Notübernachtung geplant. In diesem Jahr erfolgen der Innenausbau und die Gestaltung des Außen- und Spielbereiches. Die Gesamtkosten betragen 5,8 Mio. Euro.
Sanierung und Erweiterung des Stadtarchivs
Die vom Stadtrat im Dezember beschlossene Erweiterung und Sanierung des Stadtarchivs kann 2026 beginnen. Dafür wird die Kultureinrichtung an einen Interimsstandort umziehen. Als Sofortmaßnahme werden im vierten Quartal Sicherungsarbeiten im Keller vorgenommen. Mit der Maßnahme ist die Erweiterung der Archivflächen vorgesehen. Geplant ist neben der technisch- und energetischen Qualifizierung auch ein Veranstaltungs- und Ausstellungsbereich im ehemaligen Zentrifugensaal. Zusätzlich ist für das Gebäude eine Photovoltaikanlage vorgesehen, damit Teile des anfallenden hohen Energiebedarfs gedeckt werden können. Bis 2030 wird die Landeshauptstadt mit Unterstützung von Fördermitteln rund 16,9 Mio. Euro in ihr kulturelles Gedächtnis investieren.
Feierlicher Eröffnung des umgestalteten Nicolaiplatzes
Die Umgestaltung des Nicolaiplatzes geht in die Schlussphase. Mit der Aufwertung des öffentlichen Raums wird ein sichtbares Beispiel für die Verbindung von Klimaanpassung, Denkmalschutz, Barrierefreiheit und Baukultur geschaffen. Mit Unterstützung aus den Förderprogrammen „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ sowie „Soziale Stadt“ werden insgesamt knapp 4,2 Mio. Euro investiert. Der neugestaltete Platz soll im Rahmen des Tags der Städtebauförderung am 9. Mai feierlich eröffnet werden.
Fertigstellung des ersten Sanierungsabschnitts der Eskarpenmauer
Zum Ende dieses Jahres wird die Sanierung des ersten Bauabschnittes der Eskarpenmauer abgeschlossen sein. Anschließend erstrahlt ein Teil der Stadtgeschichte wieder in neuem Glanz. Der Abschnitt hat eine Länge von 267 Metern und reicht von der Maybachstraße bis zur Doppelkaponniere des Ravelin II. Mit Unterstützung von Fördermitteln werden rund 4,3 Mio. Euro investiert. Baustart war im Jahr 2023. Der Zustand der Festungsmauer war in Teilen so schlecht, dass sie akut einsturzgefährdet war. Ursachen waren eine jahrelange Durchfeuchtung sowie Frostschäden.
Errichtung eines Gründachs für Bauhof in der Schwiesaustraße
Für den städtischen Bauhof in der Schwiesaustraße wird in diesem Jahr ein Gründach errichtet. Es berücksichtigt mehrere Maßnahmen des Klimaanpassungs-konzeptes der Landeshauptstadt und wird zu einer erheblichen Verbesserung des Mikroklimas beitragen. Mit Unterstützung von Städtebaufördermitteln werden bis zum Jahresende 2026 knapp 1,7 Mio. Euro investiert.
Sanierungsplanung für Carl-Miller-Bad
Für die Sanierung des Carl-Miller-Bades wurde im September 2025 vom Stadtrat die Entwurfsplanung beschlossen. Ziel ist es, das Freibad auf den neuesten Stand der Technik zu bringen und barrierefrei zu gestalten. Dazu gehören eine neue Beckenlandschaft mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken sowie ein Splashbereich mit verschiedenen Wasserattraktionen und eine Halbschalenrutsche für Kinder. 2026 werden die Planungen fortgesetzt. Die vorgesehene Investitionssumme beträgt rund 10,6 Mio. Euro. Der Bauantrag wurde im Dezember 2025 eingereicht. Die Komplettsanierung soll 2027 beginnen und zum Saisonstart 2028 beendet sein.
300 neue Papierkörbe im nördlichen Stadtgebiet
In diesem Jahr werden rund 300 alte Papierkörbe erneuert. Der Austausch ist Teil der Umsetzung des städtischen Papierkorbkonzeptes und betrifft 2026 die Stadtteile Alte Neustadt, Neue Neustadt, Neustädter See und Industriehafen.
Planung für Re-Use-Center am neuen Wertstoffhof Silberbergweg
Nach der Eröffnung des modernen Wertstoffhofes Silberbergweg im Juni des vergangenen Jahres wird in diesem Jahr ein Re-Use-Center geplant. Ziel ist es, gebrauchsfähige Gegenstände, wie zum Beispiel Möbel, Kleidung und Bücher vor Ort am Wertstoffhof zu sammeln und Interessierten anzubieten. Die Wiederverwendung trägt zur Abfallreduzierung und Ressourcenschonung bei, weil dadurch weniger Gegenstände entsorgt werden müssen. Baustart wird im nächsten Jahr sein.
Einwohnerversammlungen weiterhin auch am Wochenende
Oberbürgermeisterin Simone Borris plant auch in diesem Jahr vier Einwohnerversammlungen in Magdeburger Stadtteilen, um mit den Menschen vor Ort noch stärker ins Gespräch zu kommen. „Erneut werden wir zu Einwohnerversammlungen an Samstagen einladen, um damit noch mehr Magdeburgerinnen und Magdeburger zu erreichen“, begründet Simone Borris die Terminierung.
Bürgerbeteiligung
Im Rahmen der Bürgerbeteiligung nutzt die Stadtverwaltung in diesem Jahr erstmals die Möglichkeiten der Virtuellen Realität (VR). Durch die Kombination von modernen VR-Visualisierungen mit analogen Formaten entsteht eine neue Form der Beteiligung, die erstmals für das Bebauungsplangebiet „Große Münzstraße“ in der Innenstadt zum Einsatz kommt. Interessierte können damit direkt erleben, wie dieses Quartier aussehen könnte, Varianten vergleichen, Ideen diskutieren und die Zukunft aktiv mitgestalten. Mehr Informationen gibt es am 27. Januar von 17.00 bis 19.00 Uhr bei einem öffentlichen Planungsworkshop zur Zukunft des Gebiets an der Großen Münzstraße. Das Areal hinter dem Galeria-Standort soll künftig zu einem lebendigen innerstädtischen Quartier entwickelt werden.
Unterstützung der Betroffenen und Hinterbliebenen des Anschlages 2024
Die Landeshauptstadt Magdeburg unterstützt die Betroffenen und Hinterbliebenen der Opfer des Anschlages auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt vielfältig. Unter anderem ist für Ende April eine weitere Begegnung zum Austausch geplant, um untereinander ins Gespräch zu kommen und Beratungsangebote zu nutzen. An der ersten Veranstaltung im vergangenen Jahr hatten mehr als 300 Betroffene und Hinterbliebene teilgenommen.
Digitalisierung in der Verwaltung wird fortgesetzt
Für den Bürgerservice werden weitere Schritte zur Digitalisierung von Leistungen unternommen. So steht im Bürgerbüro Mitte spätestens zum Ende des ersten Quartals eine Dokumentenausgabebox für die Abholung von Personalausweisen und Reisepässen zur Verfügung. Ohne Termin kann man dort während der Öffnungszeiten künftig mit einem SMS-Code neu beantragte Dokumente eigenständig, schnell und unkompliziert abholen. Bereits ab sofort kann man sein Kfz online an-, ab- und ummelden. Die internetbasierte Kfz-Zulassung (i-Kfz) spart den Weg zum Bürgerbüro und die Wartezeit vor Ort. Unter anderem sind die An- und Abmeldung sowie die Umschreibung eines Kfz möglich. Alle notwendigen Informationen und ein Erklärvideo sind unter www.magdeburg.de/digitales-rathaus im Internet verfügbar.
Neubau und Sanierung von Spielplätzen
Der Spielplatz in der Steinbergstraße wird in diesem Jahr für rund 300.000 Euro saniert. Mit dem Bau der Spiel- und Freizeitanlage Salzmannstraße für rund 900.000 Euro aus Fördermitteln wird begonnen. Der Spielplatz Adelheidring in den Glacisanlagen wird für rund 700.000 Euro saniert und erweitert werden. Darüber hinaus ist geplant, den Spielplatz in der Goetheanlage für rund 131.000 Euro zu erneuern.
Baumpflanzungen im gesamten Stadtgebiet
Für die Planung, Pflanzung und Entwicklungspflege von Jungbäumen stehen im Rahmen des städtischen Baumkonzeptes in diesem Jahr 1,74 Mio. Euro zur Verfügung. Mit der Nachpflanzung von Bäumen durch den Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg wird das Stadtgrün nachhaltig gestärkt.
Sanierungsplanung für Salbker See I
Nach dem Anschluss einer Machbarkeitsstudie 2025 folgen in diesem Jahr die konkreten Planungen für die weiteren Schritte zur ökologischen Sanierung des Salbker Sees I. Ziel ist es, die Wasserqualität maßgeblich zu verbessern. Die Machbarkeitsstudie untersuchte mehrere Varianten eines möglichen Elbanschlusses und gibt eine Empfehlung zur Revitalisierung. Auch die ersten baulichen Schritte könnten in diesem Jahr erfolgen.
Theater Magdeburg mit vielfältigem Programm und SommerOpenAir
Zum Jahresbeginn inszeniert Generalintendant Julien Chavaz die Magdeburger Erstaufführung der Oper „Leben mit einem Idioten“ in Koproduktion mit der Opéra national de Lorraine in Nancy als groteskes Theaterspektakel. Ballettdirektor Jörg Mannes lädt zum „Tanz im Mai“ und konnte dafür national wie international renommierte Ballettgrößen gewinnen. Die Inszenierung des Shakespeare-Klassikers „Was ihr wollt“ von Schauspieldirektorin Clara Weyde hat im März Premiere im Schauspielhaus. Höhepunkt der Saison ist das DomplatzOpenAir 2026 „Oklahoma!“ von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II. Es nimmt das Publikum mit in den Wilden Westen. Die Regie hat der gebürtige Magdeburger Erik Petersen.
- Jubiläum der Gruson-Gewächshäuser
Die Gruson-Gewächshäuser feiern im April ihr 130-jähriges Bestehen. Die Landeshauptstadt Magdeburg und der Förderverein begehen das Jubiläum unter anderem mit der Kunstausstellung „Grüne Bühne – 130 Jahre Gruson-Gewächshäuser im Einklang mit Kunst und Kultur“ vom 10. April bis 16. August. Zudem sind Vortragsabende und Sonderführungen zur Geschichte dieses tropisch-botanischen Gartens und eine Jubiläumsmatinee mit dem Singkreis Magdeburg geplant. Eröffnet wurden die Gruson-Gewächshäuser als städtische Einrichtung am 12. April 1896.
Magdeburger Telemann-Festtage
Die 27. Magdeburger Telemann-Festtage vom 13. bis 22. März stehen unter dem Motto „Musik – Macht – Telemann“. Zu den mehr als 50 Veranstaltungen an zehn Festivaltagen gehören unter anderem Opernaufführungen, Fest- und Kammermusiken sowie genreübergreifende Konzertformate. Das anspruchsvolle Programm wird von über 500 Interpretinnen und Interpreten aus mehr als 30 Ländern gestaltet. Den Telemann-Preis 2026 erhält der Dirigent Michael Alexander Willens aus Köln. In Verbindung mit dem Festivalprogramm wird es Musikvermittlungsangebote in Zusammenarbeit mit 20 Grundschulen in Magdeburg und dem Umland der Stadt geben, an denen mehr als 2.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen werden.
Musical mit Schülern im Konservatorium „Georg Philip Telemann“
Das Konservatorium „Georg Philipp Telemann“ führt das dritte Jahr in Folge mit Schülerinnen und Schülern ein Musical auf. Bei dem Projekt „Traumzauberei“ arbeiten Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren fächer- und spartenübergreifend zusammen. Dabei verbinden sich Musik, Theater und Tanz zu einer gemeinsamen künstlerischen Erfahrung. Die Vorbereitungen starten zeitnah und finden ihren Höhepunkt in fünf Aufführungen im Juni.
Wissenschaftsfestival und „MINT-Machen“
Am 6. Juni findet im Magdeburger Wissenschaftshafen das nächste Wissenschaftsfestival „Tomorrow Labs“ statt. Vom 24. bis 26. September ist das MINT-Festival „Explore Science“ im Elbauenpark geplant. Ziel dieser Veranstaltung ist es, bei Kindern und Jugendlichen den Umgang mit Technik und Naturwissenschaften zu fördern. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
Stadtbibliothek mit zahlreichen Veranstaltungen
Die Stadtbibliothek bietet ein ganzjähriges fortlaufendes Veranstaltungsprogramm. Ziele sind die Leseförderung und die Literaturvermittlung auf niedrigschwelligem Niveau für alle Interessierten. Mit Blick auf Kinder und Familien gehören der Lesesommer XXL als große Leseförderaktion sowie Bibliothekssonntage für Kinder und Erwachsene zu den Höhepunkten. Von Ende Januar bis Ende Juni wird die Ausstellung „In Memoriam Reinhard Lakomy“ gezeigt. Sie erinnert an das musikalische Schaffen des in Magdeburg geborenen Komponisten, Pianisten, Sängers und Arrangeurs. Zu seinen bekanntesten Werken gehört das Kinder-Hörspielmusical „Der Traumzauberbaum“. In der Ausstellung anlässlich seines 80. Geburtstages präsentiert die Stadtbibliothek die Schallplatten aus dem Bestand, Fotos und persönliche Gegenstände aus dem Privatarchiv des Künstler-Paares Lakomy-Ehrhard.
Volkshochschule mit breitem Bildungsangebot für Erwachsene
In diesem Jahr startet die städtische Volkshochschule das in Sachsen-Anhalt einmalige Modellprojekt zur digitalen Grundbildung „Fit für die digitale Welt – Leben, Lernen, Teilhaben". Mit breitgefächerten Lernangeboten soll die Digitalkompetenz für Teilhabechancen in Beruf und Alltag gestärkt werden. Geplant sind offene Sprechstunden, Workshops und Kurse in der „Digi-Werkstatt", bei Netzwerkpartnern und in öffentlichen Einrichtungen. Die Reihe „Wissenschaft im Rathaus“ wird in diesem Jahr mit interessanten Vorträgen von Magdeburger Forscherinnen und Forschern fortgesetzt und sich unter anderem mit Künstlicher Intelligenz sowie der Auswirkung des Klimawandels auf die Akut- und Notfallversorgung beschäftigen.
Internationales Chorfest
Die Landeshauptstadt Magdeburg lädt gemeinsam mit dem Chorverband Sachsen-Anhalt e.V. und dem Verein Interkultur vom 16. bis 20. September Chöre aus aller Welt und Ensembles der Region zum Internationalen Chorfest Magdeburg ein. In diesem Jahr steht das Chorfest mit internationalem Wettbewerb unter dem Titel „Fühlend verbunden – Feel with emotion“.
Verleihung des Adelheid-Preises an Waltraut Zachhuber und Michael Meyer
Die feierliche Verleihung des Adelheid-Preises ist am 13. Februar im Kulturhistorischen Museum. Dabei werden der engagierte Jugendrotkreuz-Leiter Michael Meyer und die stadtbekannte Initiatorin Waltraut Zachhuber für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement in Magdeburg geehrt.
Fazit der Oberbürgermeisterin
Oberbürgermeisterin Simone Borris ist davon überzeugt, dass 2026 ein erfolgreiches Jahr für Magdeburg wird. „Die kommenden 12 Monate sind vollgepackt mit zahlreichen Ereignissen und Veranstaltungen in unserer Stadt. Dabei sind die genannten Beispiele nur ein Teil der vielfältigen Verwaltungsarbeit für die Zukunft Magdeburgs. Ich wünsche allen Magdeburgerinnen und Magdeburgern ein erfolgreiches Jahr 2026 und freue mich auf viele Begegnungen!“