81. Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg
Am kommenden Freitag, 16. Januar, jährt sich der Tag der Zerstörung Magdeburgs im Jahr 1945 zum 81 Mal. Die Landeshauptstadt und ein breites Bündnis von zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren gestalten gemeinsam den Gedenktag und erinnern an die verheerenden Folgen des Nationalsozialismus. Neben der offiziellen Kranzniederlegung auf dem Westfriedhof zum Gedenken an die Opfer des Luftangriffes finden überall in der Stadt weitere Veranstaltungen statt, darunter auch das Friedenssingen auf dem Alten Markt.
Kranzniederlegung auf dem Westfriedhof
Das zentrale Gedenken der Landeshauptstadt Magdeburg beginnt am 16. Januar um 10.30 Uhr auf dem Westfriedhof mit einem Schweigemarsch von der Kapelle zur Gedenkstätte für die Opfer des Luftangriffes vom 16. Januar 1945. Anschließend an die Kranzniederlegung vor Ort werden Oberbürgermeisterin Simone Borris, der Landesverbandsvorsitzende des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Rüdiger Erben, der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises, Stephan Hoenen, und der Kathedralpfarrer von St. Sebastian, Daniel Rudloff, Worte zum Gedenken der Opfer von Krieg und Gewalt sprechen.
Auftakt der Aktionswoche „Eine Stadt für alle“
Auch in diesem Jahr findet die Veranstaltung „Magdeburg singt für eine weltoffene Stadt“ auf dem Alten Markt statt. Oberbürgermeisterin Simone Borris wird das Friedenssingen als Schirmfrau um 18.00 Uhr mit einem Grußwort eröffnen. Damit beginnt auch die Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ des Bündnisses Weltoffenes Magdeburg, einem Zusammenschluss vieler Akteurinnen und Akteure, die sich für ein tolerantes und demokratisches Magdeburg einsetzen.
Alle Interessierten sind zur Kranzniederlegung und den Veranstaltungen der Aktionswoche herzlich willkommen. Informationen zum Programm und das Notenheft zum Friedenssingen sind unter www.einestadtfueralle.info im Internet verfügbar.
Hintergrundinformation
Der 16. Januar markiert den Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs 1945, der bis heute ein wichtiger Tag im städtischen Gedenkkalender ist. Nach einem Fliegerbombenangriff der Alliierten auf den Rüstungsstandort Magdeburg am Ende des Zweiten Weltkrieges waren 90 Prozent der Bebauung der Innenstadt zerstört und rund 200.000 Menschen obdachlos. Ca. 2.000 Magdeburgerinnen und Magdeburger starben an den Folgen des Feuersturms.
Jedes Jahr läuten am Abend des 16. Januars um 21.28 Uhr, dem Zeitpunkt des Beginns der Bombardierung vor 81 Jahren, traditionell die Glocken vieler Kirchen. Die Magdeburgerinnen und Magdeburger werden damit aufgerufen, im Stillen der Opfer von Krieg, Gewalt und Verfolgung zu gedenken