Autorenlesung mit Andreas Speit in der Stadtbibliothek Magdeburg
In seinem aktuellen Buch "Autoritäre Rebellion" geht der Journalist und Rechtsextremismus-Experte Andreas Speit der Frage nach, wie antimoderne Reflexe breite Schichten der Gesellschaft erfassen und sie immer weiter nach rechts rücken. Am Freitag, 16. Januar, stellt er seine jüngste Veröffentlichung um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek vor.
Plastisch schildert der Autor Erfahrungen, die ihn über Jahre erschüttert haben und für ihn von allgemeiner Bedeutung sind: „Sie sind Familienangehörige, Freunde, Bekannte, Vereinsmitglieder, Doppelkopfspielende, Tennispartnerinnen oder Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr. Sie haben sich entschieden: Diese Bundesrepublik ist nicht mehr ihre Republik. Wir kennen sie, sie sitzen nicht nur in den Parlamenten oder Talkshows, sie sitzen auch an Küchen- oder Stammtischen. Sie sind wie wir, sie kommen aus der Mitte der Gesellschaft. Ihre Revolte strebt ins Autoritäre.“
Kenntnisreich und auf der Basis soziologischer Analysen versucht Andreas Speit den tieferen Ursachen dafür auf die Spur zu kommen, warum offensichtlich bei so vielen rückwärtsgewandte Vorstellungen vorherrschen. Die damit einhergehende Radikalisierung hat Folgen: Anzweiflung der Realität, Ablehnung des Rechtsstaats, Delegitimierung der Demokratie.
Andreas Speit, geboren 1966, lebt als Journalist und Buchautor in Hamburg und ist bundesweit für Zeitungen, Medienportale und den Rundfunk tätig. Zu seinen Themenschwerpunkten zählen rechtsextremistische Netzwerke und Ideologien. Ausgezeichnet u.a. vom Deutschen Journalisten-Verband, ist Andreas Speit darüber hinaus häufig als Referent für politische Stiftungen tätig.
Gemeinsam mit der Stadtbibliothek lädt die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt am Freitag, 16. Januar, um 19.30 Uhr zur Autorenlesung und zum Gespräch mit Andreas Speit über sein aktuelles Buch „Autoritäre Rebellion“ in die Zentralbibliothek der Stadtbibliothek, Breiter Weg 109, ein. Die Veranstaltung ist zugleich Teil der Magdeburger Aktionswoche „Eine Stadt für alle“. Der Eintritt ist frei.