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Dreharbeiten in der Figurensammlung: Regisseur Dominik Wessely porträtiert Puppenspieler Peter Waschinsky

Er war einer der Ausnahmepuppenspieler der DDR und Nachwendezeit: Peter Waschinsky. Jetzt arbeitet Regisseur Dominik Wessely an einem Dokumentarfilm über den Künstler und drehte auch am Magdeburger Puppentheater.

Über 1.200 Puppen, Objekte und Gestalten laden seit 2012 in der größten öffentlichen Figuren-sammlung Mitteldeutschlands am Puppentheater Magdeburg zum Staunen ein. Jetzt wurde die Ausstellung zum Drehort für einen neuen Dokumentarfilm von Dominik Wessely.

Der Regisseur und Grimme-Preisträger („Loveparade – Die Verhandlung“, 2020) arbeitet derzeit an einem Filmprojekt über Leben und Werk von Peter Waschinsky. Der 75-jährige Puppenspieler, Regisseur und Autor gilt als einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Figurentheaters und begleitet bis heute kritisch-angriffslustig die Szene.

Brecht-Marionetten in der Figurensammlung

In der DDR sorgte Waschinsky 1980 mit der Inszenierung von Brechts „Furcht und Elend des Dritten Reichs“ am Puppentheater Neubrandenburg für Furore, weil er damals die sogenannte offene Spielweise verwendete, d. h. als Spieler sichtbar agierte. Es gilt als Schlüsselwerk des Künstlers.

Weil sich die Marionetten für das Stück (entworfen von Barbara und Günter Weinhold) als Leih-gabe in der Figurensammlung befinden, hat Dominik Wessely vor Ort in Magdeburg gedreht und lässt Peter Waschinsky vor den Figuren von dieser besonderen Inszenierung erzählen.

Der Dokumentarfilm soll voraussichtlich im 2. Halbjahr 2026 Premiere feiern. Die Figurensammlung in der villa p. ist von Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.