„Das unerschrockene Wort“: Vorschläge bis zum 1. Mai einreichen
Vorschläge bis 1. Mai online, per Post oder persönlich
„Der Preis wird in Erinnerung an das Wirken von Martin Luther vergeben, der auch in Magdeburg große Spuren hinterlassen hat“, stellt Oberbürgermeisterin Simone Borris die Bedeutung der Auszeichnung heraus. „Deshalb möchte ich alle Magdeburgerinnen und Magdeburger herzlich einladen, ihre sprechenden Vorbilder für den Preis zu nominieren.“
Stifter des mit 10.000 Euro dotierten Preises sind die 16 Lutherstädte Augsburg, Coburg, Eisenach, Eisleben, Erfurt, Halle, Heidelberg, Magdeburg, Marburg, Nordhausen, Schmalkalden, Speyer, Torgau, Wittenberg, Worms und Zeitz.
Jeder kann einen Vorschlag für mögliche Preisträgerinnen und Preisträger mit den entsprechenden Begründungen unter dem Kennwort „Das unerschrockene Wort"bis zum 1. Mai 2026 bei der Stadtverwaltung einreichen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:
- online über das Beteiligungsportal
- per E-Mail
- per Post:
- Landeshauptstadt Magdeburg
Team Protokoll und Städtepartnerschaften
39090 Magdeburg
- Landeshauptstadt Magdeburg
- Persönlich:
- Rezeption des Alten Rathauses, Alter Markt 6
- Stadtbibliothek im Breiten Weg 109
- in allen Stadtteilbibliotheken
- im Bürgerbüro Mitte in der Leiterstraße
Aus den eingegangenen Vorschlägen nominiert der Verwaltungsausschuss des Magdeburger Stadtrates die Kandidatin oder den Kandidaten. Alle Vorschläge werden vertraulich behandelt. Auch die vom Verwaltungsausschuss nominierte Persönlichkeit wird nicht veröffentlicht.
Hintergrundinformationen zum Preis „Das unerschrockene Wort“
Der Preis wird alle 2 Jahre im Rahmen eines Festaktes in einer der Stifterstädte verliehen. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, der neben den Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern der Stifterstädte auch 6 Vertretende des öffentlichen Lebens angehören. Die Bürgerinnen und Bürger der stiftenden Lutherstädte können auch Vorschläge für die Preisvergabe unterbreiten.
Die Grundsätze zur Verleihung des Preises regelt ein Preisstatut. Darin heißt es:
„Der Preis soll verliehen werden an Frauen und Männer, die in einer besonderen Situation oder bei einem konkreten Anlass, aber auch beispielhaft über einen größeren Zeitraum hinweg, in Wort und Tat für die Gesellschaft, die Gemeinde, den Staat bedeutsame Aussagen gemacht und gegenüber Widerständen vertreten haben. Dabei soll es weniger um eine Zustandsbeschreibung gehen als um wegweisende, zukunftsgerichtete Überlegungen. Bei der Vergabe des Preises sollen parteipolitische und konfessionelle Gesichtspunkte keine Rolle spielen. Auch allgemeine Unzufriedenheit, querulatorische oder eigennützige Motive oder Demagogie erfüllen nicht das Kriterium des ‚unerschrockenen Wortes’. Die Preisträger können aus der Bundesrepublik Deutschland, aber auch aus dem Ausland kommen.“
2025 wurden der Berliner Buchhändler Heinz J. Ostermann und der Historiker Prof. Dr. Jens-Christian Wagner mit dem Preis geehrt.
Bisherige Preistragende
- 2023
- Frauenrechtlerin Zarifa Ghafari (Afghanistan)
- 2021
- Bürgerrechtlerinnen Weronika Zepkalo, Swetlana Tichanowskaja und Maria Kolesnikowa (Weißrussland)
- 2019
- Rechtsanwältin, Autorin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş
- 2017
- die Ehepaare Horst und Birgit Lohmeyer aus Jamel (Mecklenburg-Vorpommern) sowie Markus und Susanna Nierth aus Tröglitz (Sachsen-Anhalt)
- 2015
- der syrische Rechtsanwalt Mazen Darwish und das Syrische Zentrum für Medien und Meinungsfreiheit
- 2013
- Regensburger Initiative „Keine Bedienung für Nazis“
- 2011
- der russische Journalist Dmitrij Muratow und die gesamte Redaktion seiner Tageszeitung „Nowaja Gaseta“
- 2009
- Politologin und Journalistin Andrea Röpke
- 2007
- türkischstämmige Muslimin Emel Abidin-Algan
- 2005
- Liedermacher Stephan Krawczyk
- 2003
- Theologin Gertraud Knoll aus Österreich
- 2001
- Polizeipräsidentin von Eberswalde, Ute Leichsenring
- 1999
- Theologe Prof. Dr. Hans Küng
- 1996
- Philosoph und Theologe Prof. Dr. Richard Schröder