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Oberbürgermeisterin Simone Borris

Antrittsrede der neuen Magdeburger Oberbürgermeisterin Simone Borris im Stadtrat

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Oberbürgermeisterin Simone Borris

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Simone Borris

Beigeordnete Simone Borris © Michael Kranz
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© Michael Kranz

Biografie Simone Borris

Simone Borris wurde 1962 in Gardelegen geboren, ist verheiratet, hat zwei Kinder und einen Enkel. Nach dem Abschluss der Polytechnischen Oberschule absolvierte sie eine Ausbildung zur Finanzkauffrau bei der Stadtsparkasse Magdeburg. Von 1981 bis 1984 folgten das Fachstudium Ökonom mit Spezialisierung der Absatzwirtschaft an der Ingenieurschule für Textiltechnik in Reichenbach sowie ein Fernstudium als Diplomökonomin bzw. Diplomkauffrau an der Technischen Universität Magdeburg bis 1990.

Seit Dezember 1990 arbeitet Simone Borris bei der Landeshauptstadt Magdeburg – bis November 1991 zunächst als Sachbearbeiterin im Sozialamt, bis sie anschließend 1992 das Amt der Abteilungsleiterin „Hilfe in besonderen Lebenslagen“ übernahm. Parallel leitete sie zweimal den Eigenbetrieb „Städtische Seniorenwohnanlage und Pflegeheime“ (heute WuP – Wohnen und Pflegen gGmbH). 2003 wurde sie Leiterin des Sozial- und Wohnungsamtes und übernahm 2013 die Leitung des Jugendamtes.

Am 1. Dezember 2014 trat sie ihr Amt als Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit an. 2019 übte sie parallel dazu einige Monate die Leitung des Eigenbetriebs Kommunale Kindertageseinrichtungen Magdeburg aus. 2021 wurde sie durch den Stadtrat in ihrem Amt als Sozialbeigeordnete bestätigt und im Oktober – nach dem Wechsel Klaus Zimmermanns in die Landesverwaltung – zur neuen Bürgermeisterin gewählt. Am 1. Juli 2022 beginnt ihre Amtszeit als Magdeburger Oberbürgermeisterin.

Amtszeit als Oberbürgermeisterin ab 1. Juli 2022

Am 8. Mai 2022 war Simone Borris (parteilos) mit 64,8 Prozent der Stimmen gewählt worden. Sie setzte sich in der Stichwahl gegen Jens Rösler (SPD) durch. Im ersten Wahlgang am 24. April waren insgesamt neun Frauen und Männer in das Rennen um das Magdeburger Oberbürgermeisteramt gegangen. Am morgigen 1. Juli 2022 beginnt Simone Borris‘ erste Amtszeit. Sie folgt auf Dr. Lutz Trümper (SPD), der 21 Jahre lang die Geschicke der Landeshauptstadt Magdeburg lenkte.

Simone Borris ist seit 1990 in der Magdeburger Stadtverwaltung tätig und war bereits seit 7. Oktober 2021 die erste Stellvertreterin von Dr. Lutz Trümper. An diesem Tag hatte sie der Stadtrat mit großer Mehrheit zur Bürgermeisterin gewählt. Seit 2014 hatte Simone Borris das Amt der Beigeordneten für Soziales, Jugend und Gesundheit der Landeshauptstadt inne. Als Oberbürgermeisterin wurde sie für eine Amtszeit von sieben Jahren gewählt.

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Bereiche

Bereiche der Oberbürgermeisterin

Das Alte Rathaus Magdeburg zur blauen Abendstunde © Fotograf Sam Rey
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© Fotograf Sam Rey
Herr Christian Ruddies Büroleiter
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Amtsleiter Dr. Tim Hoppe
Amt für Statistik, Wahlen und Digitalisierung
Julius-Bremer-Straße 10
39104 Magdeburg
Oberbürgermeisterin
Teamleiterin Dr.Dorothea Trebesius
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Amtsleiterin/ Gleichstellungsbeauftragte
Frau Heike Ponitka
Alter Markt 6
39090 Magdeburg
Amtsleiter Klaus Marske
Julius-Bremer-Straße 10
39104 Magdeburg

 

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Die Amtskette der Landeshauptstadt Magdeburg

Die Amtskette der Landeshauptstadt Magdeburg

Magdeburger Oberbürgermeisterin Simone Borris mit Amtskette
© Landeshauptstadt Magdeburg 

1. Geschichte der Amtsketten in der Landeshauptstadt Magdeburg 

Die Städteordnung von 1808 hat bereits Amtsketten für Kommunalbeamte vorgesehen. Die erste Amtskette für den Magdeburger Oberbürgermeister und den Stadtverordnetenvorsteher wurde im Jahr 1841 vom Juwelier Karl Hübner gefertigt (vgl. Stadtverordnetenbeschluss vom 22.12.1840). Die Kette bestand aus „14 Karat Gold, 20 Lot schwer, á Lot 8 Taler 10 Silbergroschen.“

1873 wurde für den Bürgermeister und den stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher jeweils eine Amtskette beschafft. Sie waren „silber-vergoldet“. Gleichzeitig erfolgte eine Umänderung der Amtskette von 1841 des Oberbürgermeisters und des Stadtverordnetenvorstehers (vgl. Stadtverordnetenbeschluss vom 27.12.1872). Alle vier Ketten glichen sich. Die Medaillen an den Ketten wurden „massiv silber-vergoldet“.

Am 27. April 1917 wurden die Ketten gegen Empfang des Goldwertes an die Reichsbank gegeben. Dieser Tausch erfolgte übrigens während des ersten Weltkrieges im Rahmen der Aktion „Gold gab ich für Eisen“. Als Ersatz sollten zwei „eiserne Ketten“ im Wert von 1100,- Mark beschafft werden (vgl. DS Nr. 140 v. 27.04.1917, Akte A II A 84, Rep. 184 Bü 329). 1919 wurden die Goldketten von der Stadt wieder ausgelöst und auf Anordnung des damaligen Oberbürgermeisters Reimarus dem Museum übergeben. Die Angaben über den Verbleib sind strittig.

Eine der eisernen Nachbildungen der Amtskette, die 1917 durch den Magdeburger Kunstschmied  Laubisch gefertigt wurden, befindet sich im heutigen Kulturhistorischen Museum der Landeshauptstadt Magdeburg.  

Mit Wirkung vom 7. Oktober 1987 wurde für den Oberbürgermeister eine neue Amtskette eingeführt (vgl. Ratsbeschlussvorlage 285 v. 08.10.1987). Ihr Gestalter war der Magdeburger Bildhauer Heinrich Apel.
Dabei wurde ein Marmorsplitter, der aus den Ausgrabungen auf dem Domplatz von 1960 stammt, verarbeitet.  

 

2. Anlässe zum Tragen der Amtskette

Eine Ordnung darüber, wann die Amtsketten getragen werden sollten, konnte nicht gefunden werden. Lediglich wurde vermerkt, dass sie zu feierlichen Anlässen angelegt werden sollten.

Aus einer Mitteilung des Ministers des Innern an die Landräte vom 11.03.1848 geht hervor, dass der König genehmigt hat, dass es in denjenigen Städten, in denen bereits Amtszeichen vorhanden waren, dieselben genutzt werden konnten, sofern sie gegen die Vorschriften der Städteordnung nicht verstoßen, auch wenn sie nicht genehmigt worden waren. Für Amtszeichen, die danach angefertigt wurden, gab es dann Vorschriften.

In einer königlichen Odre vom 9. April 1851 wird bestimmt, „dass das Tragen der von der älteren Städteordnung vorgeschriebenen Ketten und Medaillen als Amtszeichen für Gemeindebehörden, nachdem die Städteordnung durch Einführung der neuen Gemeindeordnung vom 11. März dsgl. Jahres aufgehoben, künftig nur als eine besondere, in jedem einzelnen Falle von Mir selbst zu bewilligende Auszeichnung gestattet werden soll.“

Eine ausdrückliche Genehmigung des Königs erhielt 1853 durch Kabinettsorder der damalige Magdeburger Oberbürgermeister Hasselbach. 1858 wurde dem damaligen Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung die gleiche Ehre erwiesen. Da in den nächsten Tagen Empfangsfeierlichkeiten anstanden, konnte er schon von dem Recht Gebrauch machen.

Heute trägt ausschließlich der Oberbürgermeister zu besonderen offiziellen Anlässen und repräsentativen Zwecken die Amtskette.
Solche Anlässe sind beispielsweise die Begrüßung von Staatsgästen und Diplomaten, die Verleihung der Ehrenbürgerwürde, Eintragungen in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg und Preisverleihungen.

Festlegungen in der Hauptsatzung der Landeshauptstadt Magdeburg zum Tragen der Amtskette gibt es nicht.

 

3. Beschreibung der heutigen Amtskette

Die Amtskette des Oberbürgermeisters der Stadt Magdeburg ist Silber vergoldet und stammt aus dem Jahr1987.
Sie besteht aus Korallen (barocke Steine), Rosenquarzen, Bergkristallen, Elfenbein, Bein, einem Marmorbruchstück (Ausgrabungsfund vom Domplatz Magdeburg – Palastgebäude Otto I.).
Die kleinen Medaillen sind versehen mit Reliefs der Zerstörungen Magdeburgs 1631 und 1945.
Auf der Rückseite des Stadtwappens befindet sich eine 5blättrige Rose.
Eine Elfenbeinplatte ist versehen mit der mit Inschrift: FUNDATA EST DCCCV (ist gründet worden 805),
die Rückseite zeigt die Signatur Karls des Großen.
Das Marmorbruchstück ist auf der Rückseite mit der Signatur Otto I. versehen.

 

(Quelle: Stadtarchiv)

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