Neue Vereinbarung mit der Otto-von-Guericke-Universität
Gemeinsame Ziele von Stadt und Universität
Die Bedeutung Magdeburgs als Wissenschafts-, Gründungs- und Technologiestandort soll gestärkt werden, Bildungs- und Forschungsprozesse noch enger mit der Stadtgesellschaft verzahnt, der Wissenstransfer zwischen beiden Partnern ausgebaut sowie langfristige Perspektiven für Fachkräfte in der Region geschaffen werden.
Oberbürgermeisterin Simone Borris:
„Die Universität ist unverzichtbar für die Stadtentwicklung und wichtiger Partner für unsere Verwaltung. Sie bringt ein enormes Potential ein, das wir noch stärker nutzen wollen. Mit der erneuerten Vereinbarung heben wir unsere Zusammenarbeit auf eine neue Stufe, indem wir gemeinsame Schwerpunkte definieren, den Austausch vertiefen und neue Formate entwickeln.“
Mit ihren rund 15.000 Universitätsangehörigen, darunter über 13.000 Studierenden aus aller Welt, sei die Uni ein Stabilitätsfaktor und präge das Leben der Magdeburgerinnen und Magdeburger maßgeblich mit, so ihr Rektor, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan:
„Die Zukunft der Stadt ist eng mit der Stärke ihrer Universität verknüpft. Wenn die Universität wächst, gewinnt auch die Stadt: an Fachkräften, an Strahlkraft, an kultureller Vielfalt und an wirtschaftlicher Substanz.“
Handlungsfelder für Zusammenarbeit definiert
Die konkreten Handlungsfelder der Zusammenarbeit sind:
- Stadtentwicklung und Innovation
- Internationalisierung und Willkommenskultur
- Bildung und Fachkräftesicherung
- Wissenschaft
- Gesellschaft und Kultur
- Kooperationskultur und Transfer
Konkrete Projekte und Maßnahmen sollen künftig in jährlich abgestimmten Maßnahmenplänen festgelegt werden. Neben der strategischen Steuerung durch die Oberbürgermeisterin und den Uni-Rektor ist ein gemeinsames Koordinationsteam vorgesehen, das die Vorhaben auf operativer Ebene begleitet, Fortschritte überprüft und neue Themen aufgreift. Die Kooperation wird damit dauerhaft in den Strukturen beider Partner verankert.
Der Schwerpunkt beim Thema Internationalisierung liegt auf der besseren Unterstützung internationaler Studierender und Wissenschaftler der Universität, um ihnen den Einstieg in Studium, Arbeit und Leben in Magdeburg spürbar zu erleichtern und langfristige Perspektiven in Stadt und Region zu eröffnen.
„Jahr für Jahr kommen Hunderte internationale Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an die Universität und damit nach Magdeburg", so Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan. "Viele bleiben für Jahre, manche für immer. Für eine Stadt in Zeiten des demografischen Wandels ist das mehr als ein akademischer Zugewinn, es ist ein echter Zukunftsfaktor."
Besserer Verzahnung der Strukturen
Deshalb sollten Angebote wie der Magdeburg Welcome Service und andere Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für den Übergang in den regionalen Arbeitsmarkt künftig noch besser verzahnt werden.
Darüber hinaus soll Magdeburg künftig stärker als gemeinsamer Entwicklungsraum genutzt und Herausforderungen aus der kommunalen Praxis gezielt mit universitärer Expertise verbunden werden. Die Stadt und insbesondere der Wissenschaftshafen werde damit zum Reallabor, in dem neue Lösungen für Mobilität oder auch für den demografischen Wandel unter realen Bedingungen entwickelt und erprobt werden könnten, so der Unirektor weiter:
„Wir sind als Universität überregional aufgestellt und global in Forschung und Lehre vernetzt, verstehen uns aber gleichzeitig als wichtiger Teil der Stadtgesellschaft. Mit der neuen Vereinbarung wollen wir diese Rolle und unsere Verantwortung für die Stadt stärken.“
Magdeburg und die Universität arbeiten bereits heute schon eng im Bildungsbereich zusammen, ergänzt Oberbürgermeisterin Simone Borris:
„Im Netzwerk MagdeMINT arbeiten wir gemeinsam daran, Kinder und Jugendliche für Technik, Tüfteln und Wissenschaft zu begeistern und damit die Fachkräfte von morgen zu gewinnen. Dazu kooperieren wir mit Schulen, außerschulischen Lernorten, Unternehmen und anderen Partnern. MINT-Bildung wird in Magdeburg sichtbar gemacht und weiterentwickelt.“
Zu den nächsten Schritten gehört unter anderem die Entwicklung eines neuen Formates, bei dem Studierende oder Wissenschaftlerinnen Lösungen für konkrete praktische Probleme aus der Stadtverwaltung bzw. Stadtgesellschaft entwickeln.