Pflegewegweiser
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Pflegewegweiser

Leistung

Bei Eintritt einer Pflegesituation ist der Bedarf an Information groß und die Betroffenen sind mit der Organisation konkreter Hilfe häufig überfordert. Bei andauernder, langfristiger Pflegebedürftigkeit findet die Pflege häufig in einem Spannungsfeld zwischen aufopfernder Fürsorge und Versorgung der Pflegenden bei kontinuierlicher Be- und Überlastung statt. Hilfe und Beratung finden Sie weiterführend bei der Pflegeberatung und der Selbsthilfekontaktstelle.

Dabei können die Betroffenen leicht in Krisensituationen geraten, in denen auch Gewalt ein Thema ist. Egal in welcher Form, ob z.B. körperlich oder verbal. Das Informationsbüro steht in diesen Situationen als Ansprechpartner für Pflegebedürftige oder auch Angehörige & Pflegekräfte, die Kritik an der pflegerischen Versorgung eines pflegebedürftigen alten Menschen üben, zur Verfügung.

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Informationsbüro Pflege

Im Zentralen Informationsbüro Pflege erhalten Sie kompetente, anbieterneutrale und kostenfreie Beratung rund um das Thema Pflege.

Dienstags von 09.00 - 17.30 Uhr sowie vor Ort nach Vereinbarung

Die Pflegeberatung des Informationsbüro Pflege hilft:

  • bei der Beantragung eines Pflegegrades oder Leistungen der Pflegepflichtversicherung
  • bietet Unterstützung und Begleitung bei der Begutachtung
  • informiert zu den Leistungen und deren Möglichkeiten der Beanspruchung (z.B. Verhinderungspflege, Entlastungsbetrag,..)
  • Beratung zu Hilfsmittel, Umbaumaßnahmen
  • Unterstützung bei der Suche von Hilfsangeboten, Leistungserbringern und Kontaktstellen

Weiterführende Informationen und Angebote:

Übersicht zu den Leistungen der Pflegeversicherung ( Pflegegeld, Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege, ..).

Informationen zur Pflegebegutachtung, den Richtlinien des GKV- Spitzenverbandes und Übersichten zu den sechs Modulen/Lebensbereichen finden Sie unter dem MDS/ Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen.

Informationen zur Familienpflegezeit und dem Pflegeunterstützungsgeld.

Beratung und Unterstützung zur Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung (Formularvorducke und Informationen) sowie Beglaubigungen finden Sie bei der  Betreuungsbehörde.

Information und Beratung zu existenzsichernden Hilfen (z.B. Hilfe zur Pflege), Orientierungshilfen bei komplexen Lebenssituationen und Problemen über den Sozialen Dienst.

 Wegweiser für Seniorinnen, Senioren und Menschen mit Behinderung 2021/22

Beratung bei Fragen zur Demenz
Wilhelm-Höpfner-Ring 4
39116 Magdeburg
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Hilfsangebote

Die nachfolgende Übersicht gibt einen ersten Einblick in die möglichen Hilfe- und Versorgungsleistungen. Beispielsweise können hauswirtschaftliche Hilfen (Einkaufen gehen, Reinigen der Wohnung,..)  bereits im Vorfeld einer Pflegebedürftigkeit von entscheidender Bedeutung sein, da sie dabei helfen, in dem gewohnten Umfeld bleiben zu können.

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Pflegeanbieter


Hier finden Sie eine Übersicht von ambulanten, teilstationären und vollstationären Pflegeangeboten.

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Gemeinschaftliches Wohnen


Hier finden Sie Anbieter unterschiedlicher gemeinschaftlicher Wohnformen.

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Alten- und Service-Zentren (ASZ)

Die fünf Magdeburger ASZ

... werden durch die LH Magdeburg gefördert,
sind Ihre Begegnungsstätten vor Ort im Quartier und halten ein breites Spektrum an Bildungs- und Freizeitangeboten bereit. Ergänzt wird das Angebot durch soziale Beratung und der Möglichkeit zum bürgerschaftlichen Engagement. 
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Präventiver Hausbesuch

Der Präventive Hausbesuch - kostenlos, freiwillig und neutral

Stadtteilbezogene Sozialarbeit ist bereits ein bedeutender Teil der speziellen Alten- und Seniorenarbeit. Durch den wachsenden Anteil der älteren Bevölkerung steigen auch die Bedarfe und Bedürfnisse, so dass weitere Handlungsfelder in der Quartiersarbeit notwendig sind. Das Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit möchte mit der Leistungserweiterung „Präventive Hausbesuche“ erreichen, dass neben den schon bestehenden Zugängen, ein weiterer Weg zum Hilfesystem eröffnet wird.

Mit dem Angebot des Präventiven Hausbesuches wird das Ziel verfolgt, dass die Bewohner*innen dieser Stadt so lange wie möglich- auch in höherem Alter- in ihrem Lebensumfeld, selbstbestimmt leben können. Oft sind Möglichkeiten zur Hilfe oder aber auch zur Gesunderhaltung und kultureller Teilhabe nicht bekannt bzw. können durch gewisse Lebensumstände, nicht beansprucht werden.

Der Präventive Hausbesuch dient der vorbeugenden Information zu den Unterstützungs- und Beratungsangeboten der Stadt.

Ihre Ansprechpartnerin: 


Abteilungsleiterin
Soziale Arbeit und Seniorenpolitik
Wilhelm-Höpfner-Ring 4
39116 Magdeburg

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Selbsthilfekontaktstelle Pflege

Selbsthilfekontaktstelle Pflege

Hilfe und Unterstützung für pflegende Angehörige

Tritt eine Pflegesituation ein, stehen Betroffene und deren Familien vor großen Herausforderungen. Menschen jeden Alters können betroffen sein. Eine Erkrankung im erwerbsfähigen Alter bringt andere Probleme mit sich als im höheren Alter. So ist die Belastung in jedem Lebensabschnitt sehr stark und Angehörige haben Schwierigkeiten durch den Pflegedschungel zu finden. Vieles muss neu geregelt und organisiert werden, ob in der häuslichen Pflege bei Krankheit oder die Neuorganisation und Bewältigung des Alltags aufgrund von plötzlichen Veränderungen der persönlichen Lebensumstände.

In der Landeshauptstadt Magdeburg finden Hilfesuchende und deren Angehörige ein dichtes Netz von Angeboten und Ansprechpartner*innen, die Betroffenen beratend und begleitend zur Seite stehen können.

Unterstützung für pflegende Angehörige

Der Austausch mit anderen Betroffenen ist sinnstiftend für die Beteiligung in einer Gruppe. Je nach individueller Lebenssituation können vielschichtige Problemlagen in der Pflege erschwerend hinzukommen, z.B. die Berufstätigkeit der Pflegenden, räumliche Nähe oder Distanz zwischen den zu Pflegenden und seinen Angehörigen oder auch schwierige Familienkonstellationen. 

Weitere wichtige Bestandteile des Beratungsangebotes sind der Austausch über den Anspruch von Versicherungs- und Ausgleichsleistungen (Soziale Pflegeversicherung, Pflegezeitgesetz, Sozialhilfe, Familienpflegezeitgesetz, Schwerbehindertenrecht) sowie über die vorhandenen Hilfsangebote in den Bereichen Pflege, Wohnen und Alltagsbewältigung.

Selbsthilfe - was sie so wertvoll macht

Selbsthilfe ermöglicht den Austausch und Kontakt mit ebenfalls Betroffenen mit dem eigenen Erleben und Erfahrungen. In einer Selbsthilfegruppe ist die Situation in der Pflege kein Tabu-Thema mehr und eröffnet die Chancen, bewährte Tipps und (Bewältigungs-)Strategien weiterzugeben oder zu bekommen.  Die Teilnahme an der Gruppe stärkt das Gefühl, nicht allein zu sein. Auffällig ist der herzliche Umgang in den Gruppen.

Die Selbsthilfekontaktstelle Pflege hat es sich als Ziel gesetzt, pflegende Angehörige anzusprechen und die Gründung von Selbsthilfegruppen anzuregen und zu unterstützen.  

Das Land Sachsen-Anhalt stellt für Selbsthilfegruppen eine jährliche Förderung in Höhe von bis zu 2.000 € in Aussicht. Die Selbsthilfekontaktstelle berät bei der Antragstellung und leitet die Anträge an die Sozialagentur weiter (siehe Antragsformular).

Ihre Ansprechpartnerinnen

Sonja Rohden (Dipl. Sozialpädagogin und Dipl. Gerontologin)

Diana Gerlach (Pflegeberaterin)

Sprechzeiten

Dienstag:               13:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag:         09:00 - 13:00 Uhr

sowie nach Vereinbarung

Kontakt

Sozial- und Wohnungsamt
Selbsthilfekontaktstelle Pflege
Wilhelm-Höpfner-Ring 4
39116 Magdeburg

Die Selbsthilfekontaktstelle Pflege wird gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und den Krankenkassen.


Antragsformulare für die Förderung von Selbsthilfegruppen

Die Antragsformulare werden über die Kontaktstelle Pflege an das Landesverwaltungsamt weitergeleitet. Die Kontaktstelle unterstützt Sie bei der Erstellung des Antrages.

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Weiterleitungsvertrag

Gruppe und Selbsthilfe-Kontaktstelle schließen einen Weiterleitungsvertrag ab.

Ein Weiterleitungsvertrag ist erforderlich, weil die Fördermittel an die Kontaktstelle Pflege gehen. Mit dem Vertrag stellt die Kontaktstelle die Weitergabe an die Selbsthilfegruppe sicher.

Ein Ansprechpartner in der Gruppe sollte die Fördermittel verwalten und dafür ein Konto bzw. Unterkonto vorhalten.

In dem Vertrag werden ebenso Gründe für einen eventuellen Rücktritt vom Vertrag vereinbart. Wichtige Gründe für den Rücktritt liegen vor, wenn die Voraussetzungen für den Vertragsabschluss nachträglich entfallen sind, der Abschluss des Vertrages durch Angaben des Letztempfängers zustande gekommen ist, die unrichtig oder unvollständig waren oder der Letztempfänger seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Ebenso werden für einen Rücktritt vom Vertrag die Rückzahlungsverpflichtung vereinbart.

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