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Architekturen des Augenblicks

Die Arbeit von Szenograf:innen steht im Vortragsabend „Architekturen des Augenblicks“ der Reihe „Kosmos“ am Theater Magdeburg im Mittelpunkt. Sie betrachtet die Bühnenarchitektur einer Inszenierung als einen wesentlichen Bestandteil des Gesamtkunstwerks Theater. Am Mittwoch, 25.2., 19.30 Uhr, im Schauspielhaus geben Nina von Mechow und Korbinian Schmidt Einblicke in ihre Arbeit.


Theater erzählt in Räumen – und durch Räume. Konflikte, Emotionen und Atmosphären entstehen auch durch den Bühnenraum selbst. In der Vortragsreihe „Architekturen des Augenblicks“ geben herausragende Bühnenbilder:innen Einblicke in ihre künstlerische Arbeit, ihre Prozesse und ihr Verständnis von Raum und Gestaltung. Dabei treten jeweils zwei künstlerische Handschriften in moderierten Doppelvorträgen in den Dialog.
Die zweite Ausgabe in dieser Spielzeit, diesmal mit Nina von Mechow und Korbinian Schmidt, widmet sich diesen Fragen: Was ist inszenierter Raum? Wie erschafft man Welten? Was ist Atmosphäre? Was heißt am Theater Abstraktion? Wann spielt eine Bühne mit? Woran erkennt man eine gute Idee? Was ist der Unterschied zwischen Realismus und Realität?

Mit „Architekturen des Augenblicks“ schafft das Theater Magdeburg einen Raum für Austausch, Inspiration und Sichtbarkeit. Das Publikum hat dabei die seltene Gelegenheit, Einblicke in die konzeptionelle Arbeit und Gedankenwelt von Szenograf:innen zu erhalten. Die Reihe richtet sich an Theaterprofis, Studierende, Gestalter:innen sowie an ein neugieriges Publikum, das sich für das Zusammenspiel von Raum, Wahrnehmung und Gestaltung interessiert.
Kuratiert und moderiert wird die Reihe von Thea Hoffmann-Axthelm, Vorständin des Szenografie-Bundes, und Clemens Leander vom Leitungsteam der Schauspieldirektion.

Ausblick: Am 7. März 2026 sind Judith Oswald und Peter Baur Gäste der Reihe.

Nina von Mechow

Nina von Mechow studierte Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ sowie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. 2002 entwarf sie die Kostüme für Leander Haußmanns Kinofilm „Herr Lehmann“. Ebenfalls 2002 begann ihre enge künstlerische Zusammenarbeit mit René Pollesch. Darüber hinaus arbeitete sie regelmäßig mit Johan Simons, Jossi Wieler, Jonathan Meese und Martin Wuttke zusammen. Gemeinsam mit Leo Neumann entwickelte sie 2020 das Raumkonzept für die Neueröffnung des Berliner Praters. 2022 wurde sie zur Professorin für Bühnenbild an der Akademie der Bildenden Künste Wien berufen.
Mit Tschechows „Der Kirschgarten“ in der Regie von Karin Henkel (Schauspiel Köln) war Nina von Mechow 2011 zum Berliner Theatertreffen eingeladen, 2015 mit Ibsens „John Gabriel Borkman“ (Deutsches Schauspielhaus Hamburg). Für das Bühnenbild zu „Die Gewehre der Frau Katrin Angerer“ von René Pollesch erhielt sie 2022 den Nestroy-Preis. Zuletzt entwarf sie das Bühnen- und Kostümbild für „Ein Ermordeter aus Warschau“ von Novoflot, Max Czollek und Michael Wertmüller, für die „Weiße Witwe“ von Kurdwin Ayub (Volksbühne/Wiener Festwochen) sowie die Bühne für „Irgendetwas ist passiert“ von Anne und Fabian Hinrichs an der Volksbühne Berlin.

Korbinian Schmidt

Korbinian Schmidt, geboren in München, studierte Bühnen- und Kostümgestaltung an der Universität Mozarteum in Salzburg und Regie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Neben eigenen Regiearbeiten arbeitet er seit 2013 als freier Kostüm- und Bühnenbildner, u. a. am Burgtheater Wien, am Schauspielhaus Bochum, am Schauspielhaus Wien, am Theater Basel, an der Komischen Oper Berlin und am Schauspielhaus Graz. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Regisseur FX Mayr. Im Studienjahr 2024/25 leitete er den Studiengang Bühnen- und Kostümbild an der Akademie der Künste in München. Für seine Ausstattung zu „Sonne/Luft“ von Elfriede Jelinek am Schauspiel Stuttgart wurde er 2025 mit dem Faust-Theaterpreis ausgezeichnet.

Tickets

Kartenpreise:
10 € / ermäßigt 5 €

Theaterkasse:
Online-Shop: www.theater-magdeburg.de
E- Mail: kasse@theater-magdeburg.de
Telefon: +49 391 40 490 490

25.02.2026