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Ringbrücke über die Albert-Vater-Straße (AVS)

Hier finden Sie aktuelle Baufortschritte und Planungen zu Sperrung, Abriss, Behelfsbrücken und späterem Brückenneubau sowie Visualisierungen und Fotos zur Ringbrücke über die Albert-Vater-Straße / B1.

Der Stadtrat hat am 7. November 2025 die Finanzierung für den Ersatzneubau der Brücken über die Bundesstraße 1 beschlossen.

„Mit dem Stadtratsbeschluss können die Planungen für den Neubau der Bauwerke in der Albert-Vater-Straße fortgesetzt und voraussichtlich am 5. Januar der Bau der Behelfsbrücken in der Halberstädter Straße beginnen“, blickt Oberbürgermeisterin Simone Borris voraus. „Damit halten wir unseren eng gesteckten Zeitplan ein und setzen die dringend notwendigen Arbeiten in der Halberstädter Straße schnell und nahtlos fort. Das finanzielle Volumen beider Bauvorhaben beträgt rund 22,5 Mio. Euro und ist eine weitere Herausforderung für den städtischen Haushalt.“

Schäden durch Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) und Verkehrsbelastung

Die eingesetzten portlandzementgebundenen Betone weisen aufgrund des hohen Calciumhydroxid-Gehaltes im Bindemittel bei gleichzeitiger Verwendung von reaktiven Zuschlagsstoffen (Flinte, Kieselkreide) und einer entsprechenden Exposition (freie Bewitterung, Alkalienzuführung von außen, z.B. durch Sprühnebel) ein massives Potenzial für eine AKR auf. Dahingehende Materialuntersuchungen bestätigen dieses für Bauwerke aus den 1970-er Jahren. Die auch als Betonkrebs bezeichnete Reaktion zeichnet sich durch entsprechende Schadensbilder wie Netzrissbildung ab und lässt insbesondere auf eine abgelaufene bzw. noch verlaufende AKR schließen. 

Die beiden Teilbauwerke der Ringbrücke über die Bundesstraße 1 in der Albert-Vater-Straße befinden sich einem sehr schlechten baulichen Zustand. Vor allem die ausgeprägten Betonschäden an den Pfeilern und Kragarmen des Überbaus beeinträchtigen die Standsicherheit des Bauwerkes maßgeblich. Die Schäden erforderten 2023 bereits eine kurzfristige bauliche Sicherung mit Hilfe von Fangnetzen zum Schutz des Verkehrs darunter. Mit dem Stadtratsbeschluss können nun die Planungen zu den Vergabeverfahren der Bauleistungen beginnen.


Visualisierungen und Pläne

Ersatzneubau Albert-Vater-Straße

Um das Ausschreibungsverfahren zu beschleunigen und für eine bessere Planungssicherheit für die Stadt in Bezug auf Termin- und Kostensicherheit soll die Ausschreibung als sogenannte integrierte Projektabwicklung (IPA) ausgeführt werden. 

Konzept für die Ersatzneubauten

Der Neubau soll einen hohen Wert an Wirtschaftlichkeit haben. Dabei muss er nicht nur funktionaler und tragwerkstechnischer, sondern auch unter Berücksichtigung von ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten gestaltet sein.

Bei der Herstellung soll es zu möglichst geringen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen und eine ganzheitliche Gestaltung des Bauwerks berücksichtigt werden. Ebenso sollen örtliche Gegebenheiten, wie Bestandsgradienten, Straßenbahn und angrenzende Bebauung einbezogen werden. 

Bei der Planung, Ausschreibung, Finanzierung und dem Bau müssen Ressourcen unter dem Gesichtspunkt des Fachkräftemangels bei Planern, Bauauftragnehmern und Auftraggebern geschont werden.

Umsetzung des Konzeptes - Vorzugsvariante Einfeldbauwerk

Für ein einheitliches Erscheinungsbild wird mit einem einfelddrigen integralen Ersatzneubau mit großen Stützweiten geplant. Diese bestehen aus möglichst wenig wartungsintensiven Bauteilen.

Durch den Bau mit Verbund-Fertigteil-Trägern (VFT) und Ortbetonergänzung kann auch der Bauprozess beschleunigt werden. Außerdem weisen sie einen hohen Korrosionsschutz auf.