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JUGEND STÄRKEN 

Das Projekt „LebensRaum“ wird im Rahmen des Programms „JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und durch die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.


Die Landeshauptstadt Magdeburg setzt seit 2023 das Bundeprogramm „JUST BEst“ um. Ziel ist es junge Menschen mithilfe sozialpädagogischer Unterstützung individuell und rechtskreisübergreifend bei der Entwicklung einer eigenen Persönlichkeit und selbständigen Lebensführung zu begleiten und/oder in gesicherte Wohnverhältnisse zu bringen. Zudem sollen mit dem Bundeprogramm bestehende Armutsrisiken reduziert und die soziale Integration junger Menschen gesichert werden – auch im Hinblick auf den Übergang in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Die Outlaw gGmbH hat im Rahmen des Programmes „JUST BEst“ das Projekt „LebensRaum“ mit der Anlaufstelle in der Raiffeisenstraße 21, 39112 Magdeburg etabliert. Neben der aufsuchenden Sozialarbeit in Kooperation mit dem Streetwork der Landeshauptstadt Magdeburg sind das Case Management (die individuelle Begleitung junger Menschen zur Erweiterung von Kompetenzen und Handlungsstrategien sowie zur Vermittlung an notwendige Hilfesysteme) und die offene Anlaufstelle (offene Beratungsangebote sowie feste Angebote z.B. zum gemeinsamen Kochen) zentrale Säulen des Projektes.


Ansprechpartner


Stefanie Stützer

Stabsstelle V/02, Dezernat V
Koordination JUST Best

Wilhelm-Höpfner-Ring 4
D-39116 Magdeburg

Outlaw gGmbH - Träger von JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit

Outlaw gGmbH – Träger von JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit

Die Umsetzung des Programms "JUGEND STÄRKEN im Quartier" wird durch die gemeinnützige Outlaw GmbH geleistet.

Die Outlaw gGmbH – das sind bundesweit mehr als 180 Teams und Einrichtungen, in denen rund 5.000 Kinder und Jugendliche mit ihren Familien Unterstützung und Beratung erfahren. Outlaws Stärke sind die über 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre volle Kompetenz und Kreativität in die Arbeit einbringen. Outlaw bietet flexible und innovative Hilfen an, die Kindern, Jugendlichen und Familien gerecht werden – konfessionell und weltanschaulich unabhängig.

Ob Wohngruppen, Familienanaloge Angebote oder ambulante Betreuung, ob Kindertagesbereuungsangebote, Jugendzentren, Schulverweigerungsprojekte, Horte, Stadtteilzentren, Mehrgenerationsprojekte oder die Arbeit mit Flüchtlingen – Outlaws Ziel ist es immer den Menschen, dort wo sie leben, so viele Chancen wie möglich zu eröffnen.

Die Outlaw gGmbH ist ein anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Weitere Informationen zu unseren Konzepten und Angeboten finden Sie im Internet: www.outlaw-ggmbh.de.

Programminhalt JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit

Programm „JUGEND STÄRKEN: Bücken in die Eigenständigkeit“

Mit dem Programm „JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit“ werden seit 2022 Projekte zur Unterstützung und Förderung junger Menschen durchgeführt, die noch nicht in der Lage sind, ihr Leben eigenständig zu führen und/oder die von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind.

Umgesetzt durch örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe werden Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und auf ihrem Weg zu einer eigenständigen Lebensführung unterstützt.

Vorrangiges Ziel ist es dabei junge Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind, in stabile Wohnverhältnisse zu bringen und sozialpädagogisch zu begleiten. Zu diesem Zweck werden die am Modellprogramm teilnehmenden Kommunen bei der Schaffung entsprechender Strukturen und Angebote unterstützt. Weitere Ziele des Modellprogramms sind die Sicherstellung und der Ausbau einer rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit aller verantwortlichen Akteure, insbesondere aus den Rechtskreisen SGB VIII, SGB II und SGB III.

Im Rahmen der Umsetzung des Magdeburger Projektes „LebensRaum“ wurde eine niedrigschwellige Anlaufstelle in der Raiffeisenstraße 21, im Stadtteil Leipziger Straße, geschaffen, welche einen informellen und offenen Raum bietet, um mit den Pädagoginnen und Pädagogen sowie den Angeboten in Kontakt zu kommen. Mithilfe des begleitenden Streetwork und der weiterführenden Angebote sollen die jungen Menschen in eine eigenständige Lebensführung sowie gesicherte Wohnverhältnisse begleitet werden.  

Zielgruppe für JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit

 Zielgruppe für JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit

Zur Zielgruppe des Programms gehören Junge Menschen im Alter von 14 bis einschließlich 26 Jahren, die noch nicht in der Lage sind, ihr Leben eigenständig zu führen und/oder die von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind. Zielgruppe in diesem Sinne sind zum einen junge Menschen, die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe erhalten und nach deren Beendigung voraussichtliche weitere sozialpädagogische Unterstützung benötigen, zum anderen junge Menschen, die keine Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe erhalten und sozialpädagogische Unterstützung benötigen.

Dies umfasst insbesondere "Care Leaver" sowie "Systementkoppelte", also junge Menschen, die aus allen institutionellen Kontexten herausgefallen sind.

Methoden für JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit

Methoden

Zentraler Aufgabenschwerpunkt im Projekt ist die individuelle Einzelfallhilfe für junge Menschen auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Das Case Management beinhaltet eine intensive und langfristig angelegte Begleitung über bestimmte Lebens- und Entwicklungsabschnitte und umfasst den Prozess der Ermittlung von Kompetenz- und Bedarfslagen, die Planung und Koordinierung der erforderlichen Hilfen sowie die Unterstützung hin zu stabilen Wohnverhältnissen. Dabei wird eine Erweiterung der Kompetenzen und Handlungsstrategien der Jugendlichen und jungen Erwachsenen angestrebt. Bereiche wie Lebenssituationseinschätzung, Berufswegplanung, Netzwerk- und Ressourcenanalyse, Perspektivbildung, Bewerbungsanforderungen oder Krisenmanagement werden dabei gezielt thematisiert und entwickelt.

Als Ergänzung hierfür dient die aufsuchende Jugendsozialarbeit dazu Wege in die Unterstützungsangebote zu finden. Junge Menschen werden in ihrer Lebenswelt (z.B. der Jugendhilfeeinrichtung) oder an Orten, an denen sie sich für gewöhnlich aufhalten, von den sozialpädagogischen Fachkräften aufgesucht. Die Ansprache erfolgt somit lebensweltnah und niedrigschwellig und ermöglicht den Kontaktaufbau und die -aufrechterhaltung auf Augenhöhe. Das Projekt wird zur Professionalisierung vor allem dieses methodischen Bausteins zusammen mit dem Streetwork der Landeshauptstadt umgesetzt. Hierbei liegt der Schwerpunkt der sozialen Arbeit in der Verlagerung der Tätigkeiten in die Lebenswelten der zu erreichenden Personengruppen. So werden auch junge Menschen kontaktiert und erreicht, die das etablierte Hilfesystem aus verschiedensten Gründen (noch) nicht nutzen.

In der im Rahmen des Projektes geschaffenen Anlaufstelle in der Raiffeisenstraße 21 (Stadtteil Leipziger Straße) finden die Teilnehmenden zusätzlich einen sicheren, offenen Raum, um mit den Pädagoginnen und Pädagogen und den dortigen Angeboten in Kontakt zu kommen. Untersetzt wird dies durch feste Angebotszeiten sowie offene Beratungs- und Kontaktzeiten. Die Teilnehmenden erfahren hier Unterstützung in Ihrem Alltag: das regelmäßige Angebot gemeinsam zu kochen und zu essen, die Möglichkeit Waschmaschine und Trockner zu nutzen, zu duschen oder einen Computer, Internetzugang und Drucker zur Verfügung zu haben.

In den Räumlichkeiten der Anlaufstelle wird zudem ein weiterer zentraler Punkt des Projektes umgesetzt: der Wohnungsführerschein. In mehreren Modulen erfahren die Teilnehmenden im Einzel- oder Gruppenkontext grundlegende Kenntnisse rund um das Thema Wohnen. Fähigkeiten und Fertigkeiten werden sowohl in theoretischen als auch praktischen Einheiten vermittelt. Der Wohnungsführerschein wird als Intensivkurs mit regelmäßig stattfinden Modulen durchgeführt, steht aber auch als Express-Variante u.a. für Projekttage zur Verfügung. Zentrale Inhalte sind: Wohnungssuche und Bewerbung, Verträge und Finanzen, Heizen, Lüften und Energiesparen, Rechtliches sowie die Erprobung handwerklicher Fähigkeiten.