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Sommer im Literaturhaus mit Lesungen und Spurensuche sowie Theater im Hof des Volksbades

Bevor die Sommerferien beginnen gibt es noch einiges zu erleben im Literaturhaus mit einer Lesung mit Ralph Hammerthaler, einer urbanen Spurensuche mit Kirsten Mengewein sowie der Sommeredition von "Das wär doch gelacht" mit den Kammerspielen. 

Donnerstag, 25. Juni 2026, 19:00 Uhr

Lesung mit Ralph Hammerthaler: Das automatische Reich

Tief im 21. Jahrhundert: Die Erde hat sich weiter erhitzt, Roboter sind in die Gesellschaft integriert, und die ersten Menschen landen auf dem Mars. Auf den Trümmern der EU ist
ein Gebilde entstanden, das sich Tri-Staat nennt, bestehend aus Frankreich, Deutschland und Polen – ein autoritärer, in Zügen totalitärer Staat, der sein Volk durch technologische Errungenschaften an sich zu binden und zu vereinen sucht.

Während der Tri-Staat ohne Rücksicht auf Verluste den Fortschritt feiert, gründen sich auf seinem Territorium eine ganze Reihe von Kommunen, die ein anderes Lebens- und Wirtschaftsmodell praktizieren, das auf Selbstbeschränkung, Selbstversorgung und Nachhaltigkeit beruht. Der Staat versucht, die rebellischen Kommunen mit Hilfe von Spitzeln zu kontrollieren. Einer von ihnen, Simon Loher, Deckname Lohengrin, verzweifelt zunehmend an seiner Rolle. Da wird er auf die politische Aktivistin Yuna angesetzt, seine frühere Geliebte …

Ein abgründiger Zukunftsroman, atemberaubend und irrwitzig erzählt – und bereichert durch Einwürfe von Forscherinnen und Forschern, die sich über die künftige Verteilung der natürlichen Ressourcen, wirtschaftliche Entwicklungen und gesellschaftliche Konstellationen Gedanken machen:

Eileen Blum, Alena Buyx, Antje Boetius, Johannes Caspar, Aladin El-Mafaalani, Detlev Glanert, Armin Grunwald, Manfred Hild, Niko Paech und Ute Schmid.

Ü 30 basteln, kneten statt klubben: Urbane Spurensuche

Samstag, 27. Juni 2026, 15:00 Uhr

Magdeburg ist voller Geschichten – manche springen ins Auge, andere schlummern unentdeckt im Alltäglichen:
in Pflastersteinen, Türrahmen, Gullydeckeln oder Wänden. In diesem offenen Mitmach-Workshop geht es darum, diese verborgenen Spuren sichtbar zu machen.

Mit Knetmasse, Stempelfarbe und neugierigem Blick entstehen unter freiem Himmel ganz persönliche Abdrücke von urbanen Strukturen. Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Fundstücke zu kartieren – und gemeinsam entsteht so eine künstlerische Landkarte Magdeburg-Buckaus, geformt aus den kleinen Dingen, die wir sonst oft übersehen.
Ein Angebot für alle, die ihre Stadt mit neuen Augen sehen möchten:
Ob spontane Flaneure, kreative Nachbarinnen oder kunstinteressierte Tourist*innen – hier darf jede Person mitmachen, beobachten, drucken, entdecken. Und das Beste: Am Ende darf jede Person ein individuelles Kunststück mit nach Hause nehmen.

Wir erheben einen Unkostenbeitrag in Höhe von 10 Euro - eine Limo ist dabei inklusive.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bitte melde dich unter 0391 4044995 oder info@literaturhaus-magdeburg.de

Das wäre doch gelacht: Magel und Wiesenberg lesen

Samstag, 27. Juni 2026, 19:30 Uhr, Hof des Volksbads Buckau

Das wär doch gelacht. Magel und Wiesenberg lesen - laut und mit guter Betonung
Zwei Stimmen, zwei Typen, ein Ziel: Texte, die das Publikum zum Lachen bringen – humoristischer Feingeist wechselt sich an diesem Abend ab mit ungebremster Fröhlichkeit. Die Schauspieler Micha Magel und Thomas Wiesenberg bringen ihre witzigsten Lieblingstexte ins Ohr. Dazu einen Wein in der Hand und beste Gesellschaft – was will man mehr? Und das ist erst der Anfang - für kommende Veranstaltungen darf das Publikum eigene Lieblingstexte vorschlagen – ob Limerick, Romankapitel oder Songtext: Das geschriebene Wort gilt.

Es werden unter anderem Texte von Dirk Heidicke, Jürgen von der Lippe, Horst Evers und Thorsten Sträter gelesen.

Micha Magel stammt aus Magdeburg und spielt seit 2007 als Ensemblemitglied bei OLVENSTEDT PROBIERT'S, was ihn zum Studium motivierte.

Sein Schauspielstudium absolvierte Magel von 2009 bis 2013 an der Hochschule für Film und Fernsehen “Konrad Wolff” in Potsdam. Die Abschlusskinoproduktion “Totale Stille” wurde für den “Max Ophüls Preis” nominiert. Von 2013 bis 2016 war er festes Ensemblemitglied am Theater der Altmark in Stendal.
Im Juni 2015 wurde er für seine schauspielerischen Leistungen mit dem Stendaler Theaterpreis ausgezeichnet. Seit der Spielzeit 2016/17 ist Michael Magel freiberuflich tätig. 2024 arbeitet er erstmals als Regisseur.

Thomas Wiesenberg schloss seine Ausbildung zum Dipl. Schauspieler an der hmt Rostock 2007 ab. Nach einem Engagement an den Westfälischen Kammerspielen, wo er als „Karl Moor“ und „Cyrano de Bergerac“ auf der Bühne stand, ist er bundesweit als freier Schauspieler, Regisseur und Autor unterwegs. 2015 gründete er das KEHLRKAFT Institut für stimmliche Fitness.
In seiner künstlerischen Arbeit steht der Kontakt zum Publikum gerade dort, wo man Theater nicht vermutet, immer stärker im Fokus. Mit „Das Knigge Dinner“ entwickelte er 2019 eine exklusive Dinnershow, mit „Fack ju, Schiller!“ und „ANTIgone: Demokratie live!“ ein Format für mehr Kultur im Klassenraum. Seine Rezitationen „LeseSturm“ wollen für lebendige Worte begeistern.

Eintritt: VVK 18 Euro, AK 20 Euro, ermäßigt 15 Euro

Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit den Kammerspielen Magdeburg

22.06.2026