Gedenkveranstaltung zum Volksaufstand 1953
Dialog mit der Geschichte
Was: Gedenken anlässlich des Volksaufstandes von 1953
Wann: 17. Juni 2026, 15:00 Uhr
Wo: Gedenkstätte Moritzplatz
„Noch heute erinnert uns der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 an die Kraft und den Zusammenhalt von über 20.000 Magdeburgern und Magdeburgerinnen, die an jenem Tag auf die Straße gingen. Mit der brutalen Zerschlagung der Demonstrationen bewies sich letztendlich die Situation der Unterdrückung der Menschen in der DDR“, sagt Oberbürgermeisterin Simone Borris über das historische Ereignis. „Am Gedenktag treten wir in den Dialog mit der Geschichte und erinnern an die zahlreichen Opfer dieses Schicksalstags unserer Stadtgeschichte.“
Zur Gedenkstunde am 17. Juni in der Gedenkstätte Moritzplatz werden Oberbürgermeisterin Simone Borris sowie der Leiter der Gedenkstätte Moritzplatz Dr. Daniel Bohse und der Vorsitzende der Vereinigung der Opfer von Stalinismus Dr. Carl-Gerd Winter Worte der Erinnerung beitragen. Andreas Arnsfeld vom Landesverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wird ein Totengedenken sprechen. Beendet wird der würdige Rahmen mit einer Schweigeminute, einer Kranzniederlegung und Musik. Im Anschluss finden Führungen durch die Gedenkstätte statt.
Magdeburg gehörte in der DDR zu den Schwerpunktregionen des Volksaufstandes, der sich gegen die Pläne der Führung der SED richtete und gleichsam für Selbstbestimmung, Freiheit und politische Teilhabe stand. In den gewalttätigen Auseinandersetzungen wurden viele Menschen verletzt und einige sogar getötet. Hunderte Teilnehmende der Demonstrationen wurden in den Tagen und Wochen nach dem 17. Juni 1953 im Auftrag der Führung der SED verhaftet und verurteilt. Heute erinnern in Magdeburg unter anderem der Platz des 17. Junis und die Gedenkstätte Moritzplatz an den Volksaufstand von 1953.