Rund 3.500 Bäume werden mit Bakterienextrakt besprüht
Der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe hat mit der alljährlichen, biologischen Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners durch ein spezialisiertes Fachunternehmen in den großen Parkanlagen begonnen. Voraussichtlich bis Ende Mai wird der Schädling an rund 3.500 Eichen im gesamten Magdeburger Stadtgebiet vorbeugend bekämpft.
Neben den städtischen Friedhöfen wie dem West-, Ost- und Südfriedhof sowie dem Buckauer und dem Brückfelder Friedhof werden die Schädlinge in Grünanlagen und im straßenbegleitenden Grün in fast allen Stadtteilen und Ortschaften Magdeburgs bekämpft. Schwerpunkte bilden dabei jedoch der Herrenkrugpark, der Stadtpark Rotehorn, der Wiesenpark, der Vogelgesangpark, der Nordpark, die Straße nach Randau und der Naturlehrpfad „An der alten Elbe“.
In schwer erreichbaren Bereichen wie auf der Marieninsel im Stadtpark Rotehorn kommt in diesem Jahr erstmals eine Drohne zum Einsatz. Diese besprüht die Eichen punktuell und gezielt mit dem notwendigen Bakterienextrakt.
Ziel des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe ist es, das Vorkommen des Schädlings und somit die davon ausgehende Gefahr im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten weitestgehend einzudämmen. Zwar ist ein vollständiger Schutz gegen den Eichenprozessionsspinner auch mit einer ausgedehnten biologischen und manuellen Bekämpfung nicht möglich, jedoch kann die von den Brennhaaren der Raupen ausgehende Gefahr durch diese Maßnahmen stark gemindert werden.
So werden die betroffenen Eichen zunächst mit einem Bakterienextrakt besprüht, welches von den Raupen über die Blätter aufgenommen wird. Daraufhin stellen die Raupen ihre Nahrungsaufnahme ein und verenden wenig später. Wie in den vorangegangenen Jahren findet im Anschluss an die biologische Bekämpfung eine Nachkontrolle der betroffenen Eichen statt. Festgestellte Nester werden im Sommer durch ein manuelles Absaugverfahren entfernt.
Trotz der aktiven Bekämpfung gilt es, die betroffenen Bereiche in den Park- und Grünanlagen zu meiden. Diese sind in Magdeburg durch Absperrungen gekennzeichnet. Darüber hinaus sollten die Raupen und Gespinste unter keinen Umständen berührt werden.