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46. Verlegung am 4. Mai

Am 4. Mai werden in Magdeburg 17 neue Stolpersteine zur Erinnerung an verschleppte und ermordete Magdeburger Jüdinnen und Juden verlegt. Die städtische Arbeitsgruppe „Stolpersteine für Magdeburg“ lädt ab 11.35 Uhr zur 46. Verlegung ein. Angehörige von Überlebenden begleiten die Verlegungen und berichten von den Lebenswegen ihrer Familien.

Mehr als 860 Stolpersteine liegen inzwischen auf den Gehwegen Magdeburgs – dort, wo Menschen lebten, die nach 1933 gedemütigt, verfolgt, deportiert oder ermordet wurden. Die meisten von ihnen waren Jüdinnen und Juden. Mit den diesjährigen Verlegungen wird ein zentrales Vorhaben der Arbeitsgruppe beendet: die Erinnerung an die ermordeten Magdeburger Jüdinnen und Juden sichtbar im Stadtbild zu verankern. Weitere Verlegungen sind für den 1. und 2. Juli (33 Stolpersteine) sowie den 20. Oktober (13) geplant.

Gespräch mit Nachfahren von Überlebenden im Rahmen der Verlegungen

Am 4. Mai sowie auch bei den zwei weiteren Verlegungen in diesem Jahr werden Nachfahren von Überlebenden, darunter aus den USA, als Gäste erwartet. Sie berichten im Rahmen der Stolpersteinverlegungen von den schwierigen Lebenswegen ihrer Familien und geben persönliche Einblicke in deren Schicksale.

Ab 11.35 Uhr werden an folgenden Orten in der Stadt die 17 Gedenksteine verlegt:

11.35 Uhr

Siegfried Beifus

gegenüber Ebendorfer Straße 4

12.10 Uhr

Familie Fiszel

Fußweg am Schleinufer, zwischen Petriförder und Plastik „Der Fährmann“

12.35 Uhr

Hertha Moses 

nördlich der Listemannstraße,

Höhe Weitlingstraße

13.00 Uhr

Emma Nathan

Walther-Rathenau-Straße,

nahe der Gustav-Adolf-Straße

13.25 Uhr

Familie Herzberg

Denhardtstraße 16

13.50 Uhr 

Leopold Harf

Ernst-Lehmann-Straße 26

14.15 Uhr

Ehepaar Fabian 

Hohepfortestraße 40,

vor dem Studentenwohnheim

14.40 Uhr

Ehepaar Wittstock und

Gertrud Wolff

Pappelallee 20

15.00 Uhr 

Max Romann

Pappelallee 6

Stolpersteine in Magdeburg

Die Gedenksteine haben eine Messingoberfläche, auf der die Namen und biografischen Daten der Opfer, der Zeitpunkt der Deportation und der Deportationsort eingraviert sind. Seit 1997 setzt der Kölner Künstler Gunter Demnig diese zehn mal zehn Zentimeter großen Betonquader mit eingelassener Messingplatte in den Boden vor ehemaligen Wohnhäusern und Wirkungsstätten von Opfern des Nationalsozialismus. Finanziert werden die Erinnerungsmale ausschließlich durch Spenden.

Die Landeshauptstadt und die Arbeitsgruppe „Stolpersteine für Magdeburg“ danken allen Spenderinnen und Spendern, die mit ihrer finanziellen Unterstützung zur Verlegung der besonderen Gedenksteine beitragen. Insgesamt konnten bereits über 860 Stolpersteine im Magdeburger Stadtgebiet verlegt werden. Jede Spenderin und jeder Spender wird kontaktiert und zu den Verlegungen eingeladen.

Weitere Unterstützung bei der Finanzierung dieser Gedenksteine ist daher jederzeit willkommen. Ein Stolperstein kostet 120 Euro, für die grafische Gestaltung eines Gedenkblattes kommen jeweils 35 Euro hinzu. Wer spenden möchte, kann dafür die Bankverbindung der Landeshauptstadt Magdeburg bei der Sparkasse MagdeBurg, IBAN DE02 8105 3272 0014 0001 01 nutzen. Als Verwendungszweck ist bitte die Bezeichnung 37994311/Stolpersteine anzugeben. Wer darüber hinaus zusätzlich seine Adresse im Verwendungszweck vermerkt, erhält anschließend eine Spendenbescheinigung.

Interessierte können zudem über die App „Stolpersteine digital“ per Smartphone weiterführende Informationen zu Leben und Schicksal der Menschen abrufen, deren Namen auf den Steinen verzeichnet sind.

Für Fragen und weitere Informationen zu den Stolpersteinen stehen die Mitarbeitenden des Kulturbüros unter der Rufnummer 0391/5402134 zur Verfügung. Einen regelmäßig aktualisierten Stadtplan mit den Orten der Stolpersteine und weitere Informationen sind im Internet unter https://www.magdeburg.de/stolpersteine verfügbar.

28.04.2026