Kulturstiftung Kaiser Otto erinnert an ihre Gründung
Am Jahrestag ihrer Gründung blickt die Kulturstiftung Kaiser Otto auf ihre Arbeit für europäische Verständigung, Kultur und Erinnerung zurück. Zugleich richtet sich der Blick nach vorn: Am 30. April 2026 tritt das Preiskomitee zusammen, um den nächsten Preisträger oder die nächste Preisträgerin des Kaiser-Otto-Preises 2027 zu nominieren. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung eine Persönlichkeit oder Institution, die sich in besonderer und vorbildhafter Weise öffentlich für liberale Werte, gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie für Frieden und Freiheit in Europa einsetzt.
Anlässlich ihres Gründungstages, dem 17. April 2003, erinnert die Kulturstiftung Kaiser Otto an die Entwicklung und Wirkung ihrer Arbeit in den vergangenen Jahren. Seit ihrer Gründung durch die Landeshauptstadt Magdeburg und die Sparkasse MagdeBurg engagiert sich die Stiftung dafür, das historische Erbe Ottos I. und das Gedenken an Magdeburg als mittelalterliche Metropole lebendig zu halten sowie die Bedeutung der Stadt als europäischen Erinnerungsort sichtbar zu machen. Die Kulturstiftung Kaiser Otto versteht sich dabei als Impulsgeberin für den europäischen Dialog – ausgehend von Magdeburg, einem Ort, an dem sich Geschichte und Gegenwart Europas auf besondere Weise verbinden.
„Neben der Verleihung des Kaiser-Otto-Preises als Herzstück hat sich die Stiftung in den vergangenen Jahren mit eigenen Projekten, Gesprächsformaten und kulturellen Kooperationen als Plattform für den europäischen Dialog etabliert“, erklärt die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Magdeburg und Kuratoriumsvorsitzende Simone Borris. „Dazu zählen öffentliche Diskussionsformate, kulturelle Förderprojekte sowie Initiativen, die die historische Rolle Magdeburgs für Europa stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken.“
Aktuell richtet sich der Blick bereits auf die nächste Preisverleihung im kommenden Jahr. Am 30. April 2026 tritt das Preiskomitee der Stiftung zusammen, um über die Nominierung des nächsten Preisträgers oder der nächsten Preisträgerin für den Kaiser-Otto-Preis zu beraten und abzustimmen. Das Preiskomitee ist auch in diesem Jahr breit und interdisziplinär zusammengesetzt. Ihm gehören neben Mitgliedern des Kuratoriums und des Vorstands der Stiftung auch eigens berufene Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft an.
Diese vielfältige Zusammensetzung stellt sicher, dass unterschiedliche Perspektiven in die Beratung einfließen und die Entscheidung über die mit dem Kaiser-Otto-Preis 2027 zu ehrende Persönlichkeit auf einer fundierten, ausgewogenen Grundlage getroffen wird. Die Mitglieder des Preiskomitees wurden zuvor gebeten, Vorschläge geeigneter Persönlichkeiten einzureichen.
Im Fokus der Betrachtung stehen dabei das öffentliche Wirken der vorgeschlagenen Persönlichkeiten und Institutionen, deren Haltung zu liberalen Grundwerten sowie ihr nachhaltiger Beitrag zur Förderung von Dialog, Toleranz und demokratischer Kultur, insbesondere im ost- und südosteuropäischen Raum. Das Gremium wird die Leistungen der Nominierten sorgfältig prüfen und in einem gemeinsamen Entscheidungsprozess eine Preisträgerin oder einen Preisträger bestimmen. Über das Ergebnis der Beratungen sowie die Bekanntgabe der Preisträgerin bzw. des Preisträgers wird die Kulturstiftung Kaiser Otto zu einem späteren Zeitpunkt informieren.
Mit der Einberufung des Preiskomitees bekräftigt die Kulturstiftung Kaiser Otto ihren Anspruch, außergewöhnliches pro-europäisches Engagement sichtbar zu machen und Persönlichkeiten zu ehren, die durch ihr Handeln Orientierung geben und Verantwortung für eine offene, friedliche und freie Gesellschaft übernehmen. Die Landeshauptstadt Magdeburg positioniert sich damit nachhaltig als Ort europäischer Werte-Debatten. Der Kaiser-Otto-Preis ist zugleich moralischer Kompass für eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Werten, die das demokratische Gemeinwesen tragen.
„Von Otto dem Großen, der Magdeburg im 10. Jahrhundert zu einem Zentrum kaiserlicher Verantwortung von europäischer Bedeutung machte, über Eike von Repgow, dessen ‚Sachsenspiegel‘ im Mittelalter Recht, Ordnung und bürgerliches Selbstverständnis prägte, bis in die Neuzeit zieht sich in Magdeburg eine Linie des Ringens um Verantwortung, Freiheit und öffentliches Gewissen“, so Oberbürgermeisterin Simone Borris. „Dieses historische Erbe ist für uns Verpflichtung und Maßstab zugleich. Mit dem Kaiser-Otto-Preis würdigen wir eine Persönlichkeit, die liberale Werte, Frieden und Freiheit in heutigen Zeiten sichtbar macht und nachdrücklich vertritt und damit an eine Tradition anknüpft, die Magdeburg seit Jahrhunderten prägt.“
Nähere Informationen zum Preiskomitee und zur Arbeit der Kulturstiftung finden Interessierte unter www.kulturstiftung-kaiser-otto.de im Internet.