Rathausempfang für Magdeburger Ehejubilare
Magdeburger Ehepaare, die im Januar und Februar ihre Goldene, Diamantene, Eiserne oder Gnadenhochzeit gefeiert haben, hat die Stadt heute im Alten Rathaus feierlich empfangen. Oberbürgermeisterin Simone Borris gratulierte den Eheleuten persönlich und bedankte sich für die vielen Jahre, in denen die Paare das Stadtgeschehen mitgestaltet haben. Wie sehr sich die Stadt unter Mitwirkung dieser Magdeburgerinnen und Magdeburger verändert hat, zeigte eine Rückschau auf die Jahre 1956, 1961, 1966 und 1976 – die Jahre ihrer Eheschließungen.
„In den vergangenen Jahrzehnten sind Sie nicht nur als Paar gewachsen. Ihre persönliche Geschichte hat sich im Laufe der Jahre immer enger mit Magdeburg verwoben. Mit Ihren Erlebnissen, Entscheidungen und Handlungen haben Sie das gesellschaftliche Leben und die Entwicklung unserer Stadt aktiv mitgestaltet“, betonte Oberbürgermeisterin Simone Borris das gesellschaftliche Wirken der Ehepaare. „Sie haben unsere Stadt zu dem lebens- und liebenswerten Ort gemacht, der sie heute ist. Hierfür möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken!“
Bei dem traditionellen Empfang erhielten die Ehejubilare Glückwunschurkunden des Landes Sachsen-Anhalt und der Landeshauptstadt Magdeburg sowie eine Rose. Bei Kaffee und Kuchen konnten die Gäste ihre Erinnerungen miteinander teilen und mit der Oberbürgermeisterin ins Gespräch kommen. In ihrer Festrede hatte Simone Borris auf historische Veränderungen zurückgeblickt, die auch die Magdeburger Paare in ihren persönlichen Lebensgeschichten begleitet haben.
Besondere Momente der Stadtgeschichte aus den Jahren der Eheschließungen
Im Jahr 1956 waren die Trümmer des Zweiten Weltkrieges größtenteils beseitigt, sodass in Magdeburg Neues entstehen konnte. Unter anderem wurden der Grundstein für die Hochschule für Schwermaschinenbau, die heutige Otto-von-Guericke-Universität, gelegt und die Straßenbahnstrecke über den Nordbrückenzug eröffnet.
Im Jahr 1961 blühte vor allem das kulturelle Leben in Magdeburg auf. Zum ersten Mal erklangen die „Sonntagsmusik“ des Arbeitskreises „Georg Philipp Telemann“, die Kreuzgangserenade im Kloster Unser Lieben Frauen als Wiederaufnahme seit 1943 sowie Beethovens 9. Sinfonie als Gedenkkonzert am Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs 1945 – Traditionen, die bis heute bestehen.
Im Jahr 1966 hatte sich Magdeburg bereits zur Stadt des Schwermaschinenbaus entwickelt. Dem Wasserwerk in Colbitz wurde die vollständige Wasserversorgung der Stadt übertragen und das Wasserwerk Buckau war fortan der industriellen Nutzung vorbehalten. Zudem wurde die wieder errichtete Stadthalle ihrer Bestimmung übergeben.
Im Jahr 1976 hatte der Siedlungsbau das Magdeburger Stadtbild verändert. Im Kroatenweg wurde bereits die 45.000-ste Wohnung seit dem Wiederaufbau sowie in der Schilfbreite der erste 16-geschossige Wohnblock übergeben. Der Magdeburger Ring wurde fertiggestellt und das Puppentheater Magdeburg richtete das 1. Puppentheaterfestival der DDR aus.
Zahlen zu den Ehe- und Altersjubilaren in Magdeburg
Seit 1993 werden in der Landeshauptstadt Hochzeitspaare anlässlich ihrer Ehejubiläen geehrt und seit 1994 in das Rathaus eingeladen. Insgesamt wurden von 1993 bis 2025 18.842 Goldene Paare, 6.620 Diamantene Paare, 1.940 Eiserne Paare sowie 255 Gnadehochzeitspaare und 8 Kronjuwelenhochzeitspaare im Alten Rathaus geehrt. Im Jahr 2026 werden insgesamt 1.306 Ehepaare in das Alte Rathaus eingeladen.
Eine persönliche Gratulation der Landeshauptstadt Magdeburg wird auch Personen zuteil, die 100 Jahre und älter werden. Somit wird die Oberbürgermeisterin in diesem Jahr voraussichtlich über hundert Magdeburgerinnen und Magdeburgern zum Geburtstag schriftlich oder persönlich gratulieren. Die ältesten sind dabei allesamt Frauen: Drei Damen werden 106 Jahre alt sowie weitere fünf 105 Jahre.