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Eine literarische Dystopie über Liebe und Selbstverlust in der digitalen Zukunft

Eine der derzeit prägenden literarischen Stimmen aus dem Baltikum wird am Freitag, 20. März, um 17 Uhr in der Stadtbibliothek Magdeburg erwartet. Im Umfeld der Leipziger Buchmesse stellt die litauische Autorin Une Kaunaite ihren Erfolgsroman „2084“ vor.
„2084“ bewegt sich zwischen Dystopie und Liebesgeschichte und schreibt George Orwells berühmte düstere Zukunftsvision „1984“ hundert Jahre später weiter in einer Ära digitaler Überwachung, algorithmischer Sehnsucht und emotionaler Simulation. In einer Zukunft, in der die Menschen ihr Leben fast vollständig in der virtuellen Realität „Bubble“ verbringen, verschwimmen die Grenzen zwischen Wahrheit, Erinnerung und Programmierung. Kajus, ein stiller Beobachter in dieser künstlich perfektionierten Welt, versucht zu begreifen, was noch echt ist. Sind es Gefühle, Freundschaft oder nur Datenströme, die das simulierte Glück am Laufen halten?
Mit kühler Klarheit und philosophischer Tiefe entwirft Une Kaunaite ein erschütternd gegenwärtiges Zukunftsbild. Sie erzählt von Liebe und Verlust im digitalen Zeitalter, von der Sehnsucht nach Nähe in einer Welt totaler Vernetzung und stellt die große Frage: Was geschieht, wenn Künstliche Intelligenz beginnt, unsere Geschichten zu schreiben – und unser Leben zu beenden?
Une Kaunaite wurde 1991 in Vilnius geboren, studierte in St. Andrews und Cambridge und arbeitete im litauischen Kultusministerium. Der 2023 veröffentlichte Roman „2084“ wurde mehrfach ausgezeichnet und erscheint jetzt in deutscher Sprache. Gemeinsam mit der Stadtbibliothek lädt die Partnerschaftsaktion Ost, Hilfswerk für Osteuropa im Bistum Magdeburg, als Kooperationspartnerin alle interessierten Gäste zur Autorenlesung mit Une Kaunaite am Freitag, 20. März, um 17 Uhr in die Zentralbibliothek der Stadtbibliothek Magdeburg, Breiter Weg 109, ein. Der Eintritt ist frei.

18.03.2026