Festivaleinladung für "Minihorror"
„Minihorror“ von Barbi Marković, die in Deutscher Erstaufführung am Theater Magdeburg Premiere hatte, ist eine von insgesamt 12 ausgewählten Produktionen. Zu sehen sind bei „Radikal jung“ in München neben der Magdeburger Produktion zukunftsweisende Inszenierungen aus Berlin, Bremen, Freiburg, Hamburg, Marseille, München, Münster und Wiesbaden.
„Minihorror – die Komödie über den Horror des Alltags – hat eine Kraft entfaltet, die uns selbst überrascht hat. Dass wir mit diesem Stück erneut nach München eingeladen werden, ist für uns mehr als eine Auszeichnung – es ist ein starkes Zeichen dafür, wie intensiv und leidenschaftlich dieses Team um Alina Fluck sowie alle Beteiligten im Theater zusammenarbeiten. Wir sind stolz und zutiefst dankbar“, sagt Bastian Lomsché aus dem Team der Schauspielhausleitung Magdeburg.
Theaterfestival "Radikal jung"
Das renommierte Theaterfestival „Radikal jung“, das sich der Förderung junger Talente im Theater im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus widmet, findet vom 23. April bis 3. Mai 2026 im Münchner Volkstheater statt.
Das Kuratorium des Festivals lädt jedes Jahr junge Talente im Bereich der Theaterregie ein, die sich mit ihren Arbeiten in der deutschen und europäischen Theaterlandschaft hervorgetan haben. In diesem Jahr haben der Theaterkritiker Bernd C. Sucher, die Theaterkritikerin Christine Wahl, die Schauspielerin und Regisseurin Isabel Redfern und die Dramaturg:innen des Münchner Volkstheaters, Hanna Mey und Leon Frisch, mehr als 60 Arbeiten für die Auswahl gesichtet.
Informationen zum Stück "Minihorror"
Um den Horror des Alltags geht es in dem mit dem Buchpreis der Leipziger Buchmesse 2024 ausgezeichneten Kurzgeschichtenband „Minihorror“ von Barbi Marković.
Obwohl schlimme Sachen in der Welt passieren, fühlen sich Mini und Miki seit dem Kauf ihrer neuen Küchenplatte bei IKEA okay. Sie stehen auf, trinken Kaffee und arbeiten zuhause oder im Büro. Sie versuchen, mit Partygästen gemeinsame Gesprächsthemen zu finden und, als die, die nicht „von hier“ sind, dazuzugehören. Immer wieder werden sie von Gefahren heimgesucht: Miki gerät in eine toxische Beziehung mit einer Babykatze und Mini versucht das gesichtslose Kitzelmonster abzuschütteln, das sie seit ihrer Kindheit verfolgt. Markovićs Geschichten über Banalitäten des Paaralltages, Albträume mi-grantischer Lebenswirklichkeit und die Kunst, den Moment kurz vor der Katastrophe zu erkennen, erhielten 2024 den Preis der Leipziger Buchmesse.
Das dänische Ausstattungs-Duo MOTHER versetzt das Geschehen in einen „Minimarkt“, eine sterile, eher unheimelige Möbelausstellung mit Preisschildern, aber auch magischen Elementen. Regisseurin Alina Fluck, die in Magdeburg zuletzt „Die Zukünftige“ inszenierte, lässt die vier Spieler:innen abwechselnd in die Rollen der beiden Protagonist:innen Miki und Mini schlüpfen und deren Alltagsgeschichten inklusive unheimlicher Kippmomente erleben.
Es spielen Anton Andreew, Laura Fouquet, Luise Hart und Niklas Hummel.
Die Regisseurin Alina Fluck
Alina Fluck studierte Medien- und Kulturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, bevor sie von 2016 bis 2018 als Regieassistentin am Schauspiel Köln engagiert war. Dort gab sie 2018 mit der herzerlfresser von Ferdinand Schmalz ihr Regiedebüt. 2023 schloss sie ihr Regiestudium an der HfS Ernst Busch mit der Inszenierung Eine Zierde für den Verein nach Marieluise Fleißer ab. Während ihres Studiums inszenierte sie unter anderem Der Rest wird leicht sein nach Tove Ditlevsen, Café Populaire von Nora Abdel-Maksoud, DEINE MACHT MIR NICHTS von Lena Reißner und König Lear nach William Shakespeare. Fluck war Stipendiatin der „Ursula Lachnit-Fixson Stiftung“. In der Spielzeit 2024/25 arbeitet sie am Theater Osnabrück, am Theater Aachen und am Theater Magdeburg. In Magdeburg inszenierte sie bereits 2024 „Die Zukünftige“ von Svenja Viola Bungarten.
Vorstellungstermine
Letzte Vorstellung in Magdeburg:
Donnerstag, 16.4., 19.30 Uhr, Schauspielhaus, K2
Vorstellungen in München:
Sonnabend, 25.04., 20 Uhr Sonntag, 26.4.,19.30 Uhr