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JAZZ IN DER KAMMER Dell-Lillinger-Westergaard am 19. Januar im Forum Gestaltung

Montag ist Jazztag im Forum Gestaltung. Zum Jahresbeginn begrüßt das Forum das Ensemble DLW: Dell-Lillinger-Westergaard wurde 2010 von Christopher Dell (Vibraphon, Komposition), Christian Lillinger (Perkussion, Komposition) und Jonas Westergaard (Kontrabass, Komposition) gegründet.

Die Wege der drei vielseitig veranlagten Instrumentalisten und Komponisten hatten sich in der Musikmetropole Berlin zuvor schon mehrfach gekreuzt, und so beschlossen sie, neben ihren diversen anderen Projekten insbesondere in dieser Trio-Besetzung eine eigene Musik zu entwickeln und sich dabei in Echtzeit immer wieder neu zu erfinden.

Die Musik

Im Grenzbereich zwischen auskomponierter zeitgenössischer Musik, experimenteller Forschung und Avantgarde haben Dell-Lillinger-Westergaard seitdem ihre eigene musikalische Sprache geschaffen. Die gemeinsame Entwicklung ist durch zahlreiche Konzerte und Aufnahmen dokumentiert, aber auch durch die immer wiederkehrenden Kooperationen mit so unterschiedlichen musikalischen Partnern wie John Tchicai (Saxophon) oder Tamara Stefanovich (Klavier).

Die Ensemblegeschichte

BESETZUNG: Christopher Dell | Vibraphon, Komposition
Christian Lillinger | Perkussion, Komposition
Jonas Westergaard | Kontrabass, Komposition

Live-Mitschnitte und produzierte Aufnahmen von Dell-Lillinger-Westergaard sind u.a. auf den Alben „Grammar“ (2013), „Grammar II“ (2019), „Beats“ (2021), „Beats II“ (2023) dokumentiert. Die Zusammenarbeit mit Johannes Brecht (Elektronik) mündete in den Aufnahmen von „Boulez Materialism“ (2018), bei der eine kunstvolle Inszenierung struktureller Klangbewegungen auf eine in der zeitgenössischen Musik bis dahin nicht bekannte Weise vollzogen wurde. Gleichzeitig wird in diesem Projekt die akustische Musik von Dell-Lillinger-Westergaard durch live-elektronische Mittel von Johannes Brecht erweitert. Der hybride Aufbau einer Mischung von akustischen und elektronischen Klängen verleiht der Musik von DLW hierbei eine unverwechselbare Färbung und orchestralen Reichtum. Angelehnt an das Verfahren der Prolifération, wie es Pierre Boulez beschrieben und angewendet hat, entsteht so aus relativ kleindimensioniertem Ausgangsmaterial eine große Form.

Durch die Zusammenarbeit mit Tamara Stefanovich konnten sich Dell-Lillinger-Westergaard seit 2019 noch intensiver mit Entwicklungen der Avantgardemusik auseinandersetzen und die Erfahrungen in ihre Eigenkompositionen einspeisen. Konzerte im Resonanzraum Hamburg, in der Neuen Nationalgalerie Berlin und beim Festival Klangspuren Schwaz in Österreich dokumentierten diese Entwicklung jüngst. 2022/2023 erwartet das Ensemble Einladungen zu Konzertreihen und Festivals in München, Stuttgart, Hamburg, Köln, Basel, Wien und die Wittener Tage für neue Kammermusik.

Tickets 

Tickets gibt es im Forum Gestaltung für (20 € | 15 € ermäßigt). 

13.01.2026