Magdeburger Innenstadt: Abschlussbericht zur Belebung vorgestellt
Erreichte Maßnahmen und positive Impulse
Mehrere Projekte haben in den vergangenen Jahren zur Belebung der Innenstadt beigetragen. Auf dem Wochenmarkt sorgten Themenmonate wie „Kunst & Kreatives“ oder „Mythen und Magie“ sowie zusätzliche Straßenmusik für eine lebendigere Atmosphäre. Auch ein zeitweise angebotenes Kinderbetreuungsangebot an Samstagen sollte Familien entlasten, wurde jedoch nur in geringem Umfang genutzt.
Ein wichtiger Baustein war das Hasselbachplatzmanagement. Es stand Unternehmen als Ansprechpartner zur Verfügung, organisierte Veranstaltungen und stärkte den Austausch zwischen Gewerbetreibenden und Verwaltung – besonders in Zeiten von Bauarbeiten und verkehrlichen Einschränkungen.
Darüber hinaus setzten die durch das Strategiepapier unterstützten Geschäftsstraßenmanagements in Stadtfeld, Neustadt, Sudenburg, der IG Innenstadt sowie dem Verein Buckau e. V. zahlreiche lokale Maßnahmen um, die die Attraktivität der jeweiligen Stadtteile erhöhten.
Mit den farbigen ENZI‑Sitzmöbeln wurden neue Aufenthaltsorte geschaffen, die von vielen Menschen gern genutzt wurden und das Stadtbild an verschiedenen Stellen aufwerteten. Besonders erfolgreich blieb die Magdeburger Lichterwelt. Die großflächige Lichtinstallation lockte erneut zahlreiche Gäste in die Innenstadt und unterstützte Handel und Gastronomie spürbar im Weihnachtsgeschäft.
Die MMKT GmbH begleitete viele Maßnahmen des Strategiepapiers mit gezielten Marketingaktionen – darunter die Kampagne „Magdeburg erleben“ sowie die umfassende Bewerbung der Magdeburger Lichterwelt – und trug damit maßgeblich zur Bekanntheit der Angebote bei.
Rückmeldungen der Händlerinnen und Händler
Um die Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen einschätzen zu können und konkrete Hinweise für die zukünftige Innenstadtentwicklung zu erhalten, hat die Stadt rund 600 innerstädtische Händlerinnen und Händler befragt. Etwa 10 % nahmen teil und gaben wertvolle Einblicke in ihre aktuelle Situation.
Die Rückmeldungen zeigen deutlich, welche Herausforderungen den Alltag der Gewerbetreibenden prägen. Viele Betriebe berichten von spürbaren Auswirkungen der zahlreichen Baustellen und Verkehrseinschränkungen, die Erreichbarkeit und Umsätze beeinträchtigen. Auch das Thema Parken sowie das allgemeine Sicherheitsgefühl spielen für viele eine zentrale Rolle.
Darüber hinaus wird eine höhere Aufenthaltsqualität gewünscht, insbesondere durch mehr Sauberkeit, gepflegte öffentliche Räume, Grünflächen und ein attraktives Umfeld. Ein vielfältiger Branchenmix gilt aus Sicht der Befragten als entscheidend, um die Innenstadt langfristig attraktiv zu halten.
Fazit der Stadtverwaltung
Die Auswertung zeigt, dass einzelne Aktionen zwar positive Akzente setzen, ihre Wirkung jedoch oft punktuell bleibt. Projekte mit großer Strahlkraft – wie die Lichterwelt – entfalten dagegen nachhaltige Effekte und stärken das Image der Innenstadt deutlich.
Für die kommenden Jahre setzt die Stadtverwaltung daher verstärkt auf Maßnahmen, die Sicherheit, Sauberkeit, Grünflächen und Aufenthaltsqualität verbessern und gleichzeitig gut planbare, wirksame Aktionen ermöglichen.
Rückblick auf das Jahresende 2025
Zum Abschluss des Jahres 2025 standen Maßnahmen zur Unterstützung des Weihnachtsgeschäfts im Mittelpunkt. An allen vier Adventssamstagen konnten Besucherinnen und Besucher ab 12 Uhr kostenfrei auf kommunalen Flächen parken.
Begleitende Werbekampagnen in Sachsen‑Anhalt und Niedersachsen, ergänzt durch Radiowerbung, machten zusätzlich auf das Weihnachtsshopping in Magdeburg aufmerksam. Diese Aktivitäten flankierten die Lichterwelt und sollten die Erreichbarkeit der Innenstadt in einer Phase intensiver Bautätigkeit verbessern.
Ausblick auf 2026
Für das laufende Jahr plant die Stadt weitere Schritte zur Stärkung der Innenstadt. Dazu gehört die Teilnahme an der bundesweiten Studie „Vitale Innenstädte 2026“, um die Bedürfnisse der Besucherinnen und Besucher noch genauer zu erfassen.
Zudem sollen Maßnahmen zur Verbesserung von Sauberkeit, Sicherheit und Aufenthaltsqualität weiter ausgebaut werden – etwa durch zusätzliche Begrünung, neue Sitzmöglichkeiten und eine verstärkte Präsenz von Ordnungsdiensten.
Auf Grundlage des Abschlussberichts und der Rückmeldungen aus der Händlerschaft wird die Stadtverwaltung die Innenstadtentwicklung 2026 gezielt weiter vorantreiben.