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Programm der Vortragsreihe „Wissenschaft im Rathaus"  

Wissenschaft im Rathaus heißt es einmal im Monat montags im Alten Rathaus. Dann präsentieren Magdeburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre aktuelle Forschung und tauschen dafür ihr Forschungslabor und den Hörsaal mit dem Rathaus.

Dabei werden aktuelle Forschungsthemen aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen beleuchtet, die sowohl die ganze Bandbreite als auch die Schwerpunkte des Wissenschaftsstandorts Magdeburg verdeutlichen. Die Vortragsreihe „Wissenschaft im Rathaus“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Magdeburger Forschungseinrichtungen, der Städtischen Volkshochschule und der Stadtverwaltung.

Beginn ist jeweils 19.00 Uhr im Bereich Ausstellung/Empfang.  Die Teilnahme an der Veranstaltung im Alten Rathaus ist kostenlos. Zur Planung der Platzkapazitäten wird um Voranmeldung in der Städtischen Volkshochschule unter der Rufnummer 03 91/5 35 47 70  oder per E-Mail unter info@vhs.magdeburg.de  gebeten.

aktuelle Termine für 2026

Montag, 29. Juni 2026

KlimaNot - Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Notfall- und Akutversorgung aus?
mit Prof. Dr. med. Felix Walcher, Direktor des Institutes für Public Health in der Akutmedizin (IPHAM) der Universitätsmedizin Magdeburg und Dr. rer. nat. Kai Heimrath, Projektleiter KlimaNot

Wie wirken sich klimawandelbedingte Wetterphänomene auf die bundesweite Notfall- und Akutversorgung aus? Dieser Frage geht ein interdisziplinäres Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Walcher im Projekt „KlimaNot“ nach. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Medizin, Informatik und Mathematik untersuchen die konkreten Auswirkungen von Hitze auf die Inanspruchnahme von Notaufnahmen. Dabei werden auch die Folgen für verschiedene Patientengruppen sowie regionale Unterschiede betrachtet. Ziel ist es, evidenzbasierte Maßnahmen für eine verbesserte Versorgungsplanung zu entwickeln.


Montag, 28. September 2026
Zelluläre Immuntherapien: Neue Perspektiven von Krebs bis Autoimmunität
mit Prof. Dr. Dimitrios Mougiakakos, Leiter der Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie und Zelltherapie

Zelluläre Immuntherapien haben die Behandlung bestimmter Blut- und Lymphdrüsenkrebserkrankungen grundlegend verändert und ermöglichen in ausgewählten Fällen sogar eine Heilung. Am Universitätsklinikum Magdeburg werden diese innovativen Verfahren klinisch angewendet und kontinuierlich weiterentwickelt. Aktuell wird ihr Einsatz erfolgreich auf Autoimmunerkrankungen ausgeweitet - ein neues, dynamisches Feld mit großem Potenzial, in dem Magdeburg eine internationale Vorreiterrolle einnimmt. Der Vortrag gibt einen verständlichen Überblick über Funktionsweise, Chancen und Grenzen dieser Therapien.


Montag, 26. Oktober
Nicht selbstverständlich: Warum unser Leitungswasser Trinkwasser ist und Vertrauen verdient
mit Prof. Dr.-Ing. Irene Slavik, Inhaberin der Professur Siedlungswasserwirtschaft – Wasserversorgung im Fachbereich Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit an der Hochschule Magdeburg -Stendal

Was zwischen Ressource, Wasserwerk und Wasserhahn passiert – und warum Trinkwasser aus der Leitung eines der bestkontrollierten Lebensmittel ist. Der Vortrag zeigt allgemeinverständlich, welchen Weg unser Trinkwasser von der Ressource über die Aufbereitung und Verteilung bis zum Wasserhahn nimmt, welche technischen und hygienischen Anforderungen dahinterstehen und warum Wasser aus der Leitung nicht einfach „Leitungswasser“, sondern ein streng kontrolliertes Lebensmittel ist. Aktuelle Fragen, etwa zu Qualitätssicherung, Spurenstoffen und Arzneimittelrückständen, zum Vergleich mit Flaschenwasser sowie zur Bedeutung einer verlässlichen Trinkwasserversorgung im Alltag werden im Vortrag aufgegriffen.


Montag, 30. Nobvember 2026
Ageism Reloaded: Altersdiskriminierung durch künstliche Intelligenz
mit Dr. Justyna Stupinska, Inhaberin der Dorothea-Erxleben-Gastprofessur an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Fakultät für Humanwissenschaften, Bereich Soziologie

Der Vortrag stellt die Frage nach den Auswirkungen der Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz auf die Bevölkerung älterer Menschen. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnisse eines Forschungsprojekts zur Altersdiskriminierung in der KI. Zudem werden verschiedene Beispiele dafür gezeigt, wie KI alternde Gesellschaften beeinflussen kann und wie ältere Menschen KI-Werkzeuge wahrnehmen, nutzen oder ablehnen. Wir werden versuchen, die Frage nach der Zukunft von Fairness in algorithmischen Gesellschaften zu beantworten und zu untersuchen, wie alle Generationen von den Vorteilen technologischer Entwicklungen profitieren können.

(Stand: 22.06.2026)