Kaiser-Otto-Preis
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Der Kaiser-Otto-Preis

Der Kaiser Otto Preis ist eine Münze, auf der das jeweilige  Profil des Preisträgers zu sehen ist.

Die Landeshauptstadt Magdeburg erinnert mit dem Kaiser-Otto-Preis an die Verdienste Ottos des Großen und würdigt Persönlichkeiten, die sich um den europäischen Einigungsprozess besonders im Hinblick auf die ost- und südosteuropäischen Staaten und die Förderung des europäischen Gedankens verdient gemacht haben.

Mit der Vergabe des Preises will die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts nachdrücklich daran erinnern, welch großen Beitrag das Geschlecht der Ottonen aus seinem Kerngebiet zwischen Harz und Elbe für die frühmittelalterliche deutsche und europäische Geschichte geleistet hat.

Der Kaiser-Otto-Preis wurde 2005 aus Anlass des 1.200-jährigen Stadtjubiläums zum ersten Mal vergeben. Seitdem wird der Preis alle zwei Jahre im Rahmen eines Festaktes im Dom zu Magdeburg ab der Grablege Ottos des Großen überreicht.

Der Preis ist ein Ehrenpreis. Er beinhaltet eine Medaille in zeitgenössischer Gestaltung. Sie zeigt auf der Vorderseite ein Portrait der Preisträgerin oder des Preisträgers und rückseitig eines der Herrschersiegel Ottos des Großen. Die Medaille wird von Bernd Göbel, emeritierter Professor für Bildhauerei an der Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design in Halle (Saale) und Medaillieur mit internationalem Renomee gestaltet und hergestellt.

Neuer Termin im Oktober: Kaiser-Otto-Preis an Klaus Iohannis

Neuer Termin im Oktober: Kaiser-Otto-Preis an Klaus Iohannis

Am 14. Oktober 2020 erhält der rumänische Staatspräsident S.E. Klaus Werner Iohannis den diesjährigen Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt. Die Ehrung erfolgt im Rahmen eines feierlichen Festakts im Magdeburger Dom. Die eigentlich für den 25. Mai geplante Festveranstaltung musste aufgrund der zu dem Zeitpunkt geltenden Beschränkungen durch die Corona-Pandemie verschoben werden.

Porträt des rumänischen Staatspräsidenten Klaus Iohannis © Botschaft von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland
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© Botschaft von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland

Am 14. Oktober 2020 wird um 16:00 Uhr im Rahmen eines Festaktes der Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg an den rumänischen Staatspräsidenten Klaus Iohannis verliehen. Die Planungen und organisatorischen Vorbereitungen sind zwischenzeitlich wieder angelaufen, wenn auch mit erhöhten Auflagen und Sicherheitsbestimmungen aufgrund der Corona-Pandemie.

„Anders als bei früheren Preisverleihungen planen wir zurzeit aufgrund der geltenden Abstandsbestimmungen nur mit etwa 250 Gästen im Dom“, informiert Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. Dennoch zeigt er sich froh darüber, dass die Verleihung des wichtigsten Kulturpreises der Landeshauptstadt Magdeburg doch noch in diesem Jahr stattfinden kann. „Die Verleihung des Kaiser-Otto-Preises ist auch für mich stets ein besonderes Ereignis.

Klaus Iohannis: Pro-europäische und rechtsstaatliche Politik

„Bedeutende Persönlichkeiten, allesamt Verfechter*innen von Frieden, Demokratie und Weltoffenheit, wurden in der Vergangenheit mit dem Kaiser-Otto-Preis ausgezeichnet. Mit Klaus Iohannis ehrt die Landeshauptstadt Magdeburg einen Staatsmann, der sich in diese Riege einreiht. Durch sein politisches Wirken in seinem Heimatland setzt er sich in besonderer Weise für eine pro-europäische, rechtsstaatliche Politik ein und hat sich dem Kampf gegen bis heute bestehende Verhältnisse von Korruption und Vetternwirtschaft in seinem Land verschrieben. Ich freue mich darauf, ihn in Magdeburg willkommen zu heißen“, so Oberbürgermeister Dr. Trümper weiter.

Die Verleihung des Kaiser-Otto-Preises findet in diesem Jahr bereits zum achten Mal statt. Mit dem Preis erinnert die Stadt Magdeburg an die Verdienste Ottos des Großen und ehrt Persönlichkeiten, die sich um die Förderung des europäischen Gedankens verdient gemacht haben und sich für Dialog, Frieden und Verständigung einsetzen. Der überzeugte Europäer Klaus Iohannis passt damit in besonderer Weise in den Reigen der bisherigen Kaiser-Otto-Preisträger.

Die Preisverleihung wird in Anwesenheit des Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt Dr. Reiner Haseloff stattfinden. Das Preiskomitee und die Kulturstiftung Kaiser Otto würdigen das jahrzehntelange Wirken des rumäniendeutschen Politikers für Demokratie und Zusammenhalt, nicht nur zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen in seinem Heimatland, sondern in ganz Europa. Bereits im September 2019 wurde die Entscheidung getroffen, Klaus Iohannis mit dem bedeutendsten Kulturpreis der Landeshauptstadt Magdeburg auszuzeichnen. Die eigentlich für den 25. Mai 2020 geplante Verleihung des nichtdotierten Kaiser-Otto-Preises musste jedoch aufgrund der geltenden Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie verschoben werden.

Über den Kaiser-Otto-Preis

Mit dem Kaiser-Otto-Preis werden in der Regel alle zwei Jahre international bedeutende Persönlichkeiten oder juristische Personen gewürdigt, die sich in besonderer Weise um die europäische Verständigung – von der auch die neuen Bundesländer und Magdeburg profitiert haben – verdient gemacht haben. Der oder die Preisträger*in erhält eine repräsentative Urkunde und eine Bronzemedaille. Die Medaille zeigt auf der Vorderseite das Relief des Preisträgers, die Rückseite trägt die Inschrift „Kaiser-Otto-Preis der Stadt Magdeburg“. Gestaltet wird die Medaille vom Halleschen Bildhauer Prof. Bernd Göbel. Der Kaiser-Otto-Preis ist nicht dotiert.

Die Kulturstiftung Kaiser Otto

Die Entscheidung, in Magdeburg eine Kulturstiftung zu gründen, die den Namen Ottos des Großen trägt, entstand bereits nach der erfolgreichen Europaratsausstellung „Otto der Große, Magdeburg und Europa“ 2001. Die Kulturstiftung Kaiser Otto wird von der Landeshauptstadt und der Stadtsparkasse Magdeburg gemeinsam getragen. Neben der Auslobung des Kaiser-Otto-Preises fördert die Stiftung vor allem Vorhaben, die Magdeburg als eine bedeutende europäische Metropole des Mittelalters überregional bekannt machen.

Kuratorium der Kulturstiftung Kaiser Otto

Zum Kuratorium der Kulturstiftung Kaiser Otto gehören:

  • Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper als Vorsitzender
  • Jens Eckhardt, Vorstand der Stadtsparkasse Magdeburg
  • Dr. Willi Polte, Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger der Landeshauptstadt Magdeburg
  • Dr. Rüdiger Koch, ehemaliger Bürgermeister und langjähriger Beigeordnete für Kultur, Schule und Sport
  • Karin Meinecke, ehemalige Vorsitzende des Kulturausschusses des Stadtrates
  • Eberhard Seifert, ehemaliger Stadtrat
  • Wolfgang Gründer, Notar

Zum Stiftungsvorstandes gehören:

  • Vorsitzender
    • Prof. Dr. Matthias Puhle
  • Vorstandsmitglieder
    • Helmut Herdt, Sprecher der Geschäftsführung der Städtischen Werke Magdeburg
    • Alfred Westphal, langjähriger Stadtrat
  • Geschäftsführung
    • Dr. Gabriele Köster, Direktorin der Magdeburger Museen

Die Entscheidung zur Wahl des Preisträgers des Kaiser-Otto-Preises trifft ein Preiskomitee. Das Preiskomitee setzt sich zusammen aus den Mitgliedern des Kuratoriums, des Vorstandes, der Geschäftsführerin und weiteren bedeutenden Persönlichkeiten von Stadt, Land und Bund. Dazu gehören:

  • Staatsminister Rainer Robra
  • Prof. Dr. Jens Strackeljan, Rektor Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Prof. Dr. Anne Lequy, Rektorin Hochschule Magdeburg-Stendal
  • Elke Lüdecke, Direktorin des MDR-Landesfunkhauses Sachsen-Anhalt
  • Prof. Dr. Karl Ulrich Mayer, Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V.
  • Prof. Dr. Gertrud Pickhan, Osteuropainstitut der Freien Universität Berlin
  • Prof. Dr. Christian Lübke, Direktor des GWZO
  • Prof. Dr. Gesine Schwan, HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance
  • Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt
  • Gabriele Brakebusch, Landtagspräsidentin
  • Katrin Budde, Magdeburger Altstiftungen
  • Prof. Dr. Heiner Lück, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann, ehemaliger Rektor Otto-von-Guericke-Universität
  • Prof. Dr. Andreas Geiger, ehemaliger Rektor Hochschule Magdeburg-Stendal
  • Andreas Schumann, Mitglied des Landtages und des Stadtrats

Bisherige Preisträger Kaiser-Otto-Preis

Der Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg wurde zum ersten Mal im Jahr des 1200-jährigen Stadtjubiläums 2005 verliehen.

  • 2005 – Bundespräsidenten a.D., Dr. Richard von Weizsäcker

  • 2007 – (damalige) Staatspräsidentin der Republik Lettland, Prof. Dr. Vaira Vike-Freiberga

  • 2009 – ehemaliger Außenminister der Republik Polen, Wladyslaw Bartoszewski

  • 2011 – Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Angela Merkel

  • 2013 – Bundesminister a.D., Prof. Dr. h.c. Egon Bahr

  • 2015 – Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, kurz OSZE, erstmalige Auszeichnung für eine europäische Institution mit diesem Preis

  • 2017 – (damalige) Außenbeauftragte der Europäischen Union Federica Mogherini
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Die Kulturstiftung Kaiser Otto

Ausgelobt wird der Kaiser-Otto-Preis von der Kulturstiftung Kaiser Otto, die am 17. April 2003 als gemeinnützige Stiftung privaten Rechts in Magdeburg gegründet wurde. Die Stiftung wird gemeinsam getragen von der Landeshauptstadt Magdeburg und der Stadtsparkasse Magdeburg.

Den Namen des großen mittelalterlichen Herrschers tragend, der vor über 1000 Jahren wesentlich die Entwicklung und Geschichte der Stadt Magdeburg, Deutschlands und Europas beeinflusst hat, widmet sich die Kulturstiftung Kaiser Otto dem Erhalt, der Förderung und der Entwicklung des kulturellen Lebens der Landeshauptstadt Magdeburg sowie der Vermittlung ihrer großen Geschichte als europäische Metropole des Mittelalters.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sollte nachdrücklich daran erinnert werden, welch großen Beitrag das Geschlecht der Ottonen aus seinem Kerngebiet zwischen Harz und Elbe für die frühmittelalterliche, deutsche und europäische Geschichte leistete. Die 27. Europaratsausstellung „Otto der Große – Magdeburg und Europa“ im Jahr 2001, zeigte einem großen Publikum, einer bedeutenden Fachöffentlichkeit und vor allem den Magdeburgern selbst, dass der erste römische Kaiser deutscher Nation – Otto I. – unsterblich mit Magdeburg verbunden ist.

Mit diesen Worten unterstrich Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper die Bedeutung und historische Herleitung der Kaiser-Otto-Stiftung anlässlich ihrer Gründung.

Ein Preiskomitee entscheidet alle zwei Jahre über die Auswahl des Kaiser-Otto-Preisträgers, des Laudators und die Gestaltung des Festaktes der Preisverleihung. Die Mitglieder des Preiskomitees werden vom Vorstand der Kulturstiftung Kaiser Otto Magdeburg berufen.

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Preisträgerinnen und Preisträger

Preisträgerin 2017 - Federica Mogherini

Preisträgerin 2015 - Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
                                               (OSZE)

Preisträger 2013 - Prof. Dr. h.c. Egon Bahr (†)

Preisträgerin 2011 - Dr. Angela Merkel

Preisträger 2009 - Wladyslaw Bartoszewski (†)

Preisträgerin 2007 - Prof. Dr. Vaira Vike-Freiberga

Preisträger 2005 - Dr. Richard von Weizsäcker (†)

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Weiterführende Informationen

Kaiser-Otto-Preis 2017: Festveranstaltung im Dom zu Magdeburg - Video-Mitschnitt des MDR