Kaiser-Otto-Preis
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Der Kaiser-Otto-Preis

Der Kaiser Otto Preis ist eine Münze, auf der das jeweilige  Profil des Preisträgers zu sehen ist.

Die Landeshauptstadt Magdeburg erinnert mit dem Kaiser-Otto-Preis an die Verdienste Ottos des Großen und würdigt Persönlichkeiten, die sich um den europäischen Einigungsprozess besonders im Hinblick auf die ost- und südosteuropäischen Staaten und die Förderung des europäischen Gedankens verdient gemacht haben.

Mit der Vergabe des Preises will die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts nachdrücklich daran erinnern, welch großen Beitrag das Geschlecht der Ottonen aus seinem Kerngebiet zwischen Harz und Elbe für die frühmittelalterliche deutsche und europäische Geschichte geleistet hat.

Der Kaiser-Otto-Preis wurde 2005 aus Anlass des 1.200-jährigen Stadtjubiläums zum ersten Mal vergeben. Seitdem wird der Preis alle zwei Jahre im Rahmen eines Festaktes im Dom zu Magdeburg ab der Grablege Ottos des Großen überreicht.

Der Preis ist ein Ehrenpreis. Er beinhaltet eine Medaille in zeitgenössischer Gestaltung. Sie zeigt auf der Vorderseite ein Portrait der Preisträgerin oder des Preisträgers und rückseitig eines der Herrschersiegel Ottos des Großen. Die Medaille wird von Bernd Göbel, emeritierter Professor für Bildhauerei an der Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design in Halle (Saale) und Medaillieur mit internationalem Renomee gestaltet und hergestellt.

Rumänischer Staatspräsident erhält Kaiser-Otto-Preis
Preisverleihung am 25. Mai 2020

Der überzeugte Europäer Klaus Johannis, Staatspräsident von Rumänien, wird mit dem Kaiser-Otto-Preis 2020 ausgezeichnet. Damit würdigen Preiskomitee und Kulturstiftung Kaiser Otto das jahrzehntelange Wirken des rumäniendeutschen Politikers für Demokratie und Zusammenhalt, nicht nur zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen in seinem Heimatland, sondern in ganz Europa.

Entscheidung für Kaiser-Otto-Preis bereits seit September

Das Preiskomitee hatte im September 2019 die Entscheidung getroffen, Klaus Johannis mit dem bedeutendsten Preis der Landeshauptstadt Magdeburg auszuzeichnen. Die Abstimmungen zum Termin der Verleihung konnten am 17. Dezember erfolgreich abgeschlossen werden. Der nichtdotierte Kaiser-Otto-Preis wird im Rahmen eines Festaktes am 25. Mai 2020 im Dom zu Magdeburg verliehen.

Zur Begründung der Juryauswahl sagt Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper:

„Der Vorschlag stammt von meinem Amtsvorgänger, Dr. Willi Polte. Das Preiskuratorium ist ihm gern gefolgt, denn Klaus Johannis ist überzeugter Europäer, für den Demokratie, Weltoffenheit, Zusammenhalt und Rechtsstaatlichkeit nicht verhandelbare, gemeinsam erkämpfte Werte und Grundsätze sind, für die er sich im Namen aller Europäerinnen und Europäer unermüdlich einsetzt.“

Weiter heißt es in der Begründung: „Seit Beginn seiner politischen Laufbahn gehören der Kampf gegen die bis heute bestehenden Verhältnisse von Korruption und Vetternwirtschaft in seinem Land sowie eine proeuropäische, rechtsstaatliche Politik zu seinen Schwerpunkten. Als fairer Streiter zeigt er sich stets dialogbereit und arbeitet lösungsorientiert zum Wohle der Gemeinschaft. Er bekennt sich ausdrücklich zu den Werten und Zielen der europäischen Gemeinschaft und fördert die Zusammenarbeit der Mitgliedsländer. Der Schutz von Minderheiten und die Förderung kultureller Vielfalt sind ihm Herzensangelegenheiten.“

Vita und politisches Wirken von Klaus Johannis

Klaus Werner Johannis (rumänisch Iohannis) wurde am 13. Juni 1959 in Hermannstadt/ Sibiu geboren. Seine Familie gehört der rumäniendeutschen Volksgruppe der Siebenbürger Sachsen an. Er ist seit 1989 mit Carmen Johannis verheiratet. Das Ehepaar hat keine Kinder.

Nach einem Physikstudium zwischen 1979 und 1983 unterrichtete er von 1983 bis 1997 an verschiedenen Schulen seiner Heimatstadt Hermannstadt/ Sibiu, zuletzt am dortigen Lyzeum. Nach der Rumänischen Revolution von 1989 begannen seine ersten politischen Aktivitäten, als er 1990 in das neugegründete Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien, kurz DFDR, die politische Vertretung der deutschsprachigen Minderheit, eintrat.

Ab dem Jahr 2000 war Klaus Johannis Bürgermeister von Hermannstadt. Obwohl die deutsche Bevölkerung nur noch eine Minderheit von weniger als zwei Prozent ausmachte, wurde Johannis mit beachtlichen 69 Prozent der Stimmen gewählt. Unter

seiner Ägide entwickelte sich Hermannstadt/ Sibiu zu einem bedeutenden wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum des Landes, was nicht zuletzt in die Wahl zur europäischen Kulturhauptstadt 2007 gipfelte. Im selben Jahr trat Rumänien der Europäischen Union bei.

Im Jahr 2013 schloss sich Klaus Johannis der nationalliberalen PNL an und wurde kurz darauf zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, ehe er im Jahr darauf zum Vorsitzenden der Partei avancierte und im selben Jahr bei den Präsidentschaftswahlen um das Amt des Präsidenten kandidierte. Im zweiten Wahlgang konnte er sich gegen den damaligen Ministerpräsidenten Victor Ponta durchsetzen und wurde am 21. Dezember 2014 vereidigt.

Bei den letzten Präsidentschaftswahlen gewann Klaus Johannis Ende November im zweiten Wahlgang und kann nun auf seine zweite Amtszeit als Präsident Rumäniens blicken.

Klaus Johannis wird von seinen Weggefährt*innen als fleißig, solide, bodenständig und korrekt beschrieben. Er gilt als ausgewiesener Kritiker der Regierung, mit der er im Dauerstreit liegt.

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Die Kulturstiftung Kaiser Otto

Ausgelobt wird der Kaiser-Otto-Preis von der Kulturstiftung Kaiser Otto, die am 17. April 2003 als gemeinnützige Stiftung privaten Rechts in Magdeburg gegründet wurde. Die Stiftung wird gemeinsam getragen von der Landeshauptstadt Magdeburg und der Stadtsparkasse Magdeburg.

Den Namen des großen mittelalterlichen Herrschers tragend, der vor über 1000 Jahren wesentlich die Entwicklung und Geschichte der Stadt Magdeburg, Deutschlands und Europas beeinflusst hat, widmet sich die Kulturstiftung Kaiser Otto dem Erhalt, der Förderung und der Entwicklung des kulturellen Lebens der Landeshauptstadt Magdeburg sowie der Vermittlung ihrer großen Geschichte als europäische Metropole des Mittelalters.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sollte nachdrücklich daran erinnert werden, welch großen Beitrag das Geschlecht der Ottonen aus seinem Kerngebiet zwischen Harz und Elbe für die frühmittelalterliche, deutsche und europäische Geschichte leistete. Die 27. Europaratsausstellung „Otto der Große – Magdeburg und Europa“ im Jahr 2001, zeigte einem großen Publikum, einer bedeutenden Fachöffentlichkeit und vor allem den Magdeburgern selbst, dass der erste römische Kaiser deutscher Nation – Otto I. – unsterblich mit Magdeburg verbunden ist.

Mit diesen Worten unterstrich Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper die Bedeutung und historische Herleitung der Kaiser-Otto-Stiftung anlässlich ihrer Gründung.

Ein Preiskomitee entscheidet alle zwei Jahre über die Auswahl des Kaiser-Otto-Preisträgers, des Laudators und die Gestaltung des Festaktes der Preisverleihung. Die Mitglieder des Preiskomitees werden vom Vorstand der Kulturstiftung Kaiser Otto Magdeburg berufen.

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Preisträgerinnen und Preisträger

Preisträgerin 2017 - Federica Mogherini

Preisträgerin 2015 - Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
                                               (OSZE)

Preisträger 2013 - Prof. Dr. h.c. Egon Bahr (†)

Preisträgerin 2011 - Dr. Angela Merkel

Preisträger 2009 - Wladyslaw Bartoszewski (†)

Preisträgerin 2007 - Prof. Dr. Vaira Vike-Freiberga

Preisträger 2005 - Dr. Richard von Weizsäcker (†)

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Weiterführende Informationen

Kaiser-Otto-Preis 2017: Festveranstaltung im Dom zu Magdeburg - Video-Mitschnitt des MDR