»Kein Bock auf Plastik im Biomüll!«
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„Kein Bock auf Plastik im Biomüll!“

Gemeinsam mit #wirfuerbio Bioabfälle richtig trennen und komfortabel entsorgen

Mit der bereits im Abfallwirtschaftskonzept angekündigten Teilnahme an der deutschlandweiten Kampagne „Wir für Bio“ macht der Städtische Abfallwirtschaftsbetrieb nun auf das Thema Plastik im Bioabfall aufmerksam.

Seit einigen Tagen fahren ausgewählte Abfallsammelfahrzeuge mit entsprechenden Werbetafeln durch das Stadtgebiet. Eine der Tafeln zeigt einen Jungen, der sprichwörtlich „Kein Bock auf Plastik im Biomüll“ hat. Oder die junge Frau, die mit ihrer ablehnenden Geste mahnt: „Finger weg von Plastiktüten“.

Grund dafür: Der Bioabfall in unseren Biotonnen ist mit Fremdstoffen verunreinigt. Insbesondere Küchenabfälle werden samt Plastiktüte eingeworfen und gelangen somit in den Kompostierungsprozess. Diese Plastiktüten auch biologisch abbaubare und weitere Störstoffe wie etwa Glas, erschweren somit die Herstellung der Komposterde in guter Qualität.

Daher ruft die Aktion „Wir für Bio“ mit Biotonnenaufklebern dazu auf: „TRENN´ DICH HIER UND JETZT VON DEINER PLASTIKTÜTE“.

Tonneaufkleber zur Aktion #wirfuerbio

Alle neu angemeldeten Biotonnen werden vor der Ausstellung durch Mitarbeiter des Städtischen Abfallwirtschaftsbetriebs mit diesem Aufkleber versehen. Der Aufkleber soll jeden Nutzer vor dem Einwurf der Bioabfälle in die Tonne erinnern, sich von Plastiktüten zu trennen und nur die Bioabfälle einzuwerfen.
Allgemeine Informationen zur Kampagne sind unter www.wirfuerbio.de/magdeburg zu finden.

Mit den steigenden Temperaturen entstehen im ungünstigsten Fall auch unliebsame Gerüche aus der Biotonne. Den Geruch in Plastiktüten einzusperren und damit den Einwurf des Biogutes samt Plastikhülle zu rechtfertigen ist der falsche Weg.
Die Gerüche lassen sich mindern, indem man den Boden der Tonne mit Zeitungspapier auslegt, sehr feuchte Küchenabfälle abtropfen lässt und zusätzlich in Küchenkrepp einwickelt. Ebenso sollte bspw. Rasenschnitt erst leicht trocknen bevor dieser in die Biotonne eingefüllt wird. Auch ein schattiger Standplatz für den Behälter kann Abhilfe schaffen.
Wem dies noch nicht ausreicht, bietet der Abfallwirtschaftsbetrieb die Biotonne plus an.
Gegen eine geringfügig höhere Gebühr im Vergleich zur herkömmlichen Biotonne können Eigentümer die Biotonne mit speziellem Filterdeckel für mehr Komfort bei der Bioabfallsammlung beantragen.
Ein spezielles Substrat im Deckel verhindert, dass unangenehme Gerüche die Tonne verlassen und Ungeziefer und Insekten anlocken.
Das natürliche Substrat auf der Basis von Kokosfasern ist mit Mikroorganismen versetzt.

Diese leisten saubere Arbeit:

  • Sie bauen Geruchsstoffe im Filter ab und hemmen das Pilzwachstum.

Vorteile:

  • Die Innenluft gelangt nicht ungefiltert nach außen.
  • Schimmelpilzsporen werden verringert und damit nicht ausgetragen.
  • weniger Belästigung durch Fliegen, Maden usw.

Aber auch dies funktioniert nur, wenn der Bioabfall lose in die Tonne eingeworfen wird - ohne Plastiktüte!
Der Filterdeckel sorgt außerdem mit seinem Gewicht und seiner zusätzlichen Gummilippe für einen festen und dichten Verschluss der Biotonne. So können Ungeziefer anlockende Gase nicht entweichen und das Eindringen von Schädlingen wird verhindert.
Damit das Prinzip wirkt, muss der Deckel immer geschlossen gehalten werden.
Ein feuchtes Milieu in der Biotonne wird dadurch gefördert und ist hier gewollt. Es trägt ebenfalls dazu bei, dass der Inhalt bei der Leerung besser herausrutscht und die Tonne weniger Anhaftungen hat.

Das Interesse wurde geweckt?
Hauseigentümer bzw. die Hausverwaltung können gerne schriftlich mit entsprechendem Formular die Biotonne plus beim Städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb beantragen. Der Antrag kann per E-Mail, Fax oder persönlich abgeben werden.

Ausführliche Informationen zum Filterdeckel sind hier zu finden.
Bei weiteren Fragen steht Ihnen die Abfallberatung in der Sternstraße 13 gern unter der Telefonnummer 540 4666 zur Verfügung.