Pferde zurück auf historischem Pferdetor
Denkmalgerechte Restauration der Pfeiler
Vor dem Aufsetzen wurden nicht nur die Pferde restauriert, sondern auch das gesamte Tor restauriert. So wurden unter anderem ein neues Betonfundament und Tragstützen gegossen und darauf anschließend die Pfeiler denkmalgerecht wieder verklinkert. Die Arbeiten waren notwendig, weil Wasser in die Pfeiler eingedrungen war und diese über die nunmehr 99-jährige Standzeit zahlreiche Risse und erhebliche Schäden bis hin zur Schiefstellung einzelner Pfeiler hatten.
Das erste Pferd war im November 2024 heruntergehoben worden. Da es zu dem Denkmal keinerlei Pläne gibt, musste diese Demontage behutsam und in kleinen Schritten erfolgen. Der Schwerpunkt der Skulptur musste ermittelt werden, um ein sicheres Herunterheben zu gewährleisten. Später folgten die übrigen Pferde.
Die Kosten für die denkmalgerechte Restaurierung des Baudenkmals „Pferdetor“ beträgt rund 1,5 Millionen Euro. Darunter sind Städtebaufördermittel, Denkmalfördermittel des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt, Fördermittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für die Sanierung der Pferdeskulpturen sowie 670.000 Euro städtische Eigenmittel.
Hintergrund zum Pferdetor
Das Pferdetor im Rotehornpark gehört zu den markantesten Bauwerken Magdeburgs. Mit seinen 6 hohen Pferdepylonen bildet es den repräsentativen Eingang zum historischen Stadthallenensemble. Errichtet in den 1920er Jahren aus Oldenburger Eisenklinker und glasierten Terrakotta-Elementen, steht das Tor für die kraftvolle Formensprache der expressionistisch-modernen Backsteinarchitektur seiner Zeit.
Entworfen vom Architekten und Künstler Professor Albinmüller (1871-1941), ist das Pferdetor ein Beispiel der Backsteinarchitektur und ein bedeutendes Zeugnis der Entwicklung der Baukunst nach dem ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik. Seine Gestaltung verbindet dekorative Wirkung mit klarer Struktur und macht das Bauwerk zu einem kulturellen Wahrzeichen von überregionaler Bedeutung.