Neue Skate-Anlage im Olvenstedter Scheid eröffnet
Spiel- und Freizeitprojekte mit 1,5 Millionen Euro gefördert
Mit der Eröffnung wurde die Umsetzung von rund 1,5 Millionen Euro PMO-Fördermitteln an 4 Magdeburger Spiel- und Freizeitflächen gefeiert. Höhepunkt zur Eröffnung war eine Skateshow des Vereins Plaza e.V.
„Olvenstedt hat nun eine attraktive Skateanlage für eine wunderbar lebendige Skateszene in Magdeburg“, sagte Oberbürgermeisterin Simone Borris zur Freigabeveranstaltung. „Hier zeigt sich einmal mehr, welche zeitgemäßen und anschlussfähigen Bauprojekte wir durch die Beteiligung aller Akteure realisieren können. Mein herzlicher Dank gilt neben allen Beteiligten insbesondere dem Land Sachsen-Anhalt. Es hat uns durch die Bereitstellung der PMO-Mittel ermöglicht, an vier sehr unterschiedlichen Plätzen in Magdeburg barrierefreie und generationsübergreifende Freizeitimpulse zu setzen.“
Dazu der Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit Dr. Ingo Gottschalk:
„Das Dezernat für Soziales, Jugend und Gesundheit hat seit 2022 die Projektideeen entwickelt und diese wie die Finanzierungsgrundlagen mit dem Land Sachsen-Anhalt verhandelt und umgesetzt und ich freue mich, dass wir mit den heute hier präsentierten vier von sechs Projekten sowohl Impulse für eine touristische Belebung als auch für Aktivitäten zur Gesundheitsförderung von Jung bis Alt platzieren konnten, die sehr gut angenommen werden.“
Neben dem Skatepark im Olvenstedter Scheid hat der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg in den vergangenen 3 Jahren 3 weitere attraktive Spiel- und Freizeitanlagen mit PMO-Mitteln errichtet. So wurde 2024 zunächst der Spielplatz in der Motzstraße für rund 235.000 Euro erweitert. Im Anschluss daran folgten 2025 als Neubauten die Spiel- und Freizeitanlage am Kinder- und Jugendhaus (KJH) „Knast“ für rund 315.000 Euro sowie der erste öffentliche Magdeburger Parkour-Park mit Chill-Out-Zone im Stadtpark Rotehorn für rund 365.000 Euro. Als letztes Projekt wurde nun der Skatepark im Olvenstedter Scheid, dessen Baukosten rund 613.000 Euro betragen, fertiggestellt.
Anlässlich der stellvertretenden Übergabe des Skateparks ordnete Wolfgang Beck, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung die Umsetzung der PMO-Mittel folgendermaßen ein:
„Mit den landesgeförderten Spiel- und Freizeitflächen erhöht sich die Lebensqualität von Kindern und Familien in der Landeshauptstadt weiter. Für den Zusammenhalt in Magdeburg ist es wichtig, öffentlich Treffpunkte zu schaffen, an denen Menschen zusammenkommen und gemeinsam Zeit verbringen. Ganz nebenbei fördern die Angebote die Bewegungsfreude und die motorische Entwicklung, wodurch die Gesundheit gestärkt wird."
Finanziert wurden die Projekte aus Mitteln des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR (PMO). Diese Fördergelder wurden durch die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben an die ostdeutschen Bundesländer ausgezahlt und sind zweckgebunden für Investitionen in wirtschaftliche, soziale und kulturelle Vorhaben einzusetzen. Die Baumaßnahmen basieren auf der Prioritätenliste der Spielplatzflächenkonzeption der Landeshauptstadt Magdeburg. Ein besonderes Merkmal war die aktive Beteiligung der lokalen Skateszene. In einem dreistufigen Beteiligungsprozess konnten Wünsche und Ideen frühzeitig in die Planung eingebracht werden.
Nähere Informationen zu den einzelnen Bauprojekten
Auf der Freizeitanlage Motzstraße wurde im Spielbereich für größere Kinder ein Klettergarten gestaltet, der das grobmotorische Geschick fördert. Auf einem Tampenschwinger können nun mehrere Kinder gemeinsam schaukeln. Ein Schwebeband fördert das Balanciervermögen. Zudem wird mit einem Dreifachreck ein ganz klassisches Bewegungsangebot aufgegriffen. Darüber hinaus wurde mit einem Teqball-Tisch ein generationsübergreifender Freizeitbereich gestaltet. Das Highlight der Flächenerweiterung bildet eine rund 20 Meter lange Seilbahn.
Auf der neu errichteten Spiel- und Freizeitanlage am Kinder- und Jugendhaus „KJH Knast“ entstand im westlichen Teil eine etwa 1.400 Quadratmeter große Spiel- und Freizeitfläche für Jugendliche. Sie bietet vielfältige Bewegungsmöglichkeiten mit Calisthenics-Elementen, Kletterfelsen, einer Sprungmembran sowie großzügigen Aufenthaltsbereichen, die als Treffpunkt zum Chillen und Austauschen dienen.
Die Parkouranlage im Stadtpark erstreckt sich über rund 700 Quadratmeter und ist mit Betonfertigteilen sowie Stahlelementen ausgestattet. Sie ermöglicht sowohl grundlegende als auch anspruchsvollere Bewegungsabläufe und ist ab einem Ater von 8 Jahren geeignet.
Der Skatepark Olvenstedter Scheid wurde als moderne, barrierefreie Sport- und Freizeitfläche für BMXer, Inliner, Skateboarder, WCMXer (Rollstuhlsportlerinnen und -sportler) sowie Scooterfahrerinnen und -fahrer gestaltet. Der alte Skatepark im Olvenstedter Scheid war in die Jahre gekommen und wurde zurückgebaut.
Auf der gleichen Fläche wurde eine attraktive Anlage in langlebiger Ortbetonbauweise errichtet. Gestaltet wurde diese nach dem „Street-Flow-Konzept“ – einer Kombination aus klassischen Street-Elementen wie „Banks“ und Geländern, die aus dem urbanen Raum bekannt sind, und organisch geformten Flow-Elementen. Die Fahrwege wurden durch farbliche Markierungen klar von den übrigen Bereichen abgegrenzt. Für Rollstuhlsportler wurde zudem eine spezielle WCMX-Auffahrt integriert, die einen barrierefreien Zugang zu allen Ebenen ermöglicht. Die Anlage verfügt über eine Gesamthöhe von rund einem Meter und wird von Aufenthaltsbereichen mit Betonsitzelementen und integrierten Papierkörben eingerahmt.