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Gedenken an Magdeburger Widerstandskämpfer Henning von Tresckow

An den gebürtigen Magdeburger Henning von Tresckow und die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 wird am 20. Juli mit einer Kranzniederlegung am Nordpark erinnert. Das Gedenken beginnt um 10 Uhr an der zu Ehren des Generalmajors von Tresckow errichteten Gedenkstele an der Pappelallee bzw. der Ecke Henning-von-Tresckow-Straße.

Kranzniederlegung zum Jahrestag des Attentats auf Hitler

Was: Kranzniederlegung für Widerstandskämpfer Henning von Tresckow

Wann: 20. Juli 2026, 10:00 Uhr

Wo: Tresckow Gedenkstele – Pappelalle / Henning-von-Tresckow-Straße

Oberst Thorsten Alme, Kommandeur des Landeskommandos Sachsen-Anhalt, und Magdeburgs Beigeordnete für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit, Sandra Yvonne Stieger, werden die Anwesenden begrüßen. Es folgt ein Grußwort der Vizepräsidentin des Landtags, Anne-Marie Keding. Für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. hält der Vorsitzende Andreas Arnsfeld eine Gedenkrede, der katholische Militärdekan Sebastian Schmidt spricht abschließend geistliche Worte in Erinnerung an die Opfer des Widerstands im Nationalsozialismus. Zum Abschluss werden an der Henning-von-Tresckow-Stele Kränze niedergelegt.

Die Gedenkstele für Henning von Tresckow wurde am 10. Januar 2001 zu seinem 100. Geburtstag an der gleichnamigen Straße, in der Nähe seines im Zweiten Weltkrieg zerstörten Geburtshauses, enthüllt. Hier organisiert die Bundeswehr Sachsen-Anhalt mit Unterstützung der Landeshauptstadt Magdeburg jährlich eine Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Hitler-Attentates vom 20. Juli 1944.

Interessierte können zudem ab sofort die Ausstellung „Der 20. Juli 1944 – Henning von Tresckow und der militärische Widerstand“ im Alten Rathaus besuchen. Diese wird bis zum 10. August im Saal der Partnerstädte gezeigt.

Hintergrundinformationen zu Henning von Tresckow

Henning von Tresckow wurde am 10. Januar 1901 in Magdeburg als Sohn einer pommerschen Adelsfamilie geboren. Hier verbrachte er einige Jahre seiner Kindheit. Bereits als Jugendlicher trat er in die kaiserliche Armee ein. Er folgte damit der langen preußisch-militärischen Tradition seiner Familie und wurde 1918 zu einem der jüngsten Leutnants seines Regiments ernannt. Zwischen den Weltkriegen begann er ein Jurastudium und arbeitete einige Jahre als Bankkaufmann an der Börse. 1926 ging er erneut zur Reichswehr und wurde dort im Jahr 1928 zum Oberstleutnant befördert.

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten begrüßte Henning von Tresckow zunächst als willkommene Chance, die Schmach des Versailler Vertrages von Deutschland abzuwenden. Bald erkannte er jedoch den wahren Charakter der politischen und militärischen Strategien der NSDAP unter Hitler, woraufhin er sich mehr und mehr auf die Seite der Regimegegner stellte.

Als 1941 immer mehr Details über die Konzentrationslager und Kriegsverbrechen zu ihm durchdrangen, schloss er sich der Berliner Widerstandsgruppe um Ludwig Beck und Hans Oster an. In den folgenden Jahren plante er mehrere Attentate auf Hitler, die jedoch stets an unvorhersehbaren Umständen scheiterten.

Henning von Tresckow war maßgeblich an der Vorbereitung des Attentats beteiligt, das Oberst Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 auf Hitler in dessen ostpreußischem Bunker verübte. Da von Tresckow kurz zuvor an die polnische Front versetzt worden war, konnte er sich an der unmittelbaren Ausführung des Attentates nicht beteiligen.

Als er hörte, dass Hitler noch am Leben war und die Umsturzpläne der Verschwörer ebenfalls fehlgeschlagen waren, nahm er sich an der Front das Leben. Er wollte nicht riskieren, unter Folter die Namen weiterer Beteiligter preisgeben zu müssen.

13.07.2026