Joachim Brohm. Farbe und Gebiet
Seit Jahrzehnten schafft Joachim Brohm fotografische Archive, die den langfristigen Wandel zivilisatorischer Randzonen sichtbar machen. Er richtet seinen Blick auf jene Aspekte der Welt, die unseren gewöhnlichen Alltag bestimmen. Seine Fotografien erscheinen nüchtern, zurückhaltend und beinahe beiläufig. Übergangszonen und Randgebiete, Wohnsiedlungen, Campingplätze, Flussufer oder Gewerbeflächen wandeln sich in seinen Bildern zu Untersuchungsfeldern voller Geschichten. Gerade diese ungeschönte Darstellung des Alltäglichen wird durch präzise Kompositionen und die subtile Beobachtung der Farbigkeit immer wieder gebrochen.
Do., 17.12.2026
10:00 bis 17:00 Uhr
Magdeburg
Magdeburg
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Beeinflusst von der amerikanischen Fotografie der 1970er Jahre und konzeptuell-topografischen Ansätzen, entwickelt Joachim Brohm (*1955 in Dülken) einen Blick, der das Sichtbare dekonstruiert. Industrieanlagen verlieren ihre Funktionalität und erscheinen wie Skulpturen im Raum. Der dokumentarische Gestus wird dabei gebrochen zugunsten einer ästhetischen, fast meditativen Betrachtung. Brohms fotografische Sprache schafft so eine paradoxe Nähe: Als Betrachtende bleiben wir auf Distanz und fühlen uns dem Gezeigten zugleich merkwürdig verbunden.