20.07. Gedenktag der deutschen Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus
Alljährlich am 20. Juli finden in Deutschland zum Gedenken an den Widerstand gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft Veranstaltungen statt. Auch die Landeshauptstadt Magdeburg und das Landeskommando der Bundeswehr Sachsen-Anhalt gedenken dem Widerstand im Nationalsozialismus sowie dem Magdeburger Henning von Tresckow. Der Magdeburger war maßgeblich an der Vorbereitung des Attentats beteiligt, das Oberst Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 auf Hitler in dessen ostpreußischem Bunker verübte. An der Henning-von-Tresckow-Gedenkstele im Nordpark werden Kränze niedergelegt.
Henning von Tresckow wurde 1901 in Magdeburg als Sohn einer pommerschen Adelsfamilie geboren und verbrachte hier einige Jahre seiner Kindheit. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten begrüßte er zunächst als willkommene Chance, die Schmach des Versailler Vertrages von Deutschland abzuwenden. Doch als 1941 immer mehr Details über die Konzentrationslager und Kriegsverbrechen zu ihm durchdrangen, schloss sich der Oberstleutnant der Reichswehr der Berliner Widerstandsgruppe um Ludwig Beck und Hans Oster an. In den folgenden Jahren plante er mehrere Attentate auf Hitler, die jedoch stets an unvorhersehbaren Umständen scheiterten.
Die Gedenkstele für Henning von Tresckow wurde am 10. Januar 2001 zu seinem 100. Geburtstag an der gleichnamigen Straße enthüllt. Seitdem finden hier jährlich zum Jahrestag des Hitler-Attentates vom 20. Juli 1944 Gedenkveranstaltungen statt.
Di., 20.07.2027
Henning-von-Tresckow-Gedenkstele