In den letzten Jahren hat sich das Bild der Magdeburger Innenstadt stark verändert. So entstanden an markanten Schnittpunkten neue Hochbauten wie das neue Domviertel und das Luisencarré als Wohn- und Geschäftsbauten und der SWM-Tower sowie des MWG-Forums im Umfeld des Alten Marktes als Büro- und Geschäftshäuser. Die Nachfrage nach Flächen für die Errichtung von weiteren Hochhäusern ist gegeben. Mit dem Bau eines jeden Hochhauses können jedoch städtebauliche Situationen geschaffen werden, welche sich auf das Stadtbild negativ auswirken. So gibt es Gebiete, die definitiv als Tabuzone für Hochhäuser gelten, sei es aus ökonomischen Gründen, wegen windströmungstechnischer Rahmenbedingungen oder weil dort die Sicht auf bestimmte historische Bauten beeinträchtigt wird, allen voran der Magdeburger Dom. Daher müssen möglichst frühzeitig städtebaulich geeignete Areale für Hochhäuser definiert werden bzw. ungeeignete ausgeschlossen werden, um einem „Hochhauswildwuchs“ entgegenzusteuern.
Dazu hat der Stadtrat im Jahr 2022 ein Hochhauskonzept beschlossen:
Bestehend aus einem Textteil und einem Planteil, legt das Hochhauskonzept besonderen Fokus auf eine zukünftige Hochhausenwicklung in der Innenstadt und definiert unter Abwägung aller städtebaulicher Kriterien Eignungsbereiche in integrierten Stadtlagen, Elbraumlagen und Stadteingängen sowie Ausschlussbereichen. Damit stellt das Hochhauskonzept auf Grundlage der städtebaulichen und stadtstrukturellen Eigenart Magdeburgs die qualitativ hochwertige Weiterentwicklung, Positionierung und Planung von Hochhäusern sicher. Es ist bei weiteren übergeordneten Planungskonzepten wie dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) und kleinräumigen Rahmenplanungen und Wettbewerben heranzuziehen.